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Facebook: Mit Chancen und Risiken bewusst umgehen

"In dieser Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler durch eine Kombination von analytischen und produktiv-kreativen Aufgaben befähigt, risikobewusst und kompetent mit der Plattform Facebook und mit ihren persönlichen Daten in diesem sozialen Netzwerk umzugehen."
Zum Umfang des Materials gehören ein detaillierter Stundenverlaufsplan für insgesamt zwei Unterrichtsstunden, sämtliche benötigten Arbeitsblätter und Arbeitsaufträge für die Lerngruppe (inkl. Kopiervorlage Placemat Din A4) sowie ausführliche didaktisch-methodische Hinweise und Beschreibungen zu den einzelnen Unterrichtsphasen.
Nach einer kurzen Abfrage möglicher Risiken im Umgang mit Facebook, werden die Schülerinnen und Schüler zunächst aufgefordert ein fiktives Facebook-Profil mithilfe eines Arbeitsblattes zu erstellen. Diese werden untereinander getauscht und anhand von drei Leitfragen analysiert. Aufgrund dieser ersten Ergebnisse sollen die Schüler/-innen Handlungsempfehlungen formulieren und eine Ideensammlung erstellen.
In der zweiten Stunde können die Lernenden mithilfe von Personensuchmaschinen ihren "Ruf im Netz" kontrollieren und im Hinblick auf die Bewerbung für einen Praktikumsplatz bewerten. Nach dieser Problematisierung werden exemplarisch die Einstellungsoptionen und der Datenschutz bei Facebook anhand von neun Leitfragen analysiert. Hieraus sollen weitere Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die auf Plakaten präsentiert werden. Ein Musterbrief zur "Unterlassungsaufforderung" dient als Anschauungsmaterial für den Umgang mit ungewollt veröffentlichten Daten auf Profilen anderer.
Mithilfe der downloadbaren pdf-Dokumente (Arbeitsblätter, Verlaufsplan) ist eine Verwendung auch ohne Whiteboard möglich.

Das Material bietet eine detaillierte Planung für zwei Unterrichtsstunden mit Whiteboard und Computerarbeitsplätzen (max. 2 Schüler/-innen pro PC). Auch wenn kein Whiteboard vorhanden sein sollte, gelingt mit diesem Material eine problemorientierte Auseinandersetzung mit der Datensicherheit in sozialen Netzwerken, die eine Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung der Jugendlichen befördert. Hierbei kommt die Unterrichtsplanung der Forderung nach Lebensweltnähe nach, ohne die Bedeutung sozialer Netzwerke im Leben der Jugendlichen herunter zu spielen. Sowohl die Arbeitsblätter als auch die Fragenkataloge zur vertiefenden Auseinandersetzung dienen der selbstständigen Arbeit der Lernenden, einer offenen Lernatmosphäre und wechselnden Sozialformen. Methodisch-didaktische Hinweise für die Lehrperson sind ausreichend vorhanden.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Sehr gut
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Das Material bietet eine problemorientierte Auseinandersetzung mit der Thematik "Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken" für Schüler/-innen mit oder ohne Erfahrung mit eigenen Profilen im Netz. Ausgangspunkt des zweistündigen kompetenzorientierten Unterrichts sind das Vorwissen und die Einstellungen der Lernenden bezüglich persönlicher Daten im Netz und das kreativ-spielerische Erstellen von fiktiven Profilen auf einem Arbeitsblatt (PC-Anwendung, aber auch als AB downloadbar). Durch die anschließende kriteriengeleitete Analyse dieser Profile wird ein erstes Problembewusstsein geschaffen und die Entwicklung eigener Handlungsempfehlungen vorbereitet. Die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit fiktiven aber authentischen Schüler-Profilen dient hierbei einer situativen Einbettung der realen Lebenswelten, ohne dass der pädagogische Zeigefinger erhoben wird. So wird die Bedeutsamkeit sozialer Netzwerke in den Lebenswelten der Jugendlichen akzeptiert, aber trotzdem die kritische Reflexion von Risiken und Gefahren ermöglicht. Besonders die Recherche der eigenen Person bzw. anderer bekannter Personen mithilfe von Personensuchmaschinen (yasni, usw.) verdeutlicht den Schülerinnen und Schülern, dass ihre persönlichen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten im Umgang mit sozialen Netzwerken von hoher Bedeutsamkeit und gefordert sind. Hierbei folgt der Unterrichtsablauf durchaus typischen Alltagshandlungen: erst einmal registrieren, Profil erstellen, Kontakte sammeln, die AGB´s lesen oder Beschäftigung mit Online-Hygiene kommt eher später oder gar nicht. Die Konfrontation mit möglichen Situationen im nahen Zukunftsbereich der Jugendlichen, wie beispielsweise die Suche nach einem Praktikumsplatz, macht unterschiedliche Perspektiven auf Facebook-Profile deutlich. Mögliches Handlungsziel der Thematisierung des Aspekts der Online-Hygiene ist der verantwortungsbewusste Umgang mit Datenschutz, um einerseits im Freundeskreis mithalten zu können, aber auch als potentielle/r Bewerber/in nicht mit negativen Fotos oder Details in Suchmaschinen aufzutauchen. Nicht zuletzt der zu bearbeitende Fragenkatalog dient in einem insgesamt handlungsorientierten Unterrichtsszenario der intensiven und kritischen Auseinandersetzung und strukturiert so die Lernprozesse sinnvoll. Für die Durchführung sind ein Whiteboard für die Phasen im Plenum und Computerarbeitsplätze zumindest für Einzel- und Partnerarbeiten vorgesehen. Sollte kein Whiteboard vorhanden sein, ist dies Material trotzdem durchaus sinnvoll einsetzbar, lediglich einzelne Auswertungsphasen müssten anders gestaltet werden.
Erscheinungsjahr
2012
Autor/in
Sebastian Marcks
Reihe
Unterricht am Whiteboard
Preis
ISBN
Materialformat