Title

Der Preis des Kostenlosen

Wie Daten im Netz zu Geld werden

Das Unterrichtsmaterial "Der Preis des Kostenlosen" vom Hessischen Rundfunk thematisiert in 6 Modulen à 90 Minuten die Bereiche Datenschutz, soziale Netzwerke und andere kostenlose Internetdienste, Werbung und die gesellschaftlichen Standpunkte zu diesen Themen. Grundlage der Module sind Hörfunkbeiträge, die 2012 im Hessischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt entstanden sind. Das Material wurde für den Unterricht strukturiert und thematisch gerahmt. Die 6 Module können zusammenhängend aber auch getrennt voneinander im Unterricht thematisiert werden.

"Der Preis des Kostenlosen" vom Hessischen Rundfunk ist eine sehr kritische Auseinandersetzung über den Umgang mit datenschutzrechtlichen Aspekten von Facebook, Google und Co. Methodisch bietet das Material nur wenig Vorgaben. Die angebotenen Methoden wiederholen sich und sind nur geringfügig innovativ oder kreativ. Die Themen werden in Gruppenarbeiten, Online-Recherchen und durch Präsentationen erarbeitet. Die Lehrkraft spielt thematisch eine untergeordnete Rolle. Inhaltlich geht das Material auf unterschiedliche Perspektiven des Lerngegenstandes ein. Gut gelungen ist die Darstellung des Dilemmas über die Nutzung von kostenlosen Angeboten. Leider kommt der Bezug zur eigenen Mediennutzung zu kurz. Dies wäre insbesondere am Ende der Einheit wichtig, sodass nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch etwas gelernt wurde. Die formale Gestaltung ist in Ordnung. Zu bemängeln ist an dieser Stelle, dass das Abrufen der Hörbeiträge nicht einwandfrei funktioniert und keine Kopiervorlagen bereitgestellt werden.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
"Der Preis des Kostenlosen" vom Hessischen Rundfunk ist eine sehr kritische Auseinandersetzung über Unternehmen wie Facebook, Google und Co., die ihr Geld durch das Schalten von personenbezogener Werbung und der Weitergabe von Daten verdienen. Methodisch bietet das Material nur wenig Vorgaben, sodass die Lehrkraft dazu angehalten ist didaktische Anpassungen vorzunehmen. Die angebotenen Methoden wiederholen sich und sind nur geringfügig innovativ oder kreativ. Größtenteils werden die Themen in Gruppenarbeiten, Online-Recherchen und durch Präsentationen erarbeitet. Die Lehrkraft spielt thematisch eine untergeordnete Rolle und übernimmt vor allem die Verantwortung über organisatorische Prozesse. Inhaltlich geht das Material auf unterschiedliche Perspektiven des Lerngegenstandes ein. Gut gelungen ist die Darstellung des Dilemmas über die Nutzung von kostenlosen Angeboten. Leider ist der Bezug zur eigenen Mediennutzung insofern nicht gelungen, dass die Schülerinnen und Schüler sich nicht aktiv mit dem eigenen Nutzungsverhalten auseinandersetzen. Dies wäre insbesondere am Ende der Einheit wichtig, sodass die Schülerinnen und Schüler mit einer konkreten Idee von alternativen Mediennutzungsgewohnheiten konfrontiert werden. Die formale Gestaltung ist in Ordnung. Zu bemängeln ist an dieser Stelle, dass das Abrufen der Hörbeiträge nicht einwandfrei funktioniert und keine Kopiervorlagen bereitgestellt werden. Geeignet ist das Material aufgrund seiner Gestaltung, aber auch aufgrund des komplexen Themas und der Herangehensweise eher für ältere Schüler (ab 9. Klasse).
Erscheinungsjahr
Autor/in
Manja Cocos, Markus Pleimfeldner, Henning Steiner
Reihe
Preis
ISBN
Materialformat