Title

Legal Highs

Der ungefährliche Weg zum Rausch?

Das Material besteht aus 9 pdf Dateien mit insgesamt 15 Schriftseiten.
Die Datei "Hintergrundinformationen für die Lehrkraft" (5 Seiten) bietet eine kurze Einführung in die Problematik, Hintergrundinformationen zu neuen psychoaktiven Substanzen, deren neurophysiologische Wirkungen, Risiken und die Rechtslage des Besitzes, Vertriebs und Gebrauchs der Drogen.
Die Datei "Didaktisch-methodischer Kommentar" (3 Seiten) beinhaltet die Zielsetzung des Materials, die Zielgruppe und eine Beschreibung des Unterrichtsverlaufs mit Einsatz der Arbeitsblätter.
Die Datei "Folie 1" bietet eine bunte Präsentationsseite mit einem Bild und 4 Fragen (zum Einstieg).
Es folgen 6 einseitige kopierfähige Arbeitsblätter mit den Themen:
Vielfalt der Substanzen und Wirkungen/ Gesetzliche Grundlagen/ Verfügbarkeit und Konsummuster/ Neurophysiologische Wirkung von Drogen auf das Gehirn/ Drogen manipulieren die Empfindung und Wahrnehmung/ Gefahren des Konsums und Fallbeispiele

Die Intuition und rhetorische Darbietung des Materials präsentiert die Dringlichkeit, auf die Gefährlichkeit von Legal Highs hinzuweisen. Allerdings eignet es sich nur eingeschränkt die Problematik hinreichend zu bearbeiten, da vor allem die fachliche Sicht behandelt wird (Substanz, rechtliche Grundlagen, neurophysiologische Wirkungen), und diese ausschließlich mit Recherchen im Internet erarbeitet werden muss. Der begleitende Hintergrundtext für die Lehrkraft beinhaltet zu wenig Information, um den Unterricht adäquat zu begleiten. Um die Tragweite der Problematik zu erfassen wären weitere Aktionen (Theaterszenen, Zeitungsberichten, Interviews) bereichernd und vor allem die (sozial-) psychologische Hinterfragung des Drogenkonsums wichtig. Mit Beachtung der Ergänzungen und etwas mehr Zeitbudget kann die Lehrkraft die Problematik zu Legal Highs im Unterricht durchaus umsetzen.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Befriedigend
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
Die Intuition und rhetorische Darbietung des Materials präsentiert die Dringlichkeit, auf die Gefährlichkeit von Legal Highs hinzuweisen. Allerdings eignet es sich nur eingeschränkt, um im Unterricht diese Problematik hinreichend zu bearbeiten. Es ist inhaltlich, didaktisch und methodisch etwas zu spärlich. Die grafisch etwas monotonen Arbeitsblätter bestehen aus sehr kurzen Texten und jeweils 4-5 fachlichen (durchaus interessanten) Fragestellungen, die sich vor allem auf die Substanzen, deren gesetzlichen Grundlagen, Verfügbarkeit und neurophysiologische Wirkungen beziehen. Sie müssen ausschließlich mit Hilfe von Internetrecherchen bearbeitet und beantwortet werden, es werden kaum Hintergrundinformationen oder weiterführende Links geboten. Der begleitende Hintergrundtext für die Lehrkraft ist interessant gestaltet, beinhaltet aber zu wenig fachliche Auskünfte, um anstehenden Fragen ausreichend Orientierung zu bieten. Der didaktische Rahmen mit kurzem (echtem!) Internet-Werbefilm für Legal Highs, einführenden Moderationskarten, Powerpoints und Zusammenstellung von Tipps ist für eine 4-stündige Unterrichtssequenz zwar möglich, allerdings sind 4 Teams bei einer durchschnittlichen Klassengröße von 25 Schüler/innen zu groß, um jedem Raum und Zeit für individuelle Bezüge zu bieten. Es wäre gut, hier zusätzliche Teams vor allem mit weitergehenden, handlungsorientierten Aufgabenstellungen anzuregen, die sich nicht nur auf die fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema befassen. Hier wären beispielsweise Theaterszenen, Zeitungsberichten, Interviews oder künstlerische Aufträge sicher bereichernd, um auch die Tragweite der Problematik zu erfassen. Vor allem die für dieses Thema wichtige (sozial-) psychologische Hinterfragung des Drogenkonsums kommt zu kurz. Leider gibt es für die Lehrkraft keine Hilfestellung zur pädagogischen Begleitung für Schüler/innen, die sich outen und ihren Drogenkonsum und ihre Erfahrungen präsentieren. Auch wäre eine rhetorische Unterstützung zur Ablehnung bei der Konfrontation mit den Drogen (in der Peergroup) wichtig. Mit Beachtung oben beschriebener Ergänzungen und etwas mehr Zeitbudget kann aber mit dem vorliegenden Material die Problematik zu Legal Highs im Unterricht durchaus umgesetzt werden – zu beachten ist allerdings, dass die Logos des Herausgebers (Unfallkasse) auf den Arbeitsblättern geschwärzt werden sollten, um eine werbeträchtige Beeinflussung der Schüler/innen vorzubeugen.