Title

Ein Teller voller Klima

Klimaschutz und Ernährung - Materialien für die schulische und außerschulische Bildung ab 12 Jahren

Das Material gliedert sich in vier Kapitel mit insgesamt 21 Modulen für die Auseinandersetzung mit Klimaschutz und Ernährung. Die Module/Unterrichtsbausteine richten sich an Jugendliche ab 12 bzw. teilweise ab 14 Jahren und können in der schulischen und außerschulischen Bildung eingesetzt werden.
Im ersten Kapitel geht es es um eine Bewusstmachung des eigenen Ernährungsstils (Reporterspiel), daran anschließend soll der Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimaschutz spielerisch erkannt werden. Hierbei stehen die Reflexion des eigenen Ernährungsverhaltens sowie das der Gruppe im Vordergrund.
Im zweiten Kapitel steht die Gegenüberstellung von industrieller und ökologischer Land- und Viehwirtschaft im Fokus. Informationsmaterialien dienen den Jugendlichen z. B. dazu, eine Präsentation zu den Unterschieden und Problemen zu erstellen, anhand von Thesen ein stilles Schreibgespräch durchzuführen, einen Einkaufsführer zu erstellen, ein vegetarisches Frühstück zuzubereiten und ein Rollenspiel durchzuführen.
Im dritten Kapitel geht es um die Klimabilanz einzelner Lebensmittel, wobei vor allem die Vorteile einer saisonalen und regionalen Lebensmittelauswahl erarbeitet werden.
Im vierten Kapitel geht es um Möglichkeiten der energiesparenden Nahrungszubereitung. Hier wird neben einfachen Experimenten zum Kochen im Alltag ("Deckel drauf", "Passende Töpfe") außerdem dazu angeleitet, mithilfe einer selbstgebauten Recycling-Kochkiste energiesparend zu kochen.
In der Übersicht zu jedem Kapitel werden Methode und Ziel, Alter der Jugendlichen, sowie das benötigte Material und Zeit angegeben. Die Bausteine bauen nicht zwingend aufeinander auf, sondern sind als unterschiedliche Angebote sowie als verschiedene Zugänge zu einer Thematik zu verstehen.

Das Material "Ein Teller voller Klima" bietet zahlreiche Zugänge für Jugendliche ab 12 bzw. 14 Jahren, um sich mit dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimaschutz auseinanderzusetzen. Erfreulicherweise bietet das Material hierfür vielfältige Methoden für eine handlungsorientierte Erarbeitung an, und berücksichtigt durchgehend die Lebenswelt der Jugendlichen. Die insgesamt vier Kapitel beschäftigen sich in didaktisch sinnvollen Zusammenhängen mit der Thematik. So folgen der Reflexion des individuellen Ernährungsverhaltens die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der globalen Ernährung, sowie deren Zusammenhang mit der industriellen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Durchgehend werden Handlungsalternativen für eine nachhaltige Ernährung aufgezeigt und durch eine sinnvolle Methodenvielfalt auch nachvollziehbar gemacht und/oder selbst erarbeitet. Experimente, Nahrungszubereitung, Erstellung von Flyern, Erkundung der Einkaufslandschaft, Erstellen eines Einkaufsführers sowie Rollenspiele sind gut vorbereitet, sodass abgesehen von einzelnen Internet-Recherchen keine zusätzlichen Materialien oder Infos für die durchführenden Lehrpersonen notwendig sind. Das Material wird mit sehr gut bewertet.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Sehr gut
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Das Material "Ein Teller voller Klima" wird insgesamt mit sehr gut beurteilt. Es enthält vielfältige Möglichkeiten für Jugendliche, sich mit dem Zusammenhang der individuellen Ernährung und der Welternährung einerseits, sowie der Klimaveränderung andererseits auseinanderzusetzen. In Anlehnung an die im REVIS-Projekt formulierten Bildungsziele werden Lernziele und Kompetenzerweiterungen benannt und angebahnt. Hierfür stehen vielfältige Methoden bereit, die überwiegend handlungsorientierte Lernszenarien berücksichtigen. Einzelne Bausteine im ersten Kapitel wirken zwar lehrerzentriert und schülerlenkend, knüpfen jedoch an die individuellen Voraussetzungen und unterschiedlichen Lebenswelten der Jugendlichen an. Im Vordergrund der Materialien stehen die Verhaltensweisen der Jugendlichen und mögliche Handlungsalternativen für eine nachhaltige Ernährungsweise, hierbei wird aber auch ausdrücklich die notwendige Begründung für diese Handlungsalternativen mit erarbeitet, sodass die Jugendlichen die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Thematik gut nachvollziehen können. Angeleitet durch Recherchen, Erkundungen und Rollenspiele werden die sinnvollen Verhaltensweisen eigenständig erarbeitet. Für fast alle Bausteine werden die notwendigen Hintergrundinformationen, Materialien und Arbeitsblätter bereit gestellt, Hinweise und Links für einzelne Recherchen werden ebenso mitgeliefert. In jedem Kapitel finden sich Bausteine für Jugendliche ab 12 Jahre, aber auch für ältere ab 14 Jahre. Die benötigte Zeit ist angegeben, muss jedoch evtl. an die jeweilige Lerngruppe angepasst werden. Insgesamt handelt es sich vor allem aufgrund der mehrperspektivischen Zugänge zur Thematik, um ein sehr empfehlenswertes Material für Schule, Projekt oder Jugendarbeit.