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Kritischer konsumieren: Konsumaniac hilft

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24.11.2013

Unterrichtsideen für Jugendliche

Was hat der eigene Lebensstil mit dem Klimawandel oder der Umweltverschmutzung zu tun? Und wie lassen sich schlimme Folgen des eigenen Konsums vermeiden? Das aktuelle Material der Woche bietet Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren Antworten auf diese Fragen. Es lässt sie einen Blick hinter die Kulissen ihres eigenen Lebensstils werfen und präsentiert ihnen viele Alternativen zum schlichten „Weiter-so“.

„Konumaniac“, so der Titel des vom Umweltdachverbands Österreich herausgegebenen Unterrichtsmaterials, schärft den Blick Jugendlicher auf ihre Konsumgewohnheiten und deren Folgen. Es flankiert die Website www.konsumaniac.de, kann aber auch losgelöst davon eingesetzt werden. Unabhängigen Bildungsexperten, die die Unterrichtsideen im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands auf den pädagogischen Prüfstand gestellt haben, bewerten sie mit „gut“.

Das können Schülerinnen und Schüler lernen

„Konsumaniac“ führt Jugendliche in vier aufeinander aufbauenden Modulen an die Themenkomplexe Lebensstil und Konsum heran. Zur Einführung überlegen die Jugendlichen zunächst, was Lebensstile für sie überhaupt bedeuten und welche negativen Folgen nicht-nachhaltige Lebensstile haben können. Im Anschluss können sie ihre eigenen Konsummuster kritisch überprüfen, unter anderem anhand der Beispiele Kleidung, Lebensmittel sowie Bauen und Wohnen. Zum Abschluss des Unterrichtsprojekts stehen Konsumalternativen auf dem Stundenplan. Hier geht es zum Beispiel um das vom Selbermachen bestimmter Produkte oder den Tauschen von Waren und Dienstleistungen als Alternative zum herkömmlichen Einkauf.

Aufgaben und Übungen

„Konsumaniacs“ bietet Dutzende Leitfragen und Übungsaufgaben zu den jeweiligen Modulen, die sich größtenteils direkt im Unterricht einsetzen lassen. Dabei wird überwiegend auf Eigenaktivitäten der Schülerinnen und Schüler gesetzt: Sie recherchieren zum Beispiel, was nachhaltiger Konsum meint, stellen ihre eigenen Einkäufe auf den Nachhaltigkeitsprüfstand oder gehen den Herstellungsbedingungen bestimmter Produkte auf die Spur. Außerdem gibt es zahlreiche Anregungen für Unterrichtsbesuche, Gedankenexperimente oder Aktionen an der eigenen Schule, etwa zur Organisation eines Flohmarktes. An vielen Stellen verweist das Material zudem auf Filme, Videos oder tiefer gehende Sachinformationen, die bei Bedarf in den Unterricht integriert werden können. Sämtliche Übungen und Aufgaben sind mit Angaben zur vermutlichen Dauer versehen.

Methodisch-didaktische Hinweise

Das aktuelle Material der Woche orientiert sich am didaktischen Konzept der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Es gibt Schülerinnen und Schülern Raum für selbstständige Recherchen, zum Führen von Interviews, zur Organisation von Events oder der Präsentation eigener Ergebnisse. Lehrkräfte können die Übungen und Aufgaben je nach Belieben und vorhandener Zeit ausbauen und anpassen. Besonders geeignet ist das Material für Projekttage. Daneben taugt es auch zum Einsatz in den Fächern Deutsch, Ernährungslehre, Ethik, Sozialkunde oder Wirtschaft.