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Kinder & Werbung
Der Verbraucherzentrale Bundesverband - vzbv hat im Mai 2003 das Projekt "Kinderkampagne" ins Leben gerufen, um über den richtigen Umgang mit Werbung, den Medien und den beworbenen Produkten aufzuklären und zu informieren. Im Rahmen der Kampagne, die bis September 2004 lief, ging der vzbv aktiv und konsequent mit rechtlichen Mitteln gegen Werbung vor, die Kinder und Jugendliche manipuliert, illegal ist bzw. gegen die Selbstverpflichtungen der Werbewirtschaft verstößt.

Viele Verbraucher halfen dabei, Werbung und ihre Botschaften kritisch zu beobachten und wiesen den vzbv auf besonders fragwürdige oder lobenswerte Beispiele und ihre Quellen hin. Das Ziel der Kinderkampagne von vzbv und seinen Mitgliedsverbänden war: Erhöhung der Werbekompetenz unter Kindern und Jugendlichen und Förderung der Verantwortung von Eltern, Erziehern und Lehrern für deren Vermittlung. Zugleich sollte sie ein breiteres Bewusstsein dafür schaffen, dass es notwendig und auch möglich ist, Kinder und Jugendliche vor ethisch oder rechtlich unzulässiger Werbung zu schützen. Das Projekt Kinderkampagne wurde vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft finanziell gefördert.

Warum eine Informationskampagne?


Kinder mögen Werbung, vor allem im Fernsehen. Rund zwei Stunden verbringen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren heute im Durchschnitt vor der Flimmerkiste. Zwischen Kinderspielshows, Zeichentrick- und Actionserien kämpfen die Hersteller mit ihren Spots hart um Marktanteile für Lebensmittel bzw. Süßwaren, Spielzeug, CDs und trendige Markenartikel. Die Werbebotschaften verfehlen nicht ihr Ziel: Untersuchungen und Studien belegen, dass die Kaufwünsche der Kinder werbegeprägt sind.

Die Heranwachsenden gelten mittlerweile als Konsum- und Markenprofis. Die Wirtschaft freut sich, zumal die Sprösslinge im Besitz beachtlicher finanzieller Mittel sind. Laut KidsVerbraucherAnalyse (KVA) 2003 verfügen die etwa 11 Millionen Mädchen und Jungen in Deutschland im Alter von 6 bis 19 Jahren jährlich über mehr als 20 Milliarden Euro. Damit dieses Geld zielgerichtet ausgegeben wird, schafft die jugendlich gestylte Werbung ausgeprägte Vorlieben für bestimmte Marken und Produkte und vermeintlich dringende Kaufwünsche.

Selbst Erwachsenen fällt es zunehmend schwer, die immer subtileren Formen der Werbung zu erkennen und zu durchschauen. Kinder und Jugendliche nehmen die Werbebotschaften noch unerfahrener und unkritischer auf. Sie lassen sich besonders leicht zu Spontankäufen oder einem unausgewogenen Konsum verführen und leiden dann oft unter möglichen negativen Folgen wie Fehlernährung - oder Verschuldung.

Infoseiten speziell für Kinder

Kinder können sich auch weiterhin auf einer speziell für Kinder eingerichteten Kinderseite rund um das Thema Werbung informieren. Sie finden anschauliche Beispiele, wie Werbung für Kinder funktioniert und wie sie wirkt. Außerdem finden sie Tipps, wie sie sich besser vor den Einflüssen der Werbung schützen können und haben die Möglichkeit, uns ihre positiven und negativen Erfahrungen im Umgang mit Werbung mitzuteilen.
Weiterführende Informationen der Kinderkampagne
  • Fazit der Kinderkampagne des vzbv als PDF-Datei
 

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