Title

Realität und Fiktion in den Medien

aus: Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen. Materialien für den Unterricht

Das Material "Realität und Fiktion in den Medien" ist Teil der Unterrichtsreihe "Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen – Materialien für den Unterricht", herausgegeben von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und Google Deutschland. Diese beinhaltet ein Materialienset für Lehrkräfte zu den weiteren Unterrichtseinheiten "Einführung in den Jugendmedienschutz", "Nachrichtensendungen verstehen und selbst erstellen", "Jugend und Internet" und "Jugend und Handy - ständig vernetzt mit Smartphone und Co" sowie einen Werkzeugkasten zum kollaborativen Lernen im Internet. Aufgebaut ist jede Unterrichtseinheit nach den fünf Aspekten "Ausführliche Einführung in die Thematik und Einordnung in die jugendliche Lebenswelt und den schulischen Kontext", "Informationen zum Aufbau und Inhalt des Unterrichtsthemas", "Verweis auf weitere Hintergrundmaterialien", "Einzelne Unterrichtsmodule inkl. thematischer Einführung Unterrichtsverlaufstabellen" und "Material- und Arbeitsblätter".
Die vorliegende 43-seitige Broschüre zum Thema Realität und Fiktion ist unterteilt in die drei Module "Realität und Fiktion - Was ist das?", "Realität und Fiktion im Fernsehen" sowie "Realität und Fiktion im Internet". Das für Modul 2 und 3 grundlegende Modul 1 gibt eine Einführung in die Begriffe Realität und Fiktion. Die Schülerinnen und Schüler (SuS) earbeiten sich auf dieser Basis anschließend, unterscheiden zu können zwischen Realität und Fiktion im Fernsehen und Internet. Dies geschieht jeweils in einem theoretischen und einem praktischen Teil, in dem die SuS eine eigene Fernsehsendung drehen bzw. ein eigenes Profil für ein soziales Netzwerk erstellen sollen und ein Bild verfremden.

Die Unterrichtsreihe "Realität und Fiktion" des Materialiensets "Recherchieren,Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen" ist gut geeignet, um Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein zu vermitteln, bei Medieninhalten zwischen Realitätsdarstellungen und Fiktivem unterscheiden zu können. Gerade mit dem Aufkommen neuerer Fernsehformate wie Scripted Reality, in denen die Grenzen zwischen realem und erfundenem Inhalt nicht eindeutig identifizierbar sind, müssen Jugendliche zu einem aufgeklärtem und kompetenten Rezipienten befähigt werden.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Gut
Methodik-Didaktik:
Gut
Formale Gestaltung:
Befriedigend
Gesamtbewertung:
Gut
Ausführliche Bewertung
Die Unterrichtsreihe "Realität und Fiktion" des Materialiensets "Recherchieren,Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen" ist gut geeignet, um Schülerinnen und Schüler (SuS) ein Bewusstsein zu vermitteln, bei Medieninhalten zwischen Realitätsdarstellungen und Fiktivem unterscheiden zu können. Gerade mit dem Aufkommen neuerer Fernsehformate wie Scripted Reality, in denen die Grenzen zwischen realem und erfundenem Inhalt nicht eindeutig identifizierbar sind, müssen Jugendliche zu einem aufgeklärtem und kompetenten Rezipienten befähigt werden. Erst mit zunehmenden Medienerfahrungen lernen sie Reales von Inszeniertem zu unterscheiden und dargestellte Lebensentwürfe hinterfragen zu können. Auch im Interent müssen SuS dabei unterstützt werden, Inhalte von Onlinekommunikation oder Selbstdarstellungen in sozialen Netzwerken auf ihre Authentitziät hin entschlüsseln zu können. Zu Beginn der Unterrichtsreihe werden die SuS in zwei Einheiten in die Thematik und Begrifflichkeiten eingeführt. Dies geschieht vor allem schülerorientiert und am Beispiel der von den Jugendlichen selbst gewählten Medienformate. So lernen sie die Relevanz des Themas zu verstehen und können Bezüge zur eigenen Lebenswelt herstellen. Gelungen ist auch das für die Unterrichtseinheit zu verwendende Materialblatt 1. Es ist davon auszugehen, dass die SuS am Ende von Modul 1 die Kompetenz besitzen, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden und insbesondere sich nicht von Scripted Reality Formaten täuschen zu lassen. Darauf aufbauend lernen die Jugendlichen, ihnen bekannte Formate unterschiedlichen Genres zuzuordnen und deren Inhalte als Realität, Fiktion oder Mischform zu benennen. In zweiten Teil von Modul 2 sollen die SuS eine eigene Fernsehsendung produzieren. Diese Medienpraktische Erfahrung ist besonders zu begrüßen. Die SuS werden so nicht allein zu einem kompetenten Umgang mit dem Fernsehen hinsichtlich der kritischen Auseiandersetzung der Inhalte befähigt, sondern können selbst gestalterisch tätig werden und sich in der Rolle der Produzenten mit den Macharten von fiktionalen, realen und gemischten Formaten auseinandersetzen. Jedoch könnte die Anleitung für die Umsetzung differenzierter dargestellt sein. Das theoretisch Gerlernte praktisch umzusetzen ist auch Ziel von Modul 3. Hier setzten sich die SuS zum einen mit Falschmeldungen im Internet auseinander und zum anderen mit der Unterscheidung von Realität und Fiktion in sozialen Netzwerken. Beides wird praktisch erprobt durch das Erstellen eigener Fakeprofile bzw. durch das Erproben von Bildverfremdungen anhand von Bildbearbeitungsprogrammen. Insgesamt gelingt es dem Material gut, den SuS die Unterscheidung von Realität und Fiktion bzw. im Internet von virtueller Realität und realer Welt stets in Bezug auf die Lebenswelt der Jugendlichen zu vermitteln. Es ist davon auszugehen, dass das Ziel, die Jugendlichen zu medienkomptenten Nutzer_innen zu befähigen, erreicht wird. Sie lerne, sich bewusst zu machen, was sie aus der Medienwelt zur Konstruktion des eigenen Weltbildes und ihrer Identität übernehmen und was nicht.
Erscheinungsjahr
2013
Autor/in
Reihe
Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen
Preis
ISBN
Materialformat