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Jugendliche informieren sich übers Weltgeschehen bevorzugt übers TV

Kind vor Fernsehbildschirm - pixabay.com/de/kinder-tv-fernsehen-home-menschen-403582/

(c) mojzagrebinfo - pixabay - CC0 Public Domain

16.12.2015

Studie „Jugend, Information, (Multi-) Media“

Knapp dreieinhalb Stunden – so lange sind Zwölf- bis 19-Jährige an einem durchschnittlichen Tag online. Größtenteils um sich mit anderen auszutauschen, aber auch auf der Suche nach Informationen. Wenn es ums aktuelle Zeitgeschehen geht, vertrauen sie einem anderen Medium mehr als dem Netz. 

Da ist das Fernsehen weiterhin ihr Informationsmedium erster Wahl. Wenn es also darum geht, was gerade in der Welt passiert, in der Bundespolitik oder auch beim Sport auf Bundesebene. Das ist ein Ergebnis der neuen JIM-Studie, für die der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) im Frühsommer 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren telefonisch interviewt hat.

Insgesamt ist das Internet allerdings die bevorzugte Informationsquelle der befragten Mädchen und Jungen. Bei acht von 14 Themen, zu denen sich die Befragten regelmäßig schlau machen, liegt es vorne. Das gilt zum Beispiel für Infos zu Computer- oder Onlinespielen, für alles rund ums Smartphone oder zu Information bei aktuellen persönlichen Problemen. Auch wenn es um Fragen zu Ausbildung und Beruf geht, favorisieren die Zwölf- bis 19-Jährigen das Netz. 

Ihr liebstes Angebot dort: YouTube. 63 Prozent der Befragten benannten die Videoplattform als erste Anlaufstelle im Netz. Am liebsten schauen sie sich dort Musikvideos an. Erklärvideos und Online-Tutorials finden ebenfalls viele junge Zuschauer. Auf Platz zwei der beliebtesten Angebote folgt – mit weitem Abstand – das Soziale Netzwerk Facebook (36 Prozent). Platz drei belegt der Messenger WhatsApp (29 Prozent). 

Unterm Strich, so die Studienautoren, bewegten sich Kinder und Jugendliche in einem enorm vielfältigen Informations- und Medienangebot. Dass sie nicht auf einen Kanal alleine vertrauten, zeige, dass sie „kritisch und selbstbestimmt mit Medienangeboten umgehen können“. Allerdings hätten sie mit dem Smartphone jetzt ein Instrument in der Hand, das ihnen viel Selbstkontrolle und Reflektion abverlange, etwa in Hinsicht darauf, wie oft und lange sie es nutzen. „Erwachsene“, schließt die Studie, „können hier mit gutem Vorbild vorangehen“.

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