Was will Werbung?
Werbung verfolgt uns nahezu überall. Manchmal tragen wir sie sogar mit uns herum, z.B. in Form von Labels auf T-Shirts, Hosen und Schultaschen. Oder sie begegnet uns auf Karten und Broschüren, in Restaurants oder Banken, in Verkaufsgesprächen, an Haustüren, bei Kaffeefahrten, Messen oder als Werbepost in unseren Briefkästen. Werbung will in jedem Fall das beworbene Produkt bzw. eine Marke in unser Bewusstsein rücken. Sie begleitet unseren Alltag immer öfter, immer massiver - und zugleich auch immer subtiler.
Würden wir immer nur das kaufen, was wir dringend brauchen, könnten viele Produkte gar nicht verkauft werden. Werbung will uns also dazu bringen, dass wir "unvernünftig" handeln und mehr Geld ausgeben, als unbedingt nötig. Werbung verfolgt letztlich nur ein Ziel: den Verkauf von Produkten. Dazu stellt Werbung die rationalen Vorzüge, aber auch die "emotionalen Werte" des Produkts in den Vordergrund. Werbung zielt darauf ab, bestimmte Lebensgefühle mit den beworbenen Produkten zu verbinden und diese über die Produkte mit zu verkaufen.
Typisches Beispiel hierfür ist die sogenannte Lifestyle- und Imagewerbung. Durch den Kauf einer Marke, mit der ein bestimmtes Image verbunden ist, wird dem Konsumenten eine Aufwertung des eigenen Images suggeriert. Vor allem Werbefilme fürs Fernsehen und Kino zielen genau auf diesen Lifestyle- und Imagetransfer ab. Dabei spielt die sachliche Information über das beworbene Produkt kaum eine Rolle. Manche Werbespots vermitteln die Werbebotschaft nur mit Bildern und Musik. Gesprochen wird kaum, und oftmals steht noch nicht einmal das Produkt im Mittelpunkt. Typisch hierfür ist vor allem Werbung für:
- Zigaretten,
- Alkohol,
- Süßwaren oder
- Parfüm.
Die Wirkung der Werbung auf verschiedene Altersgruppen ist je nach Lebensphase und Wahrnehmungsentwicklung unterschiedlich. Generell gilt, dass Werbung die Aufmerksamkeit der Zielgruppen erregen soll. Um diese bei Kindern zu erregen, bedienen sich Unternehmen bzw. Werbemacher verschiedenster Werbeformen und -techniken. Durch Sponsoring und Product Placement sind beispielsweise die Grenzen zwischen den eigentlichen Programmteilen und den Werbeblöcken bzw. Werbebotschaften mittlerweile fließend geworden. Werbeblöcke für Kinder sind außerdem oft wie kleine Filme oder Cartoons aufgebaut und passen sich so nahtlos in das eigentliche Kinderprogramm ein. Durch Klangteppiche mit einfachen Melodien, eingängigen Slogans und Jingles zum Mitsingen wird der Wiedererkennungswert gesteigert.
Weiterführende Informationen der Kinderkampagne