Title

Einführung in den Jugendmedienschutz

aus: Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen. Materialien für den Unterricht

Das Material "Einführung in den Jugendmedienschutz" ist Teil der Unterrichtsreihe "Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen – Materialien für den Unterricht", herausgegeben von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und Google Deutschland. Diese beinhaltet ein Materialienset für Lehrkräfte zu den weiteren Unterrichtseinheiten "Realität und Fiktion in den Medien", "Nachrichtensendungen verstehen und selbst erstellen", "Jugend und Internet" und "Jugend und Handy - ständig vernetzt mit Smartphone und Co" sowie einen Werkzeugkasten zum kollaborativen Lernen im Internet. Aufgebaut ist jede Unterrichtseinheit nach den fünf Aspekten "Ausführliche Einführung in die Thematik und Einordnung in die jugendliche Lebenswelt und den schulischen Kontext", "Informationen zum Aufbau und Inhalt des Unterrichtsthemas", "Verweis auf weitere Hintergrundmaterialien", "Einzelne Unterrichtsmodule inkl. thematischer Einführung Unterrichtsverlaufstabellen" und "Material- und Arbeitsblätter".
Die vorliegende Einheit zum Thema Jugendmedienschutz (63-seitige Broschüre)ist unterteilt in die vier Module Fernsehen, Internet, Computerspiele sowie einer Einführung zu den Grundlagen des Jugendmedienschutzes in Deutschland. Kriterien und Institutionen des Jugendmedienschutzes werden vorgestellt und Prüfverfahren sowie Altersfreigaben bezüglich der einzelnen Medien werden erarbeitet und diskutiert.

Die Unterrichtsreihe "Einführung in den Jugendmedienschutz" des Materialiensets "Recherchieren,Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen" ist gut geeignet, um Jugendliche differenziert und ausführlich in das System des deutschen Jugendmedienschutzes einzuführen. Gerade weil das System sehr komplex und differenziert ist, ist es sinnvoll Schülerinnen und Schüler über die Absicht, Funktionsweisen und beteiligten Instanzen aufzuklären. Umgesetzt wird dies vor allem anhand von den Jugendlichen genutzten und gewählten Medienbeispielen, so dass ihnen stets die Relevanz des Themas bewusst ist und sie einen alltagspraktischen Bezug herstellen können.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Befriedigend
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Die Unterrichtsreihe "Einführung in den Jugendmedienschutz" des Materialiensets "Recherchieren,Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen" ist gut geeignet, um Jugendliche differenziert und ausführlich in das System des deutschen Jugendmedienschutzes einzuführen. Grundlagen zum Jugendschutz allgemein werden vermittelt; Regelungen, Prüfpraxis und Funktionsweise werden erläutert und sollen von den Schülerinnen und Schülern (SuS) kritisch betrachtet und reflektiert werden. Hervozuheben ist, dass immer wieder Bezug auf die von den SuS aktuell genutzen Medieninhalte genommen wird und die Jugendlichen so anhand ihrer täglich genutzen Medien verstehen lernen, nach welchen Kriterien und aus welchen Gründen diese eine bestimmte Altersfreigabe erhalten haben. Ziel ist es, generell die Absicht des Jugendmedienschutzes verstehen zu lernen, Aspekte von Schutz und Förderung eines mündigen Mediennutzenden zu differenzieren, um so selbst befähigt zu sein, ausgewählte Formate nach jugendschutzrelevanten Aspekten zu beurteilen und zu diskkutieren. Hintergrundinformationen sind ausführlich und differenziert gegeben. Sowohl allgemein zum sehr komplexen Systems des Jugendmedienschutzes inklusive aller beteiligten Instanzen, Gesetze und Organisationen sowie differenziert nach den unterschiedlichen Medien Fernsehen, Internet und Computerspiele. Gerade weil das Gesamtsystem so umfangreich ist, liegt hier auch ein Kritikpunkt am vorliegenden Material. Die Lehrkraft muss sich aus der Fülle der Informationen vielfach selbst erarbeiten, was und wie sie Inhalte den SuS präsentiert. Die beigefügten Materialblätter sind sinnvoll und hilfreich, jedoch wären für SuS aufbereitete Texte wünschenswert. Die Lehrkraft muss so neben der Erschließung der umfangreichen Thematik selbst den Stoff schülerorientiert aufbereiten und kann wenig auf vorliegendes Material zurückgreifen. Gelungen ist das Modul Computerspiele, in dem auf zwei Filme verwiesen wird, in denen die Regelungen beim Jugendschutz bei Computerspielen erklärt und die Selbstkontrolle der Unterhaltungssoftware vorgestellt wird. Insgesamt bietet die 63-seitige Broschüre eine gute Grundlage, um in der Schule auf den Jugendmedienschutz in Deutschland einzugehen. Bei der Bearbeitung dieses Themas kann sowohl der Lehrkraft als auch den Jugendlichen vermittelt werden, dass Jugenschutz stets abhängig vom gesellschaftlichen Diskurs und aktueller Wertevorstellungen ist und es bei der Bewertung von Medieninalten nicht allein um Schutz und Bewahrung gehen kann und muss, sondern ein Risikomanagement (vgl. S. 10) im Vordergrund steht. Die SuS werden dazu befähigt, Medienformate selbst zu bewerten und die Entscheidungen zu diskutieren.
Erscheinungsjahr
2013
Autor/in
Reihe
Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen
Preis
ISBN
Materialformat