Title

Futter für die grauen Zellen

Das Material besteht aus 8 Dateien zum Download, teilweise mit bunten Bildern:
- ein fünfseitiger Hintergrundtext für die Lehrkraft mit Querverweisen auf die Arbeitsblätter, weitere Informationsquellen und Materialien. Themen sind: Bedeutung von Hunger und Durst; Gibt es Brainfood? Pro und Contra zum Frühstück zu Hause; Das Mittagessen im Fokus
- ein vierseitiger didkatisch-methodischer Kommentar - jeweils bezogen auf die Arbeitsblätter. Inhalt sind die Lernziele, der Verlauf des Unterrichts und Hinweise zu den Bausteinen.
- vier einseitige Arbeitsblätter (Kopiervorlagen); Tabellen zum Ausfüllen für ein Ernährungstagebuch u.a.
- zwei einseitige Infotexte für die Schüler/innen (Kopiervorlagen) - Themen: Wenn der Körper mit uns spricht; Brainfood

Dieses Unterrichtswerk legt Wert sowohl auf die reine Wissensvermittlung als auch auf die Spiegelung und Wahrnehmung der Ernährungsgewohnheiten im Bezug zur individuellen Leistungsfähigkeit. Die Unterrichtsideen sind gut präsentiert und praktikabel umzusetzen. In der guten Absicht, den Schüler/innen in ihren Lebensgewohnheiten möglichst entgegen zu kommen, resultieren teilweise Empfehlungen, die ernährungsphysiologisch nicht unbedingt Beispielcharakter haben sollten (z.B. Schokoladenmüsli zum Frühstück, Döner beim Imbiss). Positiv hervorzuheben ist die übersichtliche formale Gestaltung, vor allem bei den Lehrermaterialien, wo Icons am Rande der Übersichtlichkeit dienen und weiterführende Materialien genannt werden.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Dieses Unterrichtswerk verdient „gut“ bewertet zu werden, da es nicht nur die reine Wissensvermittlung zum Ziel hat, sondern auch die Beachtung der Gefühle in den Mittelpunkt stellt. Körperlicher Signale wie Hunger, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Sättigung und Aufmerksamkeit werden in den Bezug zur Nahrungsauswahl gestellt. Die Intention, die persönlichen Essgewohnheiten während langer Schultage zu beleuchten und den Zusammenhang zur individuellen Leistungsfähigkeit in Theorie und Praxis heraus zu arbeiten, ist mit den vorliegenden Unterrichtsideen durchaus zu realisieren. So wird die Beurteilung einer angemessenen Nährstoffabdeckung durch den Vergleich individueller Ernährungstagebücher mit empfohlenen Lebensmitteln ausgeführt. In Anbetracht der Zielgruppe (Oberstufe) ist aber die Reduktion der Lebensmittel auf vier Bereiche zu grob. Wichtig wären u.a. die Fette, Proteine und Zuckerarten zu präzisieren, ohne die Übersichtlichkeit/ Praktikabilität zur Umsetzung einzubüßen (dies in Bezug auf S.3 der Hintergrundinformationen. Zitat „…um übersichtlicher zu gestalten, wurden Öle/Butter nicht thematisiert“ - was in den aktuellen Ernährungsrichtlinien nicht zu verantworten ist.) Um die Schüler/innen dort "abzuholen", wo sie stehen, wurden recht bescheidene Alternativen von den Autoren gebilligt, so sollte beispielsweise Schokoladenmüsli als Frühstücksalternative eigentlich keinen Beispielcharakter haben, gleichfalls ein Döner, der dennoch besser ist als ein süßer Snack. Die propagierte Intention der Autoren, den realen Lebensbereichen der Jugendlichen auch im Bereich Ernährung mehr Beachtung zu schenken, spiegelt sich auch in der Miteinbeziehung typischer Interessen - z.B. gemeinsames Essen im Fastfood Restaurant wider – hier werden Arbeitsgruppen gebildet, die die möglichst beste Auswahl an Lebensmitteln in diversen Lokalitäten treffen. Positiv hervorzuheben ist die übersichtliche formale Gestaltung, vor allem bei den Lehrermaterialien, wo Icons am Rande der Übersichtlichkeit dienen und weiterführende Materialien genannt werden. Alles in Allem ein ausreichend gutes Unterrichtswerk.