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Verpackung und Müllvermeidung

15.12.2013

Wissenswertes und Aktionsvorschläge

Etwa 250 Millionen Tonnen Kunststoffprodukte werden weltweit jedes Jahr produziert. Ein Drittel davon wird in Verpackungen und Wegwerfartikel verarbeitet – die sich vielerorts zu immer höheren Müllbergen türmen. Was man dagegen tun kann, welche Alternativen es zu Plastikverpackungen gibt und wie sich Verpackungsmüll vermeiden lässt, zeigt das aktuelle Material der Woche. Es eignet sich für den Unterricht ab der Klasse 10 und will Jugendliche für einen nachhaltigeren Konsum gewinnen.

Die Bildungsmappe „Verpackung und Müllvermeidung“ wurde von der Hamburger Nichtregierungsorganisation Agrar Koordination in der Reihe „KonsUmwelt“ herausgegeben und enthält neben umfangreichen Sachinformationen Aktionsvorschläge für Jugendliche. Unabhängige Bildungsexperten, die das Material im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands auf den pädagogischen Prüfstand gestellt haben, bewerten es mit „gut“.

Die Themen der Bildungsmappe

Mit der vorliegenden Bildungsmappe wirbt die Agrar Koordination für einen bewussten Umgang mit knappen natürlichen Ressourcen. Das Material gliedert sich in drei Sachkapitel: Zunächst geht es um Kunststoffverpackungen wie Plastiktüten oder Folien, deren Zusammensetzung und Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Der zweite Teil dreht sich um die Frage, was mit Kunststoffmüll in Deutschland überhaupt passiert. Hier geht es unter anderem um Möglichkeiten und Grenzen des Recyclings von Plastikverpackungen und die thermische Verwertung von Kunststoffen, sprich: die Müllverbrennung. Abschließend werden Strategien zur Müllreduktion vorgestellt, unter anderem das „Cradle to Cradle“-Konzept, bei dem Produkte so hergestellt werden, dass sie wieder verwendbar, schadstofffrei in die Natur zurückgeführt oder als Rohstoff neu genutzt werden können.

Ideen für Aktionen und Arbeitsvorschläge für den Unterricht

Flankiert werden diese Sachinformationen durch Ideen für den Unterricht sowie Tipps für weiterführende Recherchen. Die Schülerinnen und Schüler sind beispielsweise aufgefordert, Vor- und Nachteile verschiedener Getränkeverpackungen aus ökologischer Sicht zu diskutieren, sich näher mit Plastikmüll in den Ozeanen zu beschäftigen oder Vor- und Nachteile von sogenanntem „Bio-Plastik" zu recherchieren. Außerdem enthält die Bildungsmappe einige kleinere und größere Aktionsvorschläge, etwa den Besuch einer offenen Werkstatt, die kaputt gegangene Gebrauchsgegenstände repariert, damit diese nicht weggeworfen werden müssen.

Methodisch-didaktische Hinweise

Das aktuelle Material der Woche orientiert sich an den Leitlinien der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und will Jugendlichen die Grundlagen für nachhaltige (Konsum-) Entscheidungen vermitteln. Die vorliegende Bildungsmappe eignet sich besonders für Projekttage. Ein konkreter Unterrichtsverlauf wird nicht vorgegeben. Viele Hinweise auf weiterführende Informationen, Filme oder Kampagnen bieten Anknüpfungspunkte für eine tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema Kunststoffmüll und dessen Vermeidung. Die Publikation ist Teil einer Reihe von Bildungsmaterialien, die die Agrar Koordination unter dem Namen „KonsUmwelt“ erstellt hat.

Materialkompass

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