Skip to content

Verbraucherinsolvenz - 6 Jahre reichen oft nicht für die Restschuldbefreiung!

kostenpflichtig
Verbraucherinsolvenz
VerbraucherinsolvenzBildquelle: Cornelsen Verlag
Cornelsen Verlag, 2009
Gesamtbewertung:C
Gesamturteil:

Befriedigend

Tabs

Expertenbewertung
Indikatoren Einzelbewertungen
Fachlicher Inhalt: 
C

Befriedigend

Methodik-Didaktik: 
E

Mangelhaft

Formale Gestaltung: 
A

Sehr gut

Gesamtbewertung: 
C

Befriedigend

Ausführliche Bewertung: 

Das vorliegende Material thematisiert die Verbraucherinsolvenz, die laut didaktischem Kommentar für die Schülerinnen und Schüler "zunehmend auch aus Sicht der Privatpersonen im Rahmen von Themenbereichen wie "Finanzierung" und ggf. für ihre eigene Zukunft von Bedeutung" ist.

Mit den dargebotenen Materialien wird die Bedeutung der Verbraucherinsolvenz anhand der steigenden Zahlen dargelegt und der Ablauf als 4 Stufen gut zusamengefasst und erläutert.

Fraglich ist jedoch, ob die Schülerinnen und Schüler die Errungenschaft dieses Verfahrens auch erkennen; der tatsächliche Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen der Sek. I ist i. d. R. wenig gegeben und auch die methodisch-didaktische Umsetzung "berührt" sie lediglich auf einer abstrakten Ebene. Die dargebotenen Informationen sollen durchgearbeitet und dazugehörende Fragen beantwortet werden. Welche Ziele dabei verfolgt werden, in welchen Sozialformen die Arbeitsblätter bearbeitet werden und ob und wie eine Ergebnisssicherung erfolgt, wird nicht beschrieben. Zwar geht es bei der Verbraucherinsolvenz um den Verbraucher; statt seine Perspektive einzunehmen, wird das Thema eher sach- und faktenorientiert angegangen.

Obwohl es hier tatsächlich fast unmöglich ist, am konkreten Objekt zu lernen und reale Erfahrungen zu machen (das Ausfüllen eines Antrages auf Restschuldbefreiung macht wenig Sinn), könnte hier doch als methodisch-didaktischer Ansatz z. B. eine fiktive Familie gewählt und deren konkrete Schulden-Situation analysiert werden. Deren Überschuldung macht ggf. eine Verbraucherinsolvenz notwendig, deren Schritte von den Schülern problemorientiert bearbeitet werden. Die Berechnung der Pfändungsfreibeträge für die fiktive Familie z. B. lassen sich per online-Rechner unter http://www.justiz.nrw.de/BS/Hilfen/freibetrag/index.php (Stand 3.5.11) selbstständig berechnen. Auf einer Meta-Ebene müsste die Situation der Familie abschließend in allgemeine Statistiken und Berechnungen eingebettet werden. Insgesamt liefert das Unterrichtsmaterial relevante Informationen zum Thema Verbraucherinsolvenz. Durch die Problematiken bzgl. der methodisch-didaktischen Umsetzung, der (fehlenden) Zielsetzung und der anvisierten Zielgruppe (eher Sek. II) und wegen der für eine umfassenden Bearbeitung der Themas nicht vollständigen und aktuellen Informationen bleibt das Material auf einem eher einfacheren Niveau.

Bewertungsdatum: 
18.08.2011
Hinweise zum Bewertungsraster

Seit Januar 2013 werden alle neu aufgenommenen Materialien nach einer evaluierten Fassung des Bewertungsrasters beurteilt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Bewertungskriterien des VZBV.

Zurück zur Liste