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Verbraucherschutzminister Maas will mehr Verbraucherbildung

360grad_heiko-maas

(c) BMJV

02.12.2015

Verbraucherbildung wichtiges Glied der Verbraucherschutz-Kette

Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas hat sich für mehr Verbraucherbildung in der Schule ausgesprochen. Das sei schon angesichts der Beschleunigung wichtig, die das alltägliche Leben durch die zunehmende Digitalisierung erfahre. 

Das sagte der Chef des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz am 24. November im Zuge des Debatten- und Meinungsforums „360grad“, zu dem sein Haus eingeladen hatte. Mit Maas diskutierten Trendforscher Prof. Peter Wippermann, ARD-Verbraucherexpertin Yvonne Willicks und Lina Ehrig, Leiterin des Teams „Digitales und Medien“ im Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Der Bundesminister sprach sich im Lauf der Diskussion wiederholt für mehr Verbraucherbildung aus. Wie sehr sich Verbraucher vor Konsumentscheidungen informieren, könne die Politik ihnen nicht abnehmen, so Maas. Aber sie könne sie dazu anhalten, sich vorher schlau zu machen. Und das habe „dann wieder etwas damit zu tun, was man Leuten vielleicht in der Schule mit auf den Weg geben sollte“, sagte der Bundesminister. Nötig sei eine Verbraucherschutz-Kette von mehr Verbraucherbildung bis hin zu einer besseren Rechtsdurchsetzung, so der Minister.

Wichtig sei das auch vor dem Hintergrund der rasanten Beschleunigung, die viele Lebens- und Konsumbereiche durch die zunehmende Digitalisierung erfahren. „Auch für den Verbraucher wird alles beschleunigt vonstatten gehen“, so Maas. Schon deswegen müsse man in der Verbraucherbildung ansetzen, um früh das Bewusstsein der Menschen dafür zu schärfen, welche Informationen beim Kauf eines Produktes von besonderer Bedeutung sind. 

Um die Verbraucherinnen und Verbraucher in der digitalen Welt besser zu schützen, brauche es zudem verbindliche, wirkungsvolle Verbraucherschutzstandards. Auch gelte es, das Bewusstsein der Menschen etwa im Umgang mit ihren Daten im Internet weiter zu schärfen. Hier sehe er noch Aufholbedarf. 

Mit Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas hat sich dieses Jahr bereits der dritte Chef eines Bundesministeriums für mehr schulische Verbraucherbildung ausgesprochen. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hatte sich bereits im Frühsommer für ein Schulfach „Alltagswissen“ stark gemacht. Christian Schmidt, Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, plädierte im Herbst für mehr schulische Verbraucherbildung.

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