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Fake News im Netz erkennen

Das Unterrichtsmaterial „Fake News im Netz erkennen“ beschäftigt sich mit Falschmeldungen im Internet, ihrer Entstehung, sowie schwerpunktmäßig mit Wegen, Lügen im Internet zu erkennen. Es handelt sich um eine Unterrichtseinheit für eine Schulstunde (Deutsch, Sozialkunde, Ethik), die für Jugendliche der Jahrgangsstufen 8-10 konzipiert ist. Neben der Diskussion über ein reales Beispiel von „Fake News“ aus sozialen Netzwerken steht ein Videotutorial zum Erkennen von Lügen im Netz im Fokus der Unterrichtseinheit, welches den Ausgangspunkt für eine Gruppenarbeit zur Formulierung von Regeln zur Identifikation von „Fake News“ bildet. Dabei behandeln die Schülerinnen und Schüler u.a. Aspekte der Quellenprüfung oder der „Rückwärts-Bildersuche“. Das Lernziel besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler von der Existenz von Fake News wissen und Wege zur Entlarvung kennenlernen. Das Unterrichtsmaterial besteht aus einem Stundenablauf, einem Arbeitsblatt für die Schülerinnen und Schüler, einem Quiz zum Videotutorial sowie vertiefenden Informationen für die Lehrpersonen.

Das Material bietet einen interessanten, sehr anschaulich aufbereiteten, medial unterstützten und handlungsorientierten Ansatz, um Schülerinnen und Schülern das Thema "Lügen im Internet" näherzubringen - ein Thema, das immer stärker an Bedeutung gewinnt. Dabei können mit dem Material vor allem sehr lebensweltorientierte Kenntnisse über die Prüfung der Echtheit von Informationen im Internet (z.B. Quellenprüfung, Bildprüfung) vermittelt werden. Es bietet damit einen fundierten Einstieg in eine nähere Auseinandersetzung mit "Fake News" im Internet.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Das Material bietet einen interessanten, sehr anschaulich aufbereiteten, medial unterstützen und handlungsorientierten Ansatz, um Schülerinnen und Schülern das Thema Lügen im Internet näherzubringen - ein Thema, das immer stärker an Bedeutung gewinnt. Dabei können mit dem Material vor allem sehr lebensweltorientierte Kenntnisse über die Prüfung der Echtheit von Informationen im Internet (z.B. Quellenprüfung, Bildprüfung) vermittelt werden und bietet damit einen fundierten Einstieg in eine nähere Auseinandersetzung mit "Fake News" im Internet.Das Unterrichtsmaterial ist schülerorientiert. Das Material sieht in jeder Unterrichtsphase die Berücksichtigung der eigenen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Erprobung, Anwendung und Reflexion vor. Das Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, Falschinformationen aus dem Internet zu identifizieren, wird im Rahmen dieses Materials konsequent verfolgt. Dabei steht vor allem die Sach- und Urteilskompetenz im Fokus. Die im Material vorgesehenen Methoden sind vielfältig und unterstützen das angestrebte Lernziel. Den Schülerinnen und Schülern steht mit dem Arbeitsblatt ein sehr informatives Raster zur Verfügung, in das nicht nur reproduktiv Informationen aus dem Videotutorial übertragen werden sollen, sondern wo auch Raum für weitere Überlegungen gelassen wird. Im Rahmen des Materials sind sowohl Plenumsphasen als auch Gruppenphasen sinnvoll angelegt. In der Schlussphase der Unterrichtseinheit hätte ein noch stärker diskursives Moment eingebaut werden können, um abschließend eine Reflexionsphase über das erworbene Wissen zu implementieren. Dies ist sicherlich dann besonders gut möglich, wenn die Erweiterung der Unterrichtseinheit auf zwei Unterrichtsstunden gewählt wird. Die Arbeitsaufträge sind präzise. Das für den Einstieg gewählte Beispiel ist authentisch und eindrucksvoll, erscheint aber vor dem Hintergrund des angestrebten Stundenziels etwas komplex. Hier bedarf es einer unterstützenden Leitung durch die Lehrperson. Ein didaktischer Begleittext ist vorhanden, der Lehrpersonen einen roten Faden für die Durchführung der Unterrichtseinheit an die Hand gibt. Die ausgewählten Themen und Beispiele erscheinen realistisch und gehaltvoll. Sie enthalten zudem das Potenzial, dass sich die Schülerinnen und Schüler im Anschluss oder im Rahmen eine Erweiterung der Unterrichtseinheit näher mit der Thematik auseinandersetzen. Das Material stellt den Lebensweltbezug der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt, in dem Falschinformationen im Internet, vor allem in sozialen Medien thematisiert werden. Der Lebensweltbezug könnte noch verstärkt werden, wenn die als Erweiterungsoption angedachte Möglichkeit der eigenen Recherche von realen Beispielen genutzt und damit den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben wird, sich eigene für sie interessante Themenfelder auszuwählen. Das Material ist gemäß seines Titels "Fake News im Netz erkennen " darauf ausgelegt, dass die Schülerinnen und Schüler etwas darüber erfahren, wie Informationen im Netz zu bewerten sind und wie die Echtheit von Informationen im Internet geprüft werden kann. Die Multiperspektivität ist dann ganz besonders gegeben, wenn die in den vertiefenden Informationen für die Lehrpersonen aufgeführten unterschiedlichen Motive der Produzierenden von "Fake News" thematisiert und in einem angemessenen zeitlichen und inhaltlichen Rahmen diskutiert werden. Dies erscheint bei der straffen Stundenplanung in 45 Minuten eine Herausforderung. Das Material zielt darauf ab, bei den Schülerinnen und Schülern ein Problembewusstsein zu schaffen, dass hinter (falschen) Informationen im Internet unterschiedliche Interessen stehen können. Die Gesamtform des Materials ist sehr gelungen.Insgesamt ein überzeugender Unterrichtsentwurf.
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So geht Medien
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