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Schulstart mit dem „Blauen Engel“: Papierwende zum Mitmachen

05.08.2015

Jugendliche zücken „Blaue Karten“

Recyclingpapier ist gut für die Umwelt. Standard ist es aber noch nicht. Die neue Schulstart-Kampagne des Umweltzeichens „Blauer Engel“ will das ändern. Auch mit „Blauen Karten“, die zögerliche Händler umstimmen sollen. 

Jugendliche sollen die Karten an jene Händler in ihrer Stadt verteilen, die kein Recyclingpapier anbieten. Sie soll sie zum Umdenken bewegen und für die „Papierwende“ gewinnen. „Wenn es uns gelingt, unsere Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten deutlich zu machen, werden Handel und Hersteller ihr Angebot ändern müssen“, sagt Volker Teichert, Vorsitzende der Jury Umweltzeichen.

An einigen Orten wurden Jugendliche schon aktiv. In Hessen präsentierten Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule Hofheim jüngst die Ergebnisse ihres  Recyclingpapier-Marktchecks: Ihr Fazit: „Die Unterschiede vor allem in den Filialen großer Handelsketten sind krass.“ Ein getestetes Handelsunternehmen habe so gut wie kein Recyclingpapier angeboten, ein anderes fast ausschließlich Papierprodukte mit dem „Blauen Engel“. 

Jugendliche, die selbst einen Marktcheck durchführen wollen, finden auf der Website des Umweltzeichens einen Leitfaden für die Aktion sowie gute Argumente für Papierprodukte mit dem Engel: Für dieses müssen nämlich keine Bäume gefällt werden, denn es besteht zu 100 Prozent aus Altpapier. Außerdem werden bei der Herstellung rund 60 Prozent weniger Energie und 70 Prozent weniger Wasser verbraucht als bei der Herstellung von Frischfaserpapier.

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