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Finanzführerschein Online-Shopping

Finanzführerschein Online-Shopping

Dein Money-Tuning (ab Klasse 10)

Das Material besteht aus:
1. einem Schülerheft, das in einfacher, an Jugendliche gerichteter Sprache knapp (1/2-1 Seite) Informationen zu  Kaufen im Internet, Internetversteigerungen (Ebay), Onlinebanking, kostenpflichtigen Dienstleistungen im Internet, Musik-Tauschbörsen im Internet bietet,
2. jeweils einem Prüf- und Übungsbogen in Form von Multiple-choice Tests, die das Wissen, insbesondere den rechtlichen Rahmen, zu sogenannten Internetfallen in 30 Fragen abfragen,
4. Anregungen wie das Material im Unterricht (4-5 Unterrichtsstunden) verwendet werden kann.
Das Material ist nur über einen Passwort geschützten Bereich, das "Lehrerzimmer" erhältlich. Um Zugriff zu erhalten müssen Kontaktdaten und Informationen zur Schule an den Verein übermittelt werden.

Das Material bietet Informationen und viele gut gemeinte Hinweise, wie unbeabsichtigte Kosten durch Rechtsverstöße (Urheberrechtsverstöße beim Download), Betrug (Onlinebanking) oder Vertragsabschlüsse (kostenpflichtige Dienste im Internet) verhindert werden können. Eine intensive Auseinandersetzung, warum zum Beispiel illegales Filesharing trotz der rechtlichen Verstöße dennoch betrieben wird, bleibt aus.
Das Format der Führerscheinprüfung ist originell und kann motivierend sein. Dennoch ist fraglich, ob ein erfolgreiches Bestehen wirklich dem Kompetenzerwerb gerecht wird, den das Material für sich in Anspruch nimmt.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Der Finanzführerschein Onlineshopping richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 10. Mit dem Material sollen Jugendliche über Gefahren, Pflichten und Rechte bei Onlineaktivitäten aufgeklärt werden. Im Anschluss  gibt es Ratschläge zum planvollem Handeln um eine Verschuldung durch Rechtsbruch, Betrug oder unüberlegten Vertragsabschluss bei Internetaktivitäten zu verhindern. Dabei wird insbesondere auf die Pflichten und Rechte, die mit einer uneingeschränkten Geschäftsfähigkeit bei Internetaktivitäten verbunden sind, eingegangen. Die Frage warum Menschen, trotz besseren Wissens, dennoch in solche Fallen tappen bzw. bewusst Gesetze nicht beachten (z.B. beim Filesharing) wird nicht thematisiert. Diese Auseinandersetzung würde aber an die Schülerrealität anknüpfen und sicherlich das Potential für einen ertragreichen Unterricht bieten. Nach der Bearbeitung des Schülerhefts gibt es Multiple-choice Aufgaben zur Selbstkontrolle, danach einen Multiple-choice Test, den der Lehrende kontrolliert und bei erfolgreicher Bearbeitung den Lernenden eine "FinanzFührerschein-Urkunde" überreicht. Die gebotenen Informationen sind  knapp gehalten und beziehen sich auf sogenannte Internetfallen.  Die Methodik ist dabei konservativ (Material lesen, Fragen beantworten) in der Einbettung als "Führerschein-Prüfung" für einige Lerner aber sicherlich reizvoll. Der Vergleich mit dem KFZ Führerschein ist generell bedenklich, suggeriert er doch eine Befähigung zum Umgang mit Finanzfragen im Internet. Zwar sind die Bewertungsmaßstäbe durchaus streng. So werden falsche Antworten mit der rot dargestellten Fehlerpunktzahl bewertet und führen bei  7 falschen Antworten in der Regel zum Nichtbestehen der Prüfung. Dennoch ist damit eher ein Erfolgserlebnis im Sinne einer bestandenen Prüfung darstellt, als eine Befähigung zum Umgang mit kostenpflichtigen Angeboten im Internet. Dies wertet aber die Informationen und Handlungstipps nicht ab, sondern eher das Format als Befähigungsprüfung.
Erscheinungsjahr
2009
Autor/in
Reihe
Preis
ISBN