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Wettbewerb mit aktuellen Themen: Bargeld abschaffen und mit 16 wählen?

Das Plakat zum Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2017. (c) Bundeszentrale für politische Bildung.jpg

Ausschnitt aus dem Plakat zum Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2017. (c) Bundeszentrale für politische Bildung.jpg

28.08.2017

Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2017

Schüler sollen selbst aktiv werden. Sie sollen Politik mitgestalten. Doch wie können sie motiviert werden, sich mit aktuellen Themen intensiv auseinander zu setzen? Eine Möglichkeit zeigt die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) mit ihrem jährlichen Schülerwettbewerb. Auch 2017 hat sie wieder zwölf Projektthemen zur Auswahl vorgegeben, die Schülerinnen und Schüler gemeinsam bearbeiten können - viele davon entstammen Themenbereichen, die auch für die Verbraucherbildung von Relevanz sind.

„Heute bezahlt man häufig ohne Bargeld und wer eine Rechnung zu bezahlen hat, überweist den Betrag bargeldlos auf elektronischem Wege. Und jetzt hat man angefangen darüber nachzudenken, ob man Bargeld ganz abschaffen sollte“, heißt es in einer Aufgabe für das vierte bis achte Schuljahr. Darunter folgen ganz konkrete Aufgaben: Sprecht in der Klasse eure Erfahrungen mit Geld. Informiert euch über den Tauschhandel und die Geschichte des Geldes. Stellt euch vor, dass es kein Bargeld mehr gibt und so weiter. Am Ende soll eine Wandzeichnung entstehen oder sechs Infotafeln, die darstellen, wie sich Zahlungsmittel und Geld immer wieder verändert haben, welche Folgen es hätte, wenn das Bargeld abgeschafft würde und was die Klasse davon hält.

Elf weitere von diesen konkreten Themen und Arbeitsaufträgen hat die Bundeszentrale für politische Bildung für den Wettbewerb 2017 ausgeschrieben – sechs der Aufgaben sind ausgelegt für die Jahrgangsstufen 4 bis 8, sechs weitere für die Stufen 8 bis 12. Für die 8. Klassen gibt es seit diesem Jahr wieder Wahlfreiheit bei den Themen, sie können also wählen, ob sie bei den Jüngeren oder Älteren mitmachen.

Die jüngeren Schüler können sich beispielsweise noch mit Kinderrechten, Kindernachrichten oder Schönheitsidealen auseinandersetzen. Auch die älteren Schüler haben die Möglichkeit, das Thema Bargeld zu bearbeiten, unter dem Titel „Hände weg vom Bargeld?“. Weitere Themen sind Whistleblower, Flüchtlinge in Deutschland oder „Wählen ab 16“. Auch Big Data wird aufgegriffen unter dem Titel „Daten sind das neue Gold“. Die Aufgaben fordern Schüler auf, sich mit Datenspeicherung und Datenschutz auseinander zu setzen und eine Präsentation dazu zu erarbeiten.  Zu jeden der Themen gibt die BpB Tipps für weitere Informationen und eigene Veröffentlichungen sowie Hinweise zur jeweiligen Präsentationsform.

Teilnahmebedingungen

Die Themen sind bewusst so breit gestreut, dass in vielen Unterrichtsfächern Projekte gestartet werden können. Teilnahmeberechtigt sind alle Klassen 4 bis 12 aller Schulformen aus der ganzen Welt. Teilnehmen können immer gesamte Klassen, nur beim Thema „Politik brandaktuell“ für ältere Schüler können auch Kleingruppen ab fünf Personen teilnehmen. Die Schüler sollen bei jedem der Themen möglichst alles rund um das Projekt selbst organisieren – die Lehrkräfte dürfen den Schülern natürlich mit ihrem Rat zur Seite stehen. Wichtig ist, dass alle Einsendungen vorher angemeldet werden. Einsendeschluss ist nach Anmeldung der 11. Dezember 2017.

Der Schülerwettbewerb der BpB ist der größte und älteste deutschsprachige Wettbewerb zur politischen Bildung. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Insgesamt werden 350 Preise vergeben: Als Hauptgewinne sind elf Reisen für die ganze Klasse ausgeschrieben, für fünf Tage nach Berlin, Bonn, Mainz, Dresden, München, Leipzig, Paris oder Prag. Darüber hinaus gibt es Geldprämien und Sachpreise.

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