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Atommülldebatte: Die nächste Generation fachlich fit machen

02.05.2017
Umweltbildungsprojekt mit 100.000 Euro gefördert

Die Diskussion um den Atommüll wird uns noch lange beschäftigen. Vor allem die junge Generation ist von diesem Thema betroffen, da sie in Zukunft die Verantwortung für den nuklearen Abfall trägt. Wissen in diesem Bereich zu sichern und weiterzugeben, ist deshalb das Ziel einer Kooperation der bundesweit aktiven Organisation „Trägerkreis Atommüllreport“ und der Jugendorganisation des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend).


Das Anfang April gestartete Umweltbildungsprojekt „Jugend trifft Erfahrung – generationenübergreifende partizipative Entwicklung, Erprobung und Etablierung neuer Wissens- und Bildungsformate zu Atommüll" wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell gefördert. Die Fördersumme beträgt rund 100.000 Euro. „Die Atommülldebatte ist noch nie einfach gewesen“, sagt Dr. Matthias Miersch, Kuratoriumsmitglied der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), „daher ist es wichtig, das umfangreiche und über Jahrzehnte aufgebaute Wissen in der Zivilgesellschaft an die junge Generation weiterzugeben. Ein solcher Wissenstransfer trägt zu einer sachlichen und kompetenten Diskussion bei.“


Die Projektpartner BUNDjugend und der „Atommüllreport“ werden in den kommenden Wochen zusammen drei Themen-Workshops durchführen: In einem ersten stehen aktuelle technische Gegebenheiten rund um Transport und Lagerung von Atommüll im Blickfeld. Ein zweiter Workshop hat die Geschichte des gesellschaftspolitischen Konflikts zum Inhalt. Und in einem dritten geht es um die Organisation von Beteiligungsprozessen und die Konzeption einer Beteiligungsbox, die gesammelte Materialen enthält. Für Schüler der achten Klassen werden zusammen mit Pädagogen Unterrichtseinheiten und Bildungsmaterialien zum Thema erarbeitet.


„Jugendstudien und internationale Umfragen zeigen, dass ein Großteil der deutschen Schüler das Thema Atommüll gleichrangig neben den Umweltthemen Luftverschmutzung, Aussterben von Tieren und Pflanzen sowie Energieknappheit im Blick hat“, verdeutlicht Gert Sanders vom BUNDjugend Bundesverband. Aktuell ist das Thema auch in der Debate, weil das neue Suchverfahren für einen Lagerstandort für den hochradioaktiven Atommüll beginnt.

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