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Medien und Sexualität

07.07.2013

Bildungs-DVD zeigt Zusammenhänge

Sexualität, eigentlich etwas sehr Intimes und Privates, ist durch Werbung und die Medien mehr und mehr zu etwas Öffentlichem geworden. Warum das so ist, was sich Werbeleute und Medienmacher davon versprechen und was die allgegenwärtige Darstellung von Sexualität für die Identitätsfindung Jugendlicher bedeutet, das erläutert das aktuelle Material der Woche – die Bildungs-DVD „Medien und Sexualität“.

Die von der Leipziger gemeinnützigen Agentur medienblau konzipierte DVD richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der sechsten Klasse. Sie zeigt ihnen unter anderem, wie alltägliche Medienangebote und Werbung unsere Vorstellungen von Mann und Frau, Schönheit, Liebe und Sex beeinflussen und welche Rolle das Internet als Bühne sexualisierter Selbstdarstellungen spielt. Vom Verbraucherzentrale Bundesverband beauftragte Bildungsexperten bewerten Aufbau und Inhalt der Bildungs-DVD mit „sehr gut“.

Darum geht es in der DVD

Die DVD „Medien und Sexualität“ enthält neben einer knapp halbstündigen Reportage drei kürzere, grafisch animierte Erklärfilme sowie darauf aufbauende Arbeitsmaterialien für den Unterricht. Die Reportage wagt einen Blick hinter die Kulissen der Vorabendserie „Verbotene Liebe“ und erklärt anhand dieses Beispiels, wie und mit welchen Absichten deren Produzenten sexualisierte Darstellungen in die Handlung einbauen. In den drei kürzeren Clips geht es unter anderem um durch Werbung und Medien idealisierte Körper- und Rollenbilder sowie die sexualisierte Selbstdarstellung in den Medien. Außerdem finden sich auf der DVD eine ausführliche Anleitung zum Erstellen von Videoclips im Rahmen des Schulunterrichts, ein interaktiver Wissenstest sowie das von klicksafe.de herausgegebene Handbuch „Let`s talk about porno“.

Der Einsatz im Unterricht

 Für die Bearbeitung der Filmsequenzen bieten die Autoren insgesamt drei Arbeitspakete. Sie lassen sich separat oder im Block einsetzen und sind unterschiedlich schwierig und zeitaufwändig. Hier geht es unter anderem um die Fragen, wie Sex in der Werbung zum Erfolg führen soll oder was in den Medien als typisch männlich oder typisch weiblich dargestellt wird. Für die Bearbeitung des ergänzenden medienpädagogischen Projektvorschlags zum Dreh eines eigenen Videofilms müssen mindestens sieben Schulstunden veranschlagt werden. In den Erläuterungen zu diesem Projekt stehen die technischen Voraussetzungen, das Erstellen eines Drehkonzeptes, dessen Einspielen und Schnitt im Vordergrund.

Methodisch-didaktische Hinweise

Die einzelnen Unterrichtsvorschläge eignen sich für den Einsatz im Biologie-, Ethik oder Gesellschaftskundeunterricht, können aber auch im Zuge von Projekttagen genutzt werden. Ein gemeinsamer Schwerpunkt aller Aufgaben liegt auf der Unterscheidung zwischen Inszenierung und Realität in den jeweiligen Medienangeboten. Lehrkräfte können in jeder Einheit auf eine ausführliche Beschreibung der Lernziele, des Unterrichtsablaufs sowie die Lösungen für die Arbeitsblätter zurückgreifen.