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Klimafreundliche Ernährung: Ideen für den Unterricht mit Jugendlichen

02.03.2015

„Ein Teller voller Klima“

Sich gesund und abwechslungsreich ernähren und dabei noch das Klima schonen – wie das geht, zeigt das aktuelle Material der Woche. Es schärft den Blick Jugendlicher auf ihre Ernährungsgewohnheiten sowie deren Folgen fürs Klima und gibt ihnen etliche Ideen an die Hand, mit denen sie selbst mehr Klimaschutz auf ihre Teller zaubern können. 

Herausgeber der Unterrichtseinheit „Ein Teller voller Klima“ ist das Unabhängige Institut für Umweltfragen. Es hat die Materialien, die sowohl in der Schule als auch im außerschulischen Umfeld eingesetzt werden können, für Jugendliche ab zwölf Jahren entwickelt. Unabhängige Bildungsexperten, die die Unterrichtsideen im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. (vzbv) auf den pädagogischen Prüfstand gestellt haben, bewerten sie mit der Gesamtnote „sehr gut“.

Das können die Schülerinnen und Schüler lernen

Das aktuelle Material der Woche hilft Jugendlichen dabei, den Einfluss ihres Ernährungsstils auf das Klima einzuschätzen und zu bewerten. Sie beschäftigen sich unter anderem mit den Grundlagen einer nachhaltigen Ernährung, lernen entsprechende Nahrungsmittel kennen und erfahren, wie sie Mahlzeiten energiesparend zubereiten können. Vermittelt werden ihnen die entsprechenden Kenntnisse und Kompetenzen durch Spiele und Rechercheaufgaben, durch Fachtexte und das gemeinsame Zubereiten klimafreundlicher Mahlzeiten, für die etliche Rezepte be-reit stehen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte liegen auf den Vorteilen der ökologischen Land- und Viehwirtschaft, auf dem Klimanutzen regionaler und saisonaler Lebensmittel sowie den CO2-Emisionen, die mit verschiedenen Ernährungsstilen einhergehen. 

Aufgaben für den Unterricht

Ausgangspunkt für die einzelnen Module ist die gemeinsame Zubereitung klima-freundlicher Mahlzeiten. Es folgen Sachinformationen, Lückentexte oder Ideen für Rollenspiele, mit denen die Schülerinnen und Schüler ihr neu erworbenes Wissen festigen können. In der Rolle eines Vegetariers und der Vertreterin eines großen Fleischproduzenten beziehen sie zum Beispiel Position für oder gegen den Fleischkonsum. Bei einem Supermarktbesuch recherchieren sie, welche regionalen und saisonalen Produkte dort angeboten werden und wie deren Klimabilanz gegenüber Waren aus ferneren Ländern abschneidet. Dem unterschiedlichen Flächenbedarf für die Produktion von Fleisch und dem von Getreide oder Kartoffeln gehen sie in eigenen Vergleichen auf die Spur. Warum Wasser schneller siedet, wenn ein Topf auf dem Deckel ist, und was dieser Unterschied für den Energieverbrauch bedeutet, führen sie sich in einem Experiment vor Augen.   

Service für Lehrerinnen und Lehrer

Das aktuelle Material der Woche bietet Lehrkräften zu jedem Modul Ideen für den Unterrichtsverlauf sowie Hinweise zu den zugrundeliegenden Methoden und Lern-zielen, zu den benötigten Materialen sowie zum zeitlichen Umfang. Didaktisch orientiert sich die Unterrichtseinheit an den Ideen der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie an Maßgaben des Forschungsprojekts REVIS zur „Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung in allgemein bildenden Schulen“. Einsetzbar ist das vorliegende Material im fächerübergreifenden Unterricht und im Zuge von Projekttagen. Außerdem taugt es für die Stundengestaltung in gesellschafts- oder naturwissenschaftlichen Fächern.