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Persönliches Finanzmanagement (10./11. Klasse)

Die Unterrichtsmaterialien „Persönliches Finanzmanagement“ für die 10. und 11. Klasse umfassen die beiden Module „Auf der sicheren Seite“ (4.4) zum thema Versicherungen und „Finanzmarkt und Vermögensanlage“ (4.5). Sie werden vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) herausgegeben und sind insofern für den österreichischen Kontext entstanden. Trotzdem sind sie (mit geringen Einschränkungen) auch für den bundesdeutschen Unterricht gut nutzbar.
Die Materialien umfassen „Lehrkräfteblätter“ mit Hintergrundwissen, „Methodenblätter“ mit einer Beschreibung der Methode, „Lehrkräftematerial“ wie Bilder, Kärtchen und Präsentationen sowie „Schülerarbeitsblätter“ und „Informationsblätter für Lehrkräfte und Schüler/innen“.

Modul 4.4
In diesem Modul werden Versicherungsthemen angesprochen. Dies umfasst eine Auseinandersetzung mit dem Risikobegriff in Form einer einleitenden Gruppenarbeit, unterstützt durch die Mind-Mapping-Methode. Daran schließt die Auseinandersetzung mit dem Prinzip der Risikogemeinschaft an, gefolgt von Recherchearbeiten zu Vertragsarten- und -sparten sowie der Analyse privater Versicherungsverträge. In der Auseinandersetzung mit einem Fallbespiel sollen Begriffe wie „Versicherungsvertrag“, „Vertragsbedingungen“, „Obliegenheiten“, „Rücktrittsrechte“ und „Kündigung“ ausdifferenziert werden.
Einschränkungen für die Übertragbarkeit auf den bundesdeutschen Kontext ergeben sich für die Informationen zum „Versicherungswesen Österreichs“. Begriffsdefinitionen (wie „Kulanz“, „Versicherer“ etc.) aus dem „Versicherungs-Lexikon“ können hingegen genutzt werden.
Das Material umfasst drei Übungseinheiten à 50 Minuten sowie einen Hausaufgabenvorschlag im Umfang von ca. 2 Stunden.

Modul 4.5
Das Modul behandelt Fragen um den Finanzmarkt und Vermögensanlagen. Dabei sollen Schüler/innen die Grundfunktionen sowie die Risiken des Finanzmarktes kennen lernen, die Einfluss auf ihr Leben haben. Als Einstieg in die Einheit ist eine Plenumsdiskussion vorgesehen, die den Schüler(inne)n zur Reflexion ihres Standpunktes verhelfen soll. Im Bereich Vermögensanlagen lernen sie Anlageprodukte kennen und teilen sie in Risikoklassen ein. Dabei werden die Kriterien „Risiko“, „Ertragschance“ und „Verfügbarkeit“ eingeführt und die Produkte auf einem „Risiko-/Ertragsstrahl“ angeordnet (Recherche/Hausaufgabe/Präsentation). Auch die Schutzmechanismen für Anleger/innen sollen behandelt werden. Außerdem stellen sich Fragen nach den Vermittler/innen (hier gibt es Unterschiede zu Deutschland!) von Anlageprodukten und den Folgen risikoreicher Anlagegeschäfte. Hierzu werden Fallbeispiele mit unterschiedlichen Lebenssituationen analysiert (Simulation eines Gesprächs zur Anlageberatung). Dabei erstellen Schüler/innen unterschiedliche „Anlegerprofile“ für drei unterschiedliche Lebenssituationen, anhand derer sie auch die Folgen von Verlusten analysieren.
Das Material umfasst vier Übungseinheiten à 50 Minuten sowie einen Hausaufgabenvorschlag im Umfang von ca. 30 Minuten.

Die Unterrichtsmaterialien „Persönliches Finanzmanagement“ für die 10. und 11. Klasse umfassen die beiden Module „Auf der sicheren Seite“ (4.4) und „Finanzmarkt und Vermögensanlage“ (4.5). Sie werden vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) herausgegeben und sind insofern für den österreichischen Kontext entstanden. Trotzdem sind sie (mit geringen Einschränkungen) auch für den bundesdeutschen Unterricht gut nutzbar. Allerdings stehen die Materialien nur im PDF-Format zur Verfügung, weswegen sich Änderungen als aufwendig erweisen. Das Material ist übersichtlich, lebensweltorientiert und bietet die Möglichkeit für offenes, kooperatives Lernen sowie individuelle Zugänge. Es ist methodisch vielfältig und gut strukturiert. Die Arbeitsaufträge bauen aufeinander auf und ermöglichen eine vertiefende Beschäftigung mit den Themen.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Sehr gut
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Die Unterrichtsmaterialien „Persönliches Finanzmanagement“ für die 10. und 11. Klasse umfassen die beiden Module „Auf der sicheren Seite“ (4.4) und „Finanzmarkt und Vermögensanlage“ (4.5). Sie werden vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) herausgegeben und sind insofern für den österreichischen Kontext entstanden. Trotzdem sind sie (mit geringen Einschränkungen) auch für den bundesdeutschen Unterricht gut nutzbar. Diese Einschränkungen gelten vor allem in Bezug auf die Informationen zum österreichischen Versicherungssystem. Auch im Bereich Anlageberatung kommt es zu Abweichungen, da in Österreich 2012 der Beruf des Wertpapiervermittlers etabliert wurde. Die Materialien stehen nur im PDF-Format zur Verfügung, weswegen sich Änderungen als aufwendig erweisen. Das BMASK stellt insgesamt sechs Module zur Verbraucherbildung bereit: • Kritischer Konsum/mündiges Konsumverhalten • Mobilität • Kommunikation/neue Technologien • Persönliches Finanzmanagement • Lebensplanung/Lebenskosten • Fremdes Geld Die „Unterrichtsblöcke“ sind in ihrer Konzeption variabel nutzbar, es können also „Auskopplungen“ vorgenommen werden. Allerdings bestehen Bezüge zwischen den einzelnen Aufgabenstellungen, die bei der auszugsweisen Verwendung von Materialien beachtet werden müssen. Die Materialien beinhalten meist einen einführenden Theorieteil, der durch Fallbeispiele und Trainingssequenzen ergänzt und vertieft wird. Zusätzlich enthalten die Materialien methodische Vorschläge, die individuell modifiziert werden können. Die zeitlichen Angaben sind ebenfalls nicht als verbindlich zu betrachten. Die Materialien umfassen „Lehrkräfteblätter“ mit Hintergrundwissen, „Methodenblätter“ mit einer Beschreibung der Methode, „Lehrkräftematerial“ wie Bilder, Kärtchen und Präsentationen sowie „Schülerarbeitsblätter“ und „Informationsblätter für Lehrkräfte und Schüler/innen“. Ein Übersichtsblatt erklärt die Abkürzungen und den Umgang mit den Materialien. Die Gestaltung der Materialien ist sehr einfach gehalten und einheitlich strukturiert, was erheblich zur Übersichtlichkeit beiträgt und den Inhalten den Vortritt lässt. Grafiken beziehen sich in sinnvoller Weise auf die Inhalte. Die Vorlagen lassen sich gut kopieren und es können Auskopplungen vorgenommen werden. Die Inhalte sind an der Lebenswelt der Schüler/innen orientiert und behandeln für sie relevante Themen. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven beleuchtet. Beispielsweise zeigen die Fallbeispiele unterschiedliche Wege der Lebensführung auf. Sie unterstellen den Wandel von Gegebenheiten und Bedürfnissen und geben Perspektiven für die Gestaltung, beispielsweise im Hinblick auf finanzielle Planungsentscheidungen. Auch die theoretischen Betrachtungen sind kontrovers und multiperspektivisch angelegt. Die methodische Gestaltung ist vielseitig und auf die Inhalte abgestimmt. Es wird eine offene Lernatmosphäre mit kooperativen Sozialformen angestrebt, die viel Raum für Beiträge der Schüler/innen lässt. Dabei sollen sie auch eigene Erfahrungen einbringen und Raum für die Analyse der individuellen Situation im Sinne von Transferprozessen bekommen.