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Bundespreis Verbraucherschutz für Löhner Schülergenossenschaft

Aufstellung

Bundespreis Verbraucherschutz - Preisträger McSnack

(c) Deutsche Stiftung Verbraucherschutz

01.07.2015

„Tolles Beispiel für gelebte Verbraucherbildung“

Ein Schulkiosk mit wenig Süßkram, viel Gesundem. Im nordrhein-westfälischen Löhne stampften Schülerinnen und Schüler der Bertolt-Brecht-Gesamtschule den selbst aus dem Boden. Ihre Schülergenossenschaft wurde dafür jetzt mit dem „Bundespreis Verbraucherschutz“ ausgezeichnet. 

Den zum zweiten Mal vergebenen Bundespreis erhielten die Jugendliche Ende Juni im Zuge des Deutschen Verbrauchertags, zu dem der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) nach Berlin eingeladen hatte. Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre betreuenden Lehrkräfte können sich über ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro freuen.  

Verliehen wurde es ihnen für ihr selbstorganisiertes Schulbistro, in dem sie gesunde und ökologische Pausensnacks verkaufen. Dazu gründeten sie 2012 eine eigene Schülergenossenschaft und das Schulbistro „McSnack“. 30 Schülerinnen und Schüler halten es mit persönlichem Einsatz am Laufen.  

„Mit unserem Angebot wollen wir das Ernährungs- und Gesundheitsbewusstsein unserer Mitschüler stärken“, sagt Kai Harland, der der Schülergenossenschaft vorsitzt. „Außerdem lernen wir selbst, wie ein solcher Betrieb funktioniert.“ Ein- und Verkauf, Buchhaltung und Marketing schultern die Jugendlichen selbst. „Dahinter steckt ein starkes Team“, sagt Harland. 

Seine Lehrerin Marita Gesenhoff sieht in der Schülergenossenschaft eine gute Möglichkeit, Lerninhalte auch abseits von Schulbüchern zu vermitteln. „In dem Moment, in dem die Schülerinnen und Schüler anfangen, selbst aktiv zu werden, lernen sie“, sagt Gesenhoff. Die Kunst sei, die Jugendlichen zum ersten Schritt zu motivieren. Sie bringt das auf eine knappe Formel: „Nicht meckern, sondern machen.“ 

Die Jury der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz, die den Preis vergeben hat, zeigte sich vom Engagement der Jugendlichen beeindruckt. Mit dem Preis zeichne man ihre Eigeninitiative und ihr Engagement für eine gesunde und nachhaltige Ernährung aus, sagt Jurymitglied Hubertus Primus. „Die Schülergenossenschaft ist ein tolles Beispiel für gelebte Verbraucherbildung.“ 

In der Löhner Schülergenossenschaft freut man sich über so viel Zuspruch. Die Auszeichnung, sagt Harland, sei „eine große Ehre“. Damit habe man in den kühnsten Träumen nicht gerechnet. Schon die Nominierung für den Preis habe man als großartige Anerkennung empfunden.

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