Sie sind hier: www.verbraucherbildung.de > Im Brennpunkt > Energiekosten_senken_Spartipps_5
Schriftgröße:

Hier können Sie unseren Newsletter bestellen, um über Erweiterungen der Plattform oder aktuelle Nachrichten auf dem Laufenden zu bleiben.

Energiespartipps – schnell umgesetzt

Nachfolgend führen wir einige einfach umzusetzende Energiespartipps auf, die Geldbeutel und Umwelt deutlich entlasten. Diese Tipps beleuchten nur einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten für Verbraucher. Auf einer weiteren Seite haben wir daher eine kommentierte Linkliste zusammengestellt, die zu Online-Angeboten weiterer Anbieter führt.

Energieschleudern ersetzen

  • Stromverschwender durch verbrauchsarme Geräte ersetzen: Beim Einkauf von Elektrogeräten wie Kühlschränken, Geschirrspülern oder Waschmaschinen („Weiße Ware“) auf den Energieverbrauch achten. Die Geräte sind in Effizienzklassen unterteilt. Am besten schneiden die Klassen A+ und A++ ab. Geräte der Effizienzklasse A suggerieren zwar vorbildliche energetische Eigenschaften, sind tatsächlich aber nur dritte Wahl. In der Anschaffung sind die „A++“-Geräte zwar oft teurer, durch die niedrigeren Energiekosten amortisieren sich diese Investitionen jedoch. Sind Sie sich unsicher, wie viel Energie ein bestimmtes Gerät verbraucht, kann eine Energieverbrauchsmessung abhelfen. Viele Verbraucherzentralen verleihen entsprechende Messgeräte oder bieten die Durchführung einer Messung durch Experten an.

Abschalten statt Leerlauf

  • Heimlichen Stromfressern den Saft abdrehen. Ladegeräte für Akkus, Unterhaltungsgeräte oder Computer verbrauchen Strom, sobald sie in der Steckdose stecken – auch wenn die aufzuladenden Geräte nicht angeschlossen sind. Daher nach dem Aufladevorgang die Geräte vom Stromnetz trennen oder gleich Geräte anschaffen, die auf Akkus verzichten.
  • Stand-by-Funktionen ausschalten. Ein Fernseher oder Computer, der im so genannten Bereitschaftsmodus läuft, verbraucht weiterhin Strom. Bei PCs kann der Verbrauch bei bis zu 30 Prozent des Normalverbrauchs liegen.
  • Manchmal ist Stand-by-Betrieb sinnvoll, etwa während der Arbeit am PC. Jeder Computer lässt sich so einstellen, dass das System nach einer gewissen Zeit Bildschirm und Festplatte abschaltet. So sinkt der Stromverbrauch und die Arbeit kann unmittelbar wieder aufgenommen werden.

Heizen

  • Etwa drei Viertel der Haushaltsenergie wird für die Raumwärme genutzt. Abgedichtete Fenster sorgen dafür, dass die Energie sich nicht nach draußen verflüchtigt. Eine gute Wärmedämmung von Außenwänden, Dachboden und Keller kann mehr als die Hälfte der Heizkosten sparen. Sinnvoll sind auch Dämmplatten oder -folien hinter Heizkörpern.
  • Statt Fenster ständig gekippt zu halten kurz stoßlüften. Mit Thermostaten kann die Raumwärme nachts deutlich gesenkt werden.
  • Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizenergie. Für ein gesundes Raumklima reichen in Wohnräumen 18 bis 20°C.
  • Heizungsrohre isolieren – gerade in unbeheizten Räumen geht durch mangelnde Isolierung viel Wärme verloren.
  • Die Heizungsanlage regelmäßig überprüfen lassen und regelmäßig entlüften.

Beleuchtung

  • Durch die Nutzung von Energiesparlampen kann bis zu 80 Prozent Strom eingespart werden. Die Leuchtmittel sind zwar teurer in der Anschaffung, verbrauchen aber deutlich weniger Strom.
  • Glühlampen haben von allen Lichtquellen den höchsten Energieverbrauch. Nur zehn Prozent der Energie werden in Licht umgewandelt, die restliche Energie wird als Wärme abgegeben. Daher Glühlampen höchstens dort verwenden, wo nur kurzzeitig Licht benötigt wird.
  • Halogenlampen vermeiden. Diese Leuchtmittel verbrauchen zwar weniger Strom als Glühbirnen, der zur Stromzufuhr benötigte Trafo läuft jedoch oft rund um die Uhr.

Kochen

  • Kochen kostet viel Energie. Daher immer darauf achten, dass die passende Kochplatte für die jeweilige Pfanne oder den Topf gewählt und die Energie so voll ausgenutzt wird. Töpfe und Pfannen mittig platzieren und Deckel nutzen.
  • Beim Kochen Wasser sparsam einsetzten. Die Erhitzung großer Wassermengen verbraucht viel Energie. Wenn möglich auf Garung mit Wasserdampf zurückgreifen.
  • Elektro-Ofen und -Herd vor Ende der Garzeit ausschalten und Restwärme nutzen.
  • Gefrorenes rechtzeitig bei Zimmertemperatur auftauen.
  • Schnellkochtöpfe sparen bis zu 50 Prozent Energie.
  • Mikrowellengeräte nur für kleine Mengen nutzen. Portionen über 400 g benötigen mehr Energie als eine Herdplatte.

Kühlen und Gefrieren

  • Kühlschränke auf 6°C einstellen. Jedes Grad weniger kann bis zu zehn Prozent mehr Strom kosten.
  • Warme Speisen abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden.
  • Kühlgeräte regelmäßig abtauen, da eine Eisschicht den Stromverbrauch erhöht.
  • Kühlgeräte nicht neben Wärmequellen oder an Orten mit direkter Sonneneinstrahlung aufstellen.
  • Tiefkühlkost nach dem Kauf umgehend in Kühltaschen verstauen. So wird im Kühl- und Gefrierschrank weniger Energie verbraucht, um die Lebensmittel wieder herunterzukühlen.

Baden, Waschen, Trocknen

  • Duschen statt Baden. Ein Vollbad verbraucht ungefähr doppelt so viel Energie und Wasser wie eine Dusche. Langduscher sollten eine geringere Wasserstärke probieren.
  • Waschmaschine voll beladen und die Maschine auf 60°C einstellen. Das reicht in der Regel auch für stärker verschmutzte Wäsche und spart gegenüber dem Kochwasch-Programm rund 30 Prozent Energie.
  • Auf den Vorwaschgang verzichten. Die heutigen Waschmittel und -maschinen lösen selbst starke Verschmutzungen in einem Gang. Nötigenfalls hartnäckige Flecken durch Einweichen und Fleckenmittel vorbehandeln.
  • Heizstäbe der Waschmaschine regelmäßig entkalken. Kalk an den Heizstäben wirkt als Wärmedämmer, das Aufheizen des Wassers dauert somit länger.
  • Wäsche an der Luft trocknen, bei Nutzung eines Wäschetrockner diesen möglichst kurz laufen lassen.

Weiterführende Seiten

Druckversion