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Rechnen mit Euro und Cent: Budgetplanung leicht gemacht

Taschenrechner mit Euro- und Centmünzen

(c) werbefabrik - Pixabay - CC0

01.12.2014

Tipps für den Unterricht mit Jugendlichen

Wer am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig hat, sollte seinen Umgang mit Geld auf den Prüfstand stellen. Hapert es an den Einnahmen? Gibt man zu viel Geld aus? Wo stecken die größten Kostenblöcke, wo lassen sich vielleicht einige Euro sparen? Wie das geht und man Ordnung in die eigenen Finanzen bringt, zeigen zahlreiche gut bewertete Unterrichtsmaterialien im Materialkompass des Verbraucherzentrale Bundesverbandes vzbv. Folgende Auswahl eignet sich vor allem für den Unterricht mit Jugendlichen.

Finanzen im Griff: Budgetplanung – muss das sein?

Diese Frage klärt die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände in einem Modul ihrer umfangreicheren „Unterrichtshilfe Finanzkompetenz“, die in erster Linie als Werkzeugkoffer für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt wurde. Das Modul zur Budgetplanung glänzt im Materialkompass des vzbv mit der Gesamtnote „sehr gut“ und taugt für Unterricht in der Sekundarstufe 1. Die Jugendlichen lernen damit unter anderem die Grundlagen der Einnahmen- und Ausgabenrechnung kennen, beschäftigen sich mit den Unterschieden zwischen Sparbuch und Girokonto und recherchieren, welches Konto am besten zu ihnen passt. Außerdem lernen sie verschiedene Formen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs kennen und Kreditangebote nach wesentlichen Kriterien zu vergleichen. Warum und wie Kreditinstitute um Kinder und Jugendliche werben, ist ebenfalls Thema. Eine Verknüpfung mit den weiteren Modulen der „Unterrichtshilfe Finanzkompetenz“ ist möglich.

Prävention in der Schuldnerberatung: Modul Budgetplanung

Wie man die eigenen Finanzen im Griff behält, zeigt auch ein kostenfreies Unterrichtsmodul, das die Koordinierungsstelle Schuldnerberatung in Schleswig-Holstein für ihren Materialordner „Prävention in der Schuldnerberatung“ entwickelt hat. Das Modul zur Budgetplanung eignet sich für die Klassen 6 bis 10 und führt Jugendliche in zehn Übungen an die Grundlagen einer systematischen Haushaltsplanung heran. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Buchführung als Instrument der Budget- und Finanzplanung kennen, machen sich mit wiederkehrenden Ausgaben in privaten Haushalten vertraut und überlegen, wo sie selbst ihre Ausgaben drosseln können. Eine Vorlage für einen ausfüllbaren Haushaltsplan sowie eine Anleitung zu einem Schuldenpräventionsspiel sind in dem mit der Gesamtnote „gut“ bewerten Modul enthalten. Es lässt sich ebenfalls mit weiteren Modulen des Materialordners verknüpfen, etwa mit denen zu den Themen „Werbung und Konsum“ oder „Die erste Wohnung“.

Fit fürs eigene Geld: mit dem Einkommen auskommen

Speziell an Berufsneulinge richten sich diese Unterrichtsvorschläge des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Die im Materialkompass mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewerteten Unterrichtsideen legen in insgesamt fünf Modulen die Grundlagen für einen verantwortlichen und selbstbestimmten Umgang mit Geld und wurden jeweils für ca. vier Schulstunden konzipiert. Thematisch geht es unter anderem um Wünsche und Bedürfnisse und die Lebensplanung unter finanziellen Aspekten, um den richtigen Umgang mit Banken und Sparkassen, um unseriöse Kreditvermittlungen und die finanzielle Vorsorge fürs Alter. Außerdem lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, wie die Budget- und Finanzplanung funktioniert und was sie tun können, um nicht in die Schuldenfalle zu tappen. Sämtliche Module bieten Lehrkräften auf einen Blick die wichtigsten Infos zum jeweiligen Schwerpunkt sowie einen Ablaufplan für den Unterricht.

Materialkompass

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