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Das „Starter-Kit Verbraucherschule“ mit konkreten Beispielen für den Unterricht

Das Starter-Kit Verbraucherschule (c) vzbv

Das Starter-Kit Verbraucherschule. (c) vzbv

04.09.2017

Bewerbung als Verbraucherschule noch bis zum 31. Oktober 2017 möglich!

Vier Handlungsfelder gehören zur Verbraucherbildung: Nachhaltiger Konsum & Globalisierung, Ernährung & Gesundheit, Finanzen, Marktgeschehen & Verbraucherrecht sowie Medien & Information. Im „Starter-Kit Verbraucherschule“ finden Lehrkräfte zu jedem dieser Themen konkrete Projekt- und Unterrichtsvorschläge. Das Starter-Kit ist seit Anfang September über das Netzwerk Verbraucherschule verfügbar.

Viele Schülerinnen und Schüler haben nach den Sommerferien ihre Urlaubserlebnisse über WhatsApp, Facebook oder Instagram mit ihren Freunden geteilt. Aber wissen sie eigentlich, wem ihre Bilder und Daten gehören und wer Zugriff darauf hat? Solche praktischen und alltäglichen Fragen sind Gegenstand der Verbraucherbildung. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ist sich daher sicher: Verbraucherbildung gehört an jede Schule. „In der Schule müssen Kinder und Jugendliche auf das Leben vorbereitet werden“, sagt Nicole Tuletz, Bildungsexpertin beim vzbv.

Die Auszeichnung Verbraucherschule

Die Kultusministerkonferenz hat die Einführung von Verbraucherbildung an Schulen schon im Jahr 2013 beschlossen. Doch bisher verhindert u.a. das Kooperationsverbot in der Bildungspolitik die zügige und einheitliche Umsetzung von Verbraucherbildung an Schulen. „Solange Verbraucherbildung nicht in allen Bundesländern etabliert ist, kommt es auf das Engagement der einzelnen Schulen an“, so Nicole Tuletz. Das nun veröffentlichte Starter-Kit soll Schulen helfen, Verbraucherbildung gezielt umzusetzen. Nach der unverbindlichen Anmeldung im Netzwerk Verbraucherschule können interessierte Schulen das Starter-Kit kostenlos erhalten.

Auf vier Seiten widmet sich das Starter-Kit der Auszeichnung Verbraucherschule: Dort erfahren Schulen, wie sie sich bewerben können, wie sie ihr Schulprofil mit Verbraucherbildung schärfen können und mit welchen Ansätzen bereits ausgezeichnete Schulen punkten konnten. Weiterführende Informationen zur Auszeichnung und Bewerbung sind zudem auf der Webseite zu finden.
Schulen, die Verbraucherbildung bereits aktiv umsetzen, können sich noch bis zum 31. Oktober 2017 um die Auszeichnung Verbraucherschule bewerben.

Das Starter-Kit als praktischer Einstieg

Auf insgesamt zwölf Seiten werden ausgewählte Impulse in Form von Unterrichts- oder Projektvorschlägen vorgestellt. Dabei geht es vom Thema Upcycling und Plastikvermeidung über Taschengeldplanung und das eigene Girokonto bis hin zu umfangreicheren Maßnahmen, wie die „Exkursion Lebensmittelverschwendung“ oder der „Projekttag Ernährung“. Auch das Themengebiet „Medien & Information“ greift ganz unterschiedliche Aspekte für Unterrichtseinheiten auf: z.B. Recherchetechniken, das Thema Cybermobbing oder Daten in sozialen Netzwerken. Jeder Impuls ist versehen mit Angaben zur benötigten Zeit, der geeigneten Klassenstufe sowie empfohlenen Fächern für die Umsetzung und kann individuell auf die Bedürfnisse und den Lernstand der Schülerinnen und Schüler angepasst werden. Ergänzt werden diese Impulse mit realen Praxisbeispielen ausgezeichneter Schulen. Eine Linkliste mit Angeboten und Materialien zum Thema Verbraucherbildung von außerschulischen Partnern rundet das Starter-Kit ab.


Nicole Tuletz

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Nicole
Tuletz
Projektkoordinatorin „Auszeichnung Verbraucherschule“

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