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START FREI: Präventionsprogramm gegen Jugendüberschuldung

Präventionsprogramm gegen Jugendüberschuldung

Die Zielgruppe des Materials liegt bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren. Das Material besteht aus vier Modulen, die jeweils für 2 Schulstunden konzipiert sind, aber auch (teilweise) auf bis zu 5 Stunden gestreckt werden können. Die  Module bauen aufeinander auf und bestehen aus verschiedenen Bausteinen, die beispielsweise Gruppenaufgaben, Filmclips zum Thema Jugendüberschuldung sowie Lernspiele beinhalten.

Die Module:
Modul 1 - Tabuthema Schulden
Modul 2 - Finanzwissen
Modul 3 - Mein Konsum und ich
Modul 4 - Konsum und Kontrolle

Das Material wird inklusive einer Anwendungsanleitung kostenlos über die projektbegleitende Webseite als Download zur Verfügung gestellt. Eine Vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Die Materialien sind als Einstieg in die Thematik Schuldenprävention geeignet. In 4 Modulen zu je 90 Minuten werden verschiedene Aspekte angesprochen. Teilweise bleibt es bei einem Anreißen einzelner Themen. 
Die Schwächen des Materials liegen in den Fachinformationen insbesondere in Modul 2 - Finanzwissen.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Sehr gut
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Die Materialien sind als Einstieg in die Thematik Schuldenprävention geeignet. In 4 Modulen zu je 90 Minuten werden verschiedene Aspekte angesprochen. Teilweise bleibt es bei einem Anreißen einzelner Themen.  Die dem ersten Modul zugrunde liegenden Zahlen zur Verschuldung von Jugendlichen basieren auf einer älteren Studie aus dem Jahr 2005. Der Einstieg in die Thematik erfolgt über drei Filme, die die Problematik der Überschuldung konkretisieren. Grundlage dafür ist Geschichte aus der Lebenswirklichkeit junger Menschen, die sowohl die Ursachen der Verschuldung der Protagonisten, wie auch erste Handlungsansätze aufzeigen. Es heißt in der Beschreibung: "Die Filme dienen als Ausgangspunkt für die kommenden Module, welche jeweils eine dieser beiden Bedingungen (kritische Finanzsituation und kritische Persönlichkeitseigenschaften) intensiv behandeln". Es fehlt an der Darstellung von unvorhergesehenen Ereignissen als Grund für eine Verschuldenssituation (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Trennung...). Die Schwächen des Materials liegen in den Fachinformationen insbesondere in Modul 2 - Finanzwissen. - Es fehlen z.B rechtliche Informationen in Bezug auf die Möglichkeiten, sich überhaupt als Minderjähriger (Zielgruppe des Materials) zu verschulden oder gar einen Kredit aufzunehmen (Stichwort: Kreditkarte) - Hinweis: Ein Minderjähriger bedarf zu einer Willenserklärung, durch die er nicht lediglich einen rechtlichen Vorteil erlangt, der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters. Für die Aufnahme eines Kredits ist sogar die Zustimmung des Familiengerichts notwendig. - Leasing wird fälschlicherweise als Kredit bezeichnet. - Der Haushaltsplan wird  in der Lösung nur verkürzt dargestellt. Es fehlen wesentliche Posten, wie zum Beispiel Hygieneartikel. Die Ausgaben für Essen und Trinken sind mit 110 Euro pro Monat sehr knapp bemessen. Es wird nicht zwischen festen und variablen Ausgaben unterschieden. In Teilen sind die Informationen oberflächlich. So fehlen zum Beispiel beim Kredit  tatsächliche Kosten bzw. Beispielrechnungen. So bleibt  nichts "greifbares". - Auf die Frage, ob eine Lebensversicherung sinnvoll ist, heißt die vorgegebene Antwort: "Nein danke, Sparen ist schön und gut. Aber eine Lebensversicherung ist in meinem Alter nicht unbedingt notwendig. Die kostet ja auch einige Gebühren. Außerdem ist der Zins, den ich bekomme, viel niedriger als der Zins, den ich für den Dispo zahle. Das ist ein Verlustgeschäft!" Auf die eigentliche Problematik, nämlich die langfristige Bindung und das damit einhergehende Risiko eines Verlustes bei vorzeitigem Vertragsausstieg wird nicht eingegangen. - Bei der Thematik Mahnverfahren werden Konsequenzen aufgezeigt für den Fall, dass Mahnschreiben ignoriert werden. Es fehlt jedoch an  Lösungsvorschlägen für den Fall, dass der Zahlungsaufforderung nicht nachgekommen werden kann. (Stichwort Schuldnerberatung)
Erscheinungsjahr
Autor/in
Projektgruppe Wirtschaftspsychologie der Universität Mannheim mit dem städtischen Leihamt Mannheim und dem Caritasverband Mannheim e.V.
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