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Cybermobbing: Stress und Ärger in sozialen Netzwerken

In der Einstiegsphase machen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Begriffen "Mobbing" und Cybermobbing" vertraut. Mit Hilfe einer Geschichte, in der ein Mädchen scheinbar zum Cybermobbing-Opfer ihrer Klasse wird, sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Cybermobbing sehr leicht entstehen, aber auch falsch interpretiert werden kann. Thematisiert werden individuelle Handlungsmotivationen der Personen aus der Geschichte und Besonderheiten von Konfliktsituationen im Internet.
Darauf aufbauend sollen die Schülerinnen und Schüler eine Lösung für das in der Geschichte beschriebene Problem finden. Der Fokus liegt hierbei insbesondere darauf, welche Personen in der Geschichte was tun können, um die Situation zum Guten zu führen.
Abschließend wird die Geschichte auf die Lebenswelt der Schülerinnen bzw. auf die eigene Schule übertragen. Es werden mögliche Probleme, Präventions- und Lösungsmaßnahmen erarbeitet. Als gemeinsames Arbeitsprodukt wird eine Wandzeitung vorgeschlagen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen außerdem über das Gelernte und Behandelte reflektieren.

Das Material zum Thema "Cybermobbing: Stress und Ärger in sozialen Netzwerken" bietet thematisch viel Potenzial sich mit Formen und Wahrnehmungen von Mobbing auseinanderzusetzen. Der Fokus der Unterrichtseinheit liegt dabei weniger auf einer fachlichen Diskussion als vielmehr auf den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Anhand einer Geschichte wird eine beispielhafte Mobbing-Situation aufgearbeitet und anschließend auf die Umgebung der Schülerinnen und Schüler übertragen. Der inhaltliche Konstrukt ist dabei sinnvoll und hat einen lösungsorientierten Ansatz. Methodisch und didaktisch bietet das Material nur wenig Variationen. Die Vorgaben für Methoden und den Unterrichtsverlauf werden stark vorgegeben, Möglichkeiten für Abwandlungen und Anpassungen werden nicht genannt, sind jedoch mit einfachen Umgestaltungen möglich. Der Unterricht verläuft meist frontal und lässt wenig Raum für individualisierte Arbeitsweisen. Gestalterisch hat das Material wenig zu bieten. Der Begleittext für die Lehrkraft sowie auch die Arbeitsblätter für die Schülerinnen und Schüler sind einfach und pragmatisch gehalten.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
Das Material zum Thema "Cybermobbing: Stress und Ärger in sozialen Netzwerken" bietet thematisch viel Potenzial sich mit Formen und Wahrnehmungen von Mobbing auseinanderzusetzen. Mobbing und Cybermobbing sind wichtige, aber auch sensible Themen in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen, so dass eine unterrichtliche Auseinandersetzung sinnvoll ist. Die Stärke des Materials liegt hierbei auf dem Zugang zum Inhalt. Es wird nicht viel Wert auf eine umfassende Definition von Mobbing und Cybermobbing gelegt, vielmehr werden die Meinungen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler einbezogen. Eine Geschichte verdeutlicht die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Mobbing und geht beispielhaft auf den Entstehungsprozess sowie des Verlauf ein. Interessant ist der Aspekt, dass es sich in der Geschichte laut Definition nicht um Mobbing handelt. Diese Ausgangssituation bietet für den Unterricht eine Diskussionsgrundlage, Mobbing bzw. Cybermobbing von kurzzeitigen Ärgereien abzugrenzen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in dieser Unterrichtseinheit größtenteils lösungsorientiert. Die Geschichte wird auf das eigene Umfeld übertragen, es sollen Lösungs- und Präventionsmaßnahmen gemeinsam erarbeitet werden. Didaktisch und methodisch bietet das Material nur wenig Variationen. Viele der Aufgabenstellungen sind auf die erwarteten Antworten beschränkt und ermöglichen im Hinblick auf den geplanten Verlauf der Unterrichtseinheit nur wenig neue Wege. Fragen und Aufgaben werden fast ausschließlich im Unterrichtsgespräch mit der gesamten Klasse nachgegangen, so dass individualisierten und differenzierten Lösungsansätzen wenig Raum gegeben wird. Dadurch verläuft der Unterricht größtenteils lehrerzentriert. Die Einzel- und Partnerarbeiten, die an wenigen Stellen vorgeschrieben werden, wirken dem sporadisch entgegen. Die Ergebnissicherung erfolgt ebenfalls in der Klassengemeinschaft. Eine individuelle Auseinandersetzung mit neuen Erkenntnissen und Gelerntem ist kein Bestandteil des Unterrichtsverlaufes. Obwohl die Methodik und Didaktik stark vorgegeben ist, kann eine Lehrperson diese jedoch leicht verändern. Auch die Wahl der Medien (vorgesehen sind Tafel und OHP) können sehr einfach durch kreative und zeitgemäße Varianten verändert werden. Die Gestaltung der Materialien ist insgesamt sehr einfach und pragmatisch gehalten. Für Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe könnte ein ansprechenderes Design attraktiv wirken. Über eine ästhetische Aufmachung des Materials hat man sich bei der Erstellung des Materials keine Gedanken gemacht, sodass die Arbeitsblätter eher langweilig wirken. Insgesamt ist das Material durch seine einfache Formatierung (Überschriften und Absätze) und seine Kürze sehr übersichtlich.
Erscheinungsjahr
0
Autor/in
Moritz Becker
Reihe
Preis
ISBN
Materialformat