Title

Was hat Weizen mit Spekulationen zu tun?

Preisschwankungen bei Grundnahrungsmitteln und die Rolle von Warenterminbörsen

Das Material "Was hat Weizen mit Spekulation zu tun?" beschäftigt sich mit den Preisschwankungen bei Nahrungsmitteln. Der Zusammenhang von Hunger, Nahrungsmittelpreisen und Preisschwankungen aufgrund des Handels an Warenterminbörsen wird am exemplarischen Beispiel von Weizen aufgezeigt.
In drei Modulen sollen zentrale Erkenntnisse über das Thema vermittelt werden.
Im Modul A wird der "Statistische Warenkorb" in Deutschland mit Konsumausgaben in anderen Ländern verglichen. Hier geht man der Frage nach, was "Hunger" bedeutet und es werden Gründe und Ursachen für Preisschwankungen und Hunger gesammelt.
Im Modul B erfolgt eine Sensibilisierung für das Thema "Nahrungsmittelspekulationen" sowie die Vermittlung von Grundzügen, Zusammenhängen, zentralen Begriffen und Fachbegriffen für Warentermingeschäfte und Rohstoff-Investmentfonds ("Freuen Sie sich über steigende Preise? - Werbung der Deutschen Bank"). Diese Grundlagen sollen dann anhand eines Planspiels "Warenterminbörse" erlebt und vertieft werden.
Im Modul C erfolgen abschließend eine Bewertung und die Erarbeitung von möglichen Alternativen.

Das vorliegende Unterrichtsmaterial "Was hat Weizen mit Spekulationen zu tun?" wurde für die gymnasiale Oberstufe für das Fach Sozialkunde entwickelt. Es setzt sich detailliert mit dem Handel an Warenterminbörsen, Schwankungen von Lebensmittelpreisen und der Wirkung auf die globale Ernährungssituation insbesondere von Hunger auseinander. Die Beschäftigung mit dem Thema Nahrungsmittelspekulationen ist in der Verbraucherbildung zwingend notwendig, jedoch aus einer anderen Perspektive. Die Stärke des Materials ist die detaillierte und problemorientierte Auseinandersetzung mit der Funktionsweise von Warentermingeschäften, Terminbörsen und Investmentfonds, jedoch werden viele widersprüchliche Aspekte der Weltgetreideernte und z.B. ihrer gerechteren Verteilung in Bezug auf den Hunger nur angerissen und nicht weiter thematisiert. Der Fokus des Materials liegt somit eher auf der ökonomischen Bildung und nicht auf der Verbraucherbildung.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Befriedigend
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Befriedigend
Ausführliche Bewertung
Das vorliegende Unterrichtsmaterial "Was hat Weizen mit Spekulationen zu tun?" wurde für die gymnasiale Oberstufe für das Fach Sozialkunde entwickelt. Es setzt sich detailliert mit dem Handel an Warenterminbörsen, Schwankungen von Lebensmittelpreisen und der Wirkung auf die globale Ernährungssituation insbesondere von Hunger auseinander. Die Beschäftigung mit dem Thema Nahrungsmittelspekulationen ist in der Verbraucherbildung zwingend notwendig, jedoch aus einer anderen Perspektive. Das Material setzt sich aus drei Modulen (A, B, C) zusammen, die aus einer unterschiedlichen Anzahl von Teilen bestehen (A=3, B=6, C=3). Zu Beginn eines jeden Teils wurde ein Ziel formuliert, die Methoden angegeben, sowie die Zeit, die benötigten Hilfsmittel, einen Grobüberblick sowie der vorgesehene Ablauf. Den geplanten Ablauf in der vorgegebenen Zeit umzusetzen, erscheint jedoch sehr optimistisch. Die Methodenvielfalt bietet Abwechslung und die benötigten Hilfsmittel, bis auf Tafel und Pinnwände, befinden sich in den 15 Anlagen, die als Kopien verteilt werden sollen. Bei den Schaubildern (Anlage 3) würde es sich eventuell anbieten sie auf Folien zu ziehen und die Anlage 6 (Auflösungskarten Zusammenhangsketten) ist schon als Ausdruck kaum lesbar. Die Angaben auf den "Begriffskarten Termingeschäfte" (Anlage 4) und auf den "Auflösungskarten Zusammenhangsketten" (Anlage 6) sind teilweise fehlerhaft (z.B. 500t zu 200€ anstatt 500t zu 200€/t). Im Mittelpunkt des Materials steht der Teil B5 des zweiten Moduls, nämlich das Planspiel "Warenterminbörse". Anhand dieses Planspiels sollen die zuvor erarbeiteten Grundlagen und die Funktionsweise von Termingeschäften sowie deren Dynamik und Effekte erlebt und fassbar gemacht werden. Die weiteren fünf Teile des Moduls dienen zur Hinführung oder Vorbereitung des Planspiels und zum Kennenlernen von staatlich-politischen Gestaltungsmöglichkeiten gegen Preisschwankungen auch in Bezug auf die eventuelle Umsetzbarkeit und Wirksamkeit. Im Modul A geht es um den Statistischen Warenkorb und dem Hunger, sowie Ernteausfällen als Ursachen für Hunger und Preisschwankungen. Die Verteilungsproblematik der Weltgetreideernte, das Landgrabbing oder Bioenergien als Ursachen für Hunger werden außer in der "ungehaltenen Rede von Jean Ziegler" (Anlage 1) leider nicht weiter diskutiert. Im dritten Modul erfolgen die Bewertung und die möglichen Alternativen. Die Stärke des Materials ist die detaillierte und problemorientierte Auseinandersetzung mit der Funktionsweise von Warentermingeschäften, Terminbörsen und Investmentfonds und die Umsetzung mit einer riesigen Methodenvielfalt, jedoch werden viele widersprüchliche Aspekte der Weltgetreideernte und z.B. ihrer gerechteren Verteilung in Bezug auf den Hunger nur angerissen und nicht weiter thematisiert. Der Fokus des Materials liegt somit eher auf der ökonomischen Bildung und nicht auf der Verbraucherbildung.
Erscheinungsjahr
2012
Autor/in
Stefan Nadolny, Markus Henn, Meryem Korun, Charlotte Magaard
Reihe
Preis
0.00 €
ISBN
978-3-937383-81-1