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Häufige Fragen (F.A.Q.)

Wer kann mir bei Fragen weiterhelfen? Warum sollte ich mich im Netzwerk Verbraucherschule anmelden? Und was ist eigentlich eine Verbraucherschule? Hier beantworten wir Ihre Fragen zur Auszeichnung.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Bei Fragen rund um die Auszeichnung, Interessensbekundung und Bewerbung können Sie sich jederzeit gerne an unsere Projektkoordinatorin Nicole Tuletz wenden: per E-Mail (verbraucherschule@vzbv.de) oder über das Kontaktformular unserer Website.

Warum sollte ich mich im Netzwerk Verbraucherschule anmelden?
Schulen, die sich als Verbraucherschule bewerben wollen oder die Unterstützungsangebote des Netzwerks nutzen möchten, müssen sich vorab im Netzwerk Verbraucherschule anmelden. Erst nach der Anmeldung erhalten sie die Bewerbungsunterlagen und den Zugang zu den Unterstützungsangeboten.
Die Anmeldung und Teilnahme im Netzwerk sind vollkommen kostenfrei und dienen allein der Unterstützung und Betreuung interessierter Schulen. Die Teilnahme kann jederzeit gekündigt werden, die personenbezogenen Daten werden dann sofort gelöscht.

Wie kann ich mich bewerben?
Vor der Bewerbung muss sich jede Schule im Netzwerk Verbraucherschule anmelden – nur so erhalten Sie die Bewerbungsunterlagen. Die Unterlagen für die Auszeichnung 2017 (Bewertungszeitraum: Schuljahr 2016/2017) können Sie dann bis zum 31. Oktober 2017 in digitaler Form einreichen. Die Kontaktdaten finden Sie im Bewerbungsbogen.

Kann meine Schule Verbraucherschule werden?    
Jede staatlich anerkannte, allgemeinbildende Schule kann Verbraucherschule werden.
Im Download-PDF finden Sie eine ausführliche Aufstellung aller Kriterien.

Was ist eine Verbraucherschule?
Verbraucherschulen setzen sich durch Bildung aktiv für Verbraucherschutz ein: Sie schärfen bei Schülerinnen und Schülern den kritischen Blick auf Konsumentscheidungen und vermitteln Alltagskompetenzen im Klassenzimmer und außerhalb des Unterrichts. Sie beziehen dabei die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen als zentralen Bestandteil ein und behandeln die vier Handlungsfelder der Verbraucherbildung (siehe die Frage: „Welche Themen umfasst Verbraucherbildung?“) Schülerinnen und Schüler führen beispielsweise Marktchecks durch, bewirtschaften den Schulgarten oder informieren als Medienscouts ihre Mitschülerinnen und Mitschüler über Fallstricke bei Online-Einkäufen oder Preisvergleichsportalen.
In der Auszeichnungsrunde 2016 wurden erstmals 14 Schulen als Verbraucherschule ausgezeichnet – davon sieben als Verbraucherschule Silber und sieben als Verbraucherschule Gold. Hier können Sie sich alle ausgezeichneten Verbraucherschulen ansehen.

Welche Vorteile bringt eine Auszeichnung für unsere Schule?
Ihre Schule kann ihr Profil als Verbraucherschule schärfen und sich öffentlichkeitswirksam als Institution positionieren, die sich in besonderer Weise für die Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzt. Als ausgezeichnete Verbraucherschulen erhalten Sie eine Plakette für das Schulgebäude und Nutzungsrechte des Auszeichnungslogos zum Beispiel für die Schulhomepage und Briefköpfe. Die Auszeichnung bietet eine gute Gelegenheit, sich auch in der lokalen Presse zu präsentieren.
Nicht zuletzt zeigen Sie als ausgezeichnete Verbraucherschule, dass Sie der Vermittlung von Alltagskompetenzen einen gesellschaftlichen Stellenwert beimessen und sich aktiv dafür engagieren.

Warum gibt es die Auszeichnung Verbraucherschule?
Die Auszeichnung ist ein weiterer Baustein, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen, verantwortungsvolle Konsumentscheidungen zu treffen. Die Kultusministerkonferenz hat Verbraucherbildung an Schulen im Jahr 2013 durch einen Beschluss gestärkt, sie findet sich mittlerweile in vielen Lehrplänen der Bundesländer wieder. Auch die Verbraucherschutzministerkonferenz setzt sich mit ihrem Beschluss aus dem Jahr 2014 für mehr Verbraucherbildung ein.
Die bereits ausgezeichneten Verbraucherschulen zeigen, wie die Vermittlung von Konsum- und Alltagskompetenzen in das Schulangebot integriert werden können – sie setzen Verbraucherbildung in Unterricht und Schulalltag um. Dieses vielfältige Engagement für Verbraucherbildung an den Schulen möchte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) würdigen und für eine möglichst große Öffentlichkeit sichtbar machen.

Wer entscheidet über die Auszeichnung?
Inwiefern eine Schule als Verbraucherschule ausgezeichnet wird, entscheidet unsere kompetente und unabhängige Jury. Sie setzt sich aus Experten der Verbraucherbildung zusammen und begutachtet die Bewerbungen anhand spezifischer Kriterien.
Informationen zu den Kriterien und der Jury finden Sie hier.

Wer steckt hinter der Auszeichnung?
Die Auszeichnung Verbraucherschule wird vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) entwickelt und vergeben. Das Projekt ist gefördert durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz (DSV).

Was ist Verbraucherbildung?
Kinder und Jugendliche stehen in ihrem Alltag einer Fülle von Konsumgütern gegenüber. Wo und unter welchen Bedingungen diese hergestellt wurden oder ob diese für ihr Alter geeignet sind, entzieht sich oft ihrer Kenntnis.
Verbraucherbildung fördert die Alltags- und Konsumkompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Verbraucherbildung ermöglicht Kindern und Jugendlichen, ihr Leben verantwortungsbewusst für sich und andere zu gestalten – auch in der komplexen und sich kontinuierlich verändernden Konsumgesellschaft.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre „Fürs Leben lernen: Verbraucherbildung ist Zukunft“.

Welche Themen umfasst Verbraucherbildung?
Die Einbeziehung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ist zentraler Bestandteil von schulischer Verbraucherbildung. Als Querschnittsthema kann Verbraucherbildung in alle Fächern integriert werden und umfasst vier Handlungsfelder. Unten aufgelistet finden sie die vier Handlungsfelder und entsprechende Themenbeispiele:

Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht
•    Verträge, AGBs etc.
•    Altersvorsorge
•    Versicherungen
•    Geldanlagen und Sparen
•    Budgetplanung und Haushaltsführung
•    Kreditwesen
•    Preisentstehung
•    Werbung / Marketing
•    Schuldenprävention
•    …

Ernährungs- und Gesundheitsbildung
•    Lebensmittel: Nährwerte, Inhaltsstoffe, Kennzeichnung
•    Essenszubereitung
•    Gesunde Lebensführung
•    Bewegung
•    Lebensmittelmarketing
•    Pestizide, Chemikalien, genveränderte und biologische Lebensmittel
•    Lebensmittelproduktion
•    …

Medien und Information
•    Datensicherheit und Passwörter
•    Informationsbeschaffung und -bewertung
•    Urheberrechte
•    Marketingstrategien
•    Verträge im Internet / AGB / Nutzungsbedingungen
•    Cybermobbing
•    Soziale Netzwerke
•    …

Nachhaltiger Konsum und Globalisierung
•    Nachhaltige Lebensführung
•    Globalisierung und fairer Handel
•    Klima und Energie
•    Bio- und andere Siegel
•    Ökologischer Fußabdruck
•    Mobilitätsmöglichkeiten
•    Produktionsketten
•    …

Hinweis für Bayerische Schulen
Bayerische Schulen können sich als Partnerschule Verbraucherbildung Bayern über den VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. auszeichnen lassen:
Die Auszeichnung wird in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vergeben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützt dieses Anliegen.
Die Partnerschule Verbraucherbildung Bayern ist für den aktuellen Auszeichnungszeitraum der Auszeichnung Verbraucherschule Silber des vzbv gleichgesetzt. Eine gesonderte Auszeichnung durch den vzbv findet in Bayern nicht statt.
Bayerische Schulen, die Zugriff auf die Unterstützungsangebote der Auszeichnung Verbraucherschule erhalten möchten, können sich im Netzwerk Verbraucherschule anmelden.

 

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