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Bundespreis für gute Ideen gegen Lebensmittelverschwendung

Bundespreis gegen Lebensmittelverschwendung

Bundespreis gegen Lebensmittelverschwendung
(c) bmel

03.08.2016

Verschwendung von Nahrungsmitteln heizt auch Klima auf

Jedes achte Lebensmittel landet in Deutschland ungegessen in der Mülltonne. Das ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern auch schlecht für Umwelt, Klima und Geldbeutel, wie Studien belegen. Das Bundesernährungsministerium sucht jetzt mit einem Wettbewerb nach zündenden Ideen im Kampf gegen die große Verschwendung.

„Zu gut für die Tonne!“, der Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung 2017 ist kürzlich in eine neue Bewerbungsphase gestartet. Er richtet sich an alle, die sich für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln einsetzen – ob ehrenamtlich, mit Geschäftsideen oder Neuerungen in Handel und Gastronomie. Auch für Schulen kann das interessant sein. Bewerbungen können bis 30. September 2016 eingereicht werden. 

Laut Bundesernährungsminister Christian Schmidt landen in Deutschland jedes Jahr elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das entspreche 275.000 voll beladenen LKWs. Diese Menge sei viel zu groß, so Schmidt: „Mein Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung zu halbieren.“ 

Dass das möglich ist, belegt eine neue Studie beauftragt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Sie kommt darin zum Schluss, dass sich schon durch einen achtvolleren Umgang mit Lebensmitteln im Einzelhandel, der Außer-Haus-Verpflegung sowie in privaten Haushalten die Wegwerfquote um rund 40 Prozent senken ließe. 

Private Haushalte, heißt es in der Studie, „mangelt es an alltagspraktischem Wissen“. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deswegen besser über Bedarfsplanung, die richtige Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln sowie über Möglichkeiten der Resteverwertung informiert werden.

Dass die Lebensmittelverschwendung auch den Klimawandel vorantreibt, zeigt eine schon im April veröffentlichte Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Etwa ein Zehntel der globalen Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft könnte demnach bis zur Mitte des Jahrhunderts allein auf die Verschwendung von Nahrungsmitteln zurückgehen. „Derzeit findet ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion nicht den Weg auf unsere Teller“, so das PIK.

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