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Klimawandel: Ursachen, Folgen, Gegenmaßnahmen

Jahrhundertsommer, Jahrhunderthochwasser, Jahrhundertstürme. Den Klimawandel und seine Folgen leugnen heute kaum noch ernst zu nehmende Zeitgenossen. Auch über die Ursachen herrscht Einigkeit: Die Erderwärmung ist vom Menschen verursacht und dem Lebens- und Konsumstil der (nach-)industriellen Zeit geschuldet. Um die schlimmsten Folgen zu vermeiden, muss jetzt gehandelt werden.

Spätestens mit dem Erscheinen des 4. Sachstandsberichtes des Klimarates der Vereinten Nationen Anfang Februar steht fest: Der Klimawandel findet statt. Die wissenschaftliche Beweislage ist eindeutig und spricht eine deutliche Sprache. Allein in den vergangenen hundert Jahren hat sich die Erde im Mittel um 0,74 Grad erwärmt. Elf der letzten zwölf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

Als Ursache für die beschleunigte Erderwärmung gilt die erhöhte Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre. Die geht zum Großteil auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurück, ist aber auch veränderten Landnutzungen – etwa den massiven Rodungen des Regenwaldes – geschuldet. Damit ist klar: Der Klimawandel ist vom Menschen verursacht, die Zusammenhänge mit der Entwicklung der Industriegesellschaft sind augenscheinlich.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, könnte man meinen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Kohlendioxid-Emissionen steigen weiter an, allein seit 1990 wurde ein weltweiter Zuwachs von mehr als 20 Prozent verzeichnet. Außerdem tut sich die Politik schwer damit, dem Klimawandel mit wirksamen Maßnahmen zu begegnen. Die Instrumente sind zwar seit langem bekannt, deren Umsetzung geschieht aber zu zögerlich.

Humanitäre, ökologische und volkswirtschaftliche Kosten

Und das, obwohl ebenfalls klar ist, dass die volkswirtschaftlichen Folgekosten des Klimawandels enorm sind und desto höher ausfallen, je später gehandelt wird. Der Klimawandel ist aber nicht nur ein volkswirtschaftliches Problem, sondern vor allem ein humanitäres und ökologisches. Schon bei einer Erwärmung um zwei Grad könnten 30 Prozent der Arten unwiederbringlich aussterben. Und Hunderte von Millionen Menschen sind von Dürre, Sturmfluten und zunehmenden Verteilungskonflikten in ihrer Existenz bedroht.

Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir die wichtigsten wissenschaftlichen Fakten zur Erderwärmung vor, benennen den Anteil jedes Einzelnen an der drohenden Klimakatastrophe und zeigen, mit welchen Mitteln Politik und Wissenschaft dieser Herausforderung begegnen wollen. Darüber hinaus finden Sie hier Informationen, wie das eigene Leben klimafreundlicher gelebt werden kann.

Weiterführende Seiten

Stand: Mai 2007

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