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Sucht hat viele Gesichter

Der Unterrichtsbaustein "Sucht hat viele Gesichter" der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) enthält neben einer Auflistung der Lernziele bzw. Kompetenzen einen didaktisch-methodischen Kommentar für die Hand der Lehrkraft ("Sucht (k)ein Thema?") sowie zwei Texte mit Sachinformationen: "Was ist Sucht" und "Sucht-Potpourri". Für den Unterrichtseinstieg stehen eine Folie mit dem Titel "Sucht hat viele Gesichter - Kann es jeden treffen?" und ein Schaubild mit dem "Sucht-Potpourri" zur Verfügung.
Als Lehrmaterialien für die Schülerhand werden 6 Arbeitsblätter zu den Themen "Umwelt - Droge- Mensch", "Suchtverlauf", "Sucht als Lernprozess", "Es fängt so harmlos an...", "Gründe, Wirkungen, Folgen", "Beratungs- und Hilfsangebote" angeboten, die Grafiken, Texte und Arbeits- oder Rechercheaufgaben beinhalten. Außerdem gibt es eine umfangreiche Mediensammlung sowie Internetlinks zu weiterführenden Materialien und Beratungsstellen.

Der Unterrichtsbaustein "Sucht hat viele Gesichter" der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) ist für eine kurze Behandlung des Themas Suchtgefahren z. B. im Rahmen von Projekttagen oder als kurze Unterrichtssequenz gut geeignet, um das Thema Jugendlichen oder jungen Erwachsenen näher zu bringen und sie auf die Suchtgefährdung im Alltag, v. a. durch legale Drogen wie Alkohol, aber auch stoffungebundene Süchte (wie z. B. Kaufsucht) hinzuweisen. Es enthält neben gut formulierten Kompetenzzielen zwei Texte mit Sachinformationen für die Lehrkraft sowie einen ausführlichen und aussagekräftigen didaktisch-methodischen Kommentar, der den Verlauf der Unterrichtseinheit verständlich erläutert. Für eine ausführlichere Bearbeitung des Themas werden eine gut ausgewählte Mediensammlung mit Internetlinks zu weiterführenden Medien und eine Liste von Suchthilfe- und Beratungsstellen angeboten.
Für die Schülerhand gibt es sechs Arbeitsblätter, eine Folie und ein Schaubild mit dem "Suchtpotpourri" (Übersicht über die möglichen suchtauslösenden Stoffe oder Medien). Diese sollen Jugendliche dazu anregen, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Aufgabenstellungen sind in der Regel gut formuliert, aber grafisch und inhaltlich eher schmal gehalten. Die Form der Auswertung soll das Erstellen einer Power-Point-Präsentation oder einer Wandzeitung sein, was als Wiederholung auf fast jedem Arbeitsblatt etwas ermüdend wirkt. Hier wäre noch mehr Abwechslung oder auch Auflockerung mit Bildmaterial oder Anregungen zu aktivem Handeln möglich gewesen. Grundsätzlich ist das Material eine gelungene Anregung für eine Auseinandersetzung mit einem wichtigen, gesundheitsrelevanten Thema, das ggf. noch ergänzt werden sollte durch die weiterführenden Medien, z. B. der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Der Unterrichtsbaustein "Sucht hat viele Gesichter" der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) ist für eine kurze Behandlung des Themas Suchtgefahren z. B. im Rahmen von Projekttagen oder als kurze Unterrichtssequenz gut geeignet, um das Thema Jugendlichen oder jungen Erwachsenen näher zu bringen und sie auf die Suchtgefährdung im Alltag, v. a. durch legale Drogen wie Alkohol, aber auch stoffungebundene Süchte (wie z. B. Kaufsucht) hinzuweisen. In zwei Textteilen erhält die Lehrkraft Hintergrundwissen zur Entstehung von süchtigem Verhalten und zu 15 wichtigen suchtauslösenden Drogen, Genussmitteln oder Medien. Diese werden kurz und übersichtlich erläutert. Auf genauere Erklärungen zu psychologischen oder physiologischen Wirkungen einzelner Stoffe wird weitgehend verzichtet. Die Unterrichtssequenz wird begleitet von kurz formulierten Kompetenzzielen und einem recht ausführlichen und aussagekräftigen didaktisch-methodischen Kommentar, der die Unterrichtseinheit gut erläutert und auf die Verwendung der Arbeitsmaterialien verweist. Hier wird als Zielgruppe die Sekundarstufe II und speziell die Einführungsphase benannt. Unseres Erachtens ist jedoch auch eine frühere Auseinandersetzung mit dem Thema der Suchtgefahren notwendig, da die Konsumenten immer jünger werden, so dass ggfls. auch die 10. Klasse oder sogar die 9. Klasse in Frage käme. Für eine ausführlichere Bearbeitung des Themas werden eine gut ausgewählte Mediensammlung mit Internetlinks zu weiterführenden Medien und eine Liste von Suchthilfe- und Beratungsstellen angeboten. Die sechs Arbeitsblätter, eine Folie und ein Schaubild mit dem "Suchtpotpourri" (Übersicht über die möglichen suchtauslösenden Stoffe oder Medien) sind für die Schülerhand gedacht und sollen Jugendliche dazu anregen, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Aufgabenstellungen sind gut formuliert. Die Form der Auswertung soll das Erstellen einer Power-Point-Präsentation oder einer Wandzeitung sein, was als Wiederholung auf fast jedem Arbeitsblatt etwas ermüdend wirkt. Hier wäre noch mehr Abwechslung oder auch Auflockerung mit Bildmaterial oder Anregungen zu aktivem Handeln möglich gewesen. Grundsätzlich ist das Material eine gelungene Anregung für die Auseinandersetzung mit einem wichtigen, gesundheitsrelevanten Thema, das ggf. noch ergänzt werden sollte durch die weiterführenden Medien, z. B. der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Methodische Anregungen für eine Gestaltung des Unterrichts in Gruppen werden zwar angedacht, bleiben aber im Einzelnen der Gestaltung der Lehrkraft überlassen.