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Feiern bis der Arzt kommt?

(c) Pexels CC0

16.06.2014

Partydrogen als Thema im Unterricht

Party machen und verschiedene Drogen konsumieren – für einige Jugendliche ist das ganz normal. Doch der gleichzeitige Konsum von Alkohol, Cannabis, Ecstasy und Co. birgt unkalkulierbare Risiken. Altersgemäße Suchtprävention kann den Blick Jugendlicher darauf schärfen. Das aktuelle Material der Woche setzt dazu aufs Stationenlernen und viele unterschiedliche Unterrichtsmethoden, die ohne erhobenen Zeigefinger auskommen.

Herausgeber des Unterrichtsmaterials mit dem Titel „Voll gut drauf?“ ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV. Sie richtet sich mit dem Material vor allem an Jugendliche in der Berufsorientierung, -vorbereitung und -ausbildung sowie an Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgangsstufen. Unabhängige Bildungsexperten haben Inhalt und Aufmachung des Materials im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands auf den pädagogischen Prüfstand gestellt und mit der Gesamtnote „gut“ bewertet. 

Das steht auf dem Stundenplan 

Das aktuelle Material der Woche schärft den Blick Jugendlicher für die Risiken und unterschiedlicher Drogen und die physischen und psychischen Gefahren des Mischkonsums verschiedener Betäubungsmitteln. Die Schülerinnen und Schüler  beschäftigen sich unter anderem mit den unterschiedlichen Wirkungen von Drogen, ihren Folgen für die Gesundheit und etwaigen rechtlichen Folgen, die Drogenkonsum am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg nach sich ziehen kann. Außerdem erfahren sie, welche Minimalregeln sie beachten sollten, wenn sie trotz der bekannten Risiken Drogen konsumieren wollen – und an wen sie sich wenden können, wenn sie sich Hilfe bei Suchtproblemen wünschen.

Stationenlernen im Unterricht 

Für die Umsetzung der Unterrichtseinheit hat die DGUV fünf Stationen entwickelt. Als Einstieg dient ein kurzer Film, in dem zwei junge Männer über ihre Erfahrungen mit Drogen berichten. An der ersten Station machen sich die Jugendlichen dann über einen Lückentext mit dem Einfluss von Drogen und ihrer psychoaktiven Wirkung auf das Gehirn vertraut; in einem Brainstorming sammeln sie alle Wirkungen von Drogen, die Ihnen einfallen. An den weiteren Stationen werfen sie unter anderem einen Blick in das Jugendschutz- und Betäubungsmittelgesetz oder diskutieren, ob Informationen zu weniger riskantem Konsumformen dazu beitragen können, Drogenkonsum sicherer zu machen. Außerdem recherchieren sie, welche Verhaltensregeln und Hilfsmaßnahmen bei Drogen-Notfällen taugen. Für die Behandlung der gesamten Unterrichtseinheit sollten Lehrkräfte zwei Doppelstunden Zeit einplanen.

Service für Lehrerinnen und Lehrer

Zur Vorbereitung des Unterrichts können Lehrkräfte auf zwei Hintergrundtexte zurückgreifen, die über Grundlegendes zum Thema Drogen und Mischkonsum informieren. Ein didaktisch-methodischer Kommentar führt sie in Einstieg, Verlauf und Nachbearbeitung des Themas im Unterricht ein. Für die Unterrichtsgestaltung selbst stehen fünf kopierbare Arbeitsblätter inklusive Lösungsblätter zur Verfügung. Einsetzen lässt sich das Material fächerübergreifend sowie im natur- und sozial-wissenschaftlichen Unterricht.