Title

Schlankheitsideal

Baustein für einen schüler- und handlungsorientierten Unterricht in der 7. bis 10. Klasse

Das Material hat zum Ziel, ein selbstständiges bedürfnis- und bedarfsgerechtes Ernährungsverhalten von Jugendlichen zu fördern. Beleuchtet werden sowohl psychologische als auch physiologische Aspekte, die eine Grundlage zur Reflektion des eigenen Körpers und der Körperzufriedenheit im Spannungsfeld des propagierten Schönheits- und Schlankheitsideals bieten.

Das Unterrichtsmaterial ist sehr empfehlenswert, weil es mit breit angelegten Ideen und Anregungen einen projektorientierten Unterricht problemlos erstellen lässt. Ziel ist, ein selbstständiges bedürfnis- und bedarfsgerechtes Ernährungsverhalten von Jugendlichen zu fördern. Es werden sowohl psychologische als auch physiologische Aspekte ausreichend beleuchtet, die eine Grundlage zur Reflektion des eigenen Körpers und der Körperzufriedenheit im Spannungsfeld des propagierten Schönheits- und Schlankheitsideals bieten. Die Hintergrundinformationen sind sehr verständlich formuliert, hoch aufbereitet und beinhalten wissenschaftliche Literaturangaben. Wichtig ist die Auslegung des Ernährungsverhaltens, wobei die Komplexität aus biologischen und psychologischen Steuerungsvorgängen Beachtung finden. Sinnvolles Motto ist, dass erst ein selbstständiges Ernährungsverhalten zu einem gesunden Körpergewicht beiträgt. Soziokulturelle Einflussfaktoren und (idealtypische) Lebensstile finden hier genauso Berücksichtigung, wie die Prägung durch Werbung und den Schönheitsidealen der Gesellschaft. Anhand von Bausteinen, die die Elemente von der Einführung, über Projektbeispiele, Methoden und Arbeitsblätter beinhalten, können die Schüler selbst die Themen und Materialein auswählen. Hierbei ist ausreichend Raum, um eigene Projektvorschläge zu integrieren.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Sehr gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Das Unterrichtsmaterial ist sehr empfehlenswert, weil es anhand von schülergerechten, breit angelegten Ideen und Anregungen einen projektorientierten Unterricht erstellen lässt. Übergreifendes Ziel ist, ein selbstständiges bedürfnis- und bedarfsgerechtes Ernährungsverhalten von Jugendlichen zu fördern. Es werden sowohl psychologische als auch physiologische Aspekte ausreichend beleuchtet, die eine Grundlage zur Reflektion des eigenen Körpers und der Körperzufriedenheit im Spannungsfeld des propagierten Schönheits- und Schlankheitsideals bieten. Die Hintergrundinformationen sind sehr verständlich formuliert und hoch aufbereitet. Die Lehrkraft erhält ausreichend fundierte Erläuterungen, um sich selbst in diese Thematik sachkundig einzuarbeiten. Hierbei wird auch eine Körpererfahrung beleuchtet, die im Zusammenhang mit dem körperorientierten Bewegungsverhalten interpretiert wird. Spannend die Beispiele für die Körperwahrnehmung (sinnlich, kognitiv und taktil) als Aktion im Unterricht. Wichtig ist die Auslegung des Ernährungsverhaltens, wobei die Komplexität aus biologischen und psychologischen Steuerungsvorgängen Beachtung finden, die den realen Bedarf und das Bedürfnis an der Essmenge tragen. Motto ist, dass erst ein selbstständiges Ernährungsverhalten zu einem gesunden Körpergewicht beiträgt - dieses muss individuell erlernt werden. Soziokulturelle Einflussfaktoren und (idealtypische) Lebensstile finden hier genauso Berücksichtigung, wie die Prägung durch Werbung und den Schönheitsidealen der Gesellschaft. Um den Gewichtsstatus zu objektivieren, werden auch aktuelle Zahlen aus Gesundheitssurveys diskutiert und an den sog. Boby Mass Index (BMI) angelehnt. Umfangreiche wissenschaftliche Literaturangaben vervollständigen die umfassenden Hintergrundinformationen. Es folgen die Projektskizzen (Unterrichtsverläufe), deren sehr erlebnisorientierte Unterrichtsideen (Übungen genannt), wie Viereckspiel, Detektiv, Bilder machen, Promi Check, Massage, Fantasiereisen, Schokoladenübung u.v.a. eine flexible und interessensgelenkte Handhabung bieten. Die (20!) spannenden und reizvollen Übungen werden alle detailliert erklärt und mit grafischen Elementen attraktiv gestaltet, sodass die Umsetzung im Unterricht für die Lehrkraft plastisch und ersichtlich ist. Inhalt der folgenden sechs Arbeitsblätter ist vor allem, das Körperbild einer Frau / eines Mannes (in Badebekleidung) zu beurteilen und als gesund bzw. attraktiv zu beurteilen. Wohlmeinend ist das Ziel, die häufig verzerrte Wahrnehmung des Körperbildes etwas zu korrigieren. Allerdings kann hierbei die vorher geschulte Akzeptanz und Individualität des eigenen Körpers und Körperbaus (ohne Normen) womöglich wieder gefährdet werden, da die Bilder als Schemata und die Berechnung über den BMI (der übrigens nicht überall als Basis zur Definition von Über-/ Normal- und Untergewicht anerkannt ist) psychologisch als visuellen Richtwert eingeprägt werden: z.B. mit der Frage: Wer hat die attraktivste Figur? Und einer vorgegebenen Antwort: Figur Nr. 4. Insgesamt ein sehr fundiertes und ansprechend gestaltetes Unterrichtsmaterial, das aufgrund der Fülle der praxistauglichen Ideen die Lehrkraft zügig befähigt, einen abwechslungsreichen Unterricht mit diesem nicht ganz einfachen Thema undogmatisch zu bewerkstelligen.
Herausgeber
Erscheinungsjahr
Autor/in
Prof. Dr. Holger Hassel, Dipl.oec. troph. Ruth Rösch
Reihe
Preis
5.00 €
ISBN
978-3-8308-0840-4
Materialformat
Schlagworte