Verschuldung
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Geschäfte und Kaufhäuser locken junge Käufer mit attraktiven Angeboten, um sie zu Käufern von heute, aber auch von morgen zu machen. Viele Offerten sind extra fürs kleine Portemonnaie gemacht. Aber was tun, wenn das Taschengeld trotzdem nicht ausreicht? Oder das Sparen als Weg zu einer bestimmten Wunscherfüllung nie erlernt wurde?
Heute fließt das Taschengeld ganz selbstverständlich in die Deckung von immer neuen Konsumbedürfnissen. Zwar können sich Kinder vor der Volljährigkeit juristisch gesehen nicht verschulden, jedoch leihen sich viele Schüler bereits Geld bei Familie oder Freunden, weil Taschengeld oder Geldgeschenke zu bestimmten Anlässen nicht mehr ausreichen, um alles rund ums Handy, Musik, Klamotten oder den Spielebereich zu finanzieren.
Die Gefahr dabei: Wer sowieso wenig Geld hat, hat es mit der Rückzahlung schwer, und nur selten wird vor allem von Kindern "ausgeliehenes" Geld konsequent zurückgefordert. Außerdem lernen Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft schon früh, dass es nichts Besonderes ist, mehr Geld auszugeben, als tatsächlich zur Verfügung steht, denn viele Kinder und Jugendliche leben bereits in überschuldeten Haushalten.
Die Folgen: Nach einer Studie der Universität Bonn leihen sich ca. 15 Prozent der Jugendlichen mehrmals im Monat Geld. Mit fortschreitendem Alter bevorzugt bei Freunden statt bei Eltern (Quelle: "Junge Verbraucher in Europa. Konsum- und Umweltverhalten von Kindern und Jugendlichen im 15-Länder-Vergleich", Julia Fauth, Lehrstuhl für Wirtschaftssoziologie, Uni Bonn, 1999). Das Geld wird immer seltener zurückbezahlt. Bei den älteren Jugendlichen fließen Einkünfte in Handys, in den Pkw und den eigenen Haushalt. Finanziell werden die Jugendlichen mit schnellen Krediten von Sparkassen und Banken unterstützt, denn ein Kredit ist für Geldinstitute eine gute Möglichkeit, Neukunden an sich zu binden. Das wiederum kann Jugendliche noch weiter in die Schuldenfalle hineinführen.
Nach Umfragen hat jeder Siebte unter den 14- bis 24-Jährigen schon einmal in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt. Rund 11 Prozent der befragten 18- bis 24-Jährigen haben angegeben, schon einmal einen Kredit bei einer Bank aufgenommen zu haben, und rund 25 Prozent der Befragten haben bereits Ratenkäufe getätigt. Zwischen 1999 und 2002 erhöhte sich die Zahl der 20- bis 24-Jährigen, die beim Schuldenregister Schufa als zahlungsunfähig gemeldet waren, um fast ein Drittel auf 174.000. (Quelle: Bundesverband der deutschen Banken (BdB), Jugendstudie 2003: Wirtschaftsverständnis und Finanzkultur) In den meisten Fällen wächst der Schuldenberg bei Kindern und Jugendlichen langsam an. Meist sind es nicht die großen Anschaffungen, die zu Schulden führen, sondern viele kleine Rechnungen, die in der Summe nicht mehr bewältigt werden können. Oftmals sind Handys der Einstieg in die Schuldenfalle, gerade weil sie noch immer ganz oben auf der Wunschliste stehen. Die komplizierten Tarifstrukturen und Kosten für das Herunterladen von Klingeltönen und Logos sind vor allem für Kinder nur schwer zu durchschauen.
Ein bewusster Umgang mit Werbung, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kaufverhalten und eine realistische Einschätzung der eigenen finanziellen Möglichkeiten helfen, Geldprobleme zu vermeiden. Des Weiteren sollten Eltern, Erzieher und Lehrer frühzeitig darauf Einfluss nehmen, dass Geld zur Realisierung von Konsumwünschen angespart wird, um auf diese Weise eine verantwortungsbewusste Kaufentscheidung sicher zu stellen. Denn, wer spart ist auf der sicheren Seite und kann vielleicht noch etwas Besseres oder Günstigeres erwerben. Dafür muss man zwar Geduld aufbringen, hat aber länger Vorfreude und lernt seine Kaufwünsche bewusst zu steuern.
Geschäfte und Kaufhäuser locken junge Käufer mit attraktiven Angeboten, um sie zu Käufern von heute, aber auch von morgen zu machen. Viele Offerten sind extra fürs kleine Portemonnaie gemacht. Aber was tun, wenn das Taschengeld trotzdem nicht ausreicht? Oder das Sparen als Weg zu einer bestimmten Wunscherfüllung nie erlernt wurde?
Heute fließt das Taschengeld ganz selbstverständlich in die Deckung von immer neuen Konsumbedürfnissen. Zwar können sich Kinder vor der Volljährigkeit juristisch gesehen nicht verschulden, jedoch leihen sich viele Schüler bereits Geld bei Familie oder Freunden, weil Taschengeld oder Geldgeschenke zu bestimmten Anlässen nicht mehr ausreichen, um alles rund ums Handy, Musik, Klamotten oder den Spielebereich zu finanzieren.
Die Gefahr dabei: Wer sowieso wenig Geld hat, hat es mit der Rückzahlung schwer, und nur selten wird vor allem von Kindern "ausgeliehenes" Geld konsequent zurückgefordert. Außerdem lernen Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft schon früh, dass es nichts Besonderes ist, mehr Geld auszugeben, als tatsächlich zur Verfügung steht, denn viele Kinder und Jugendliche leben bereits in überschuldeten Haushalten.
Die Folgen: Nach einer Studie der Universität Bonn leihen sich ca. 15 Prozent der Jugendlichen mehrmals im Monat Geld. Mit fortschreitendem Alter bevorzugt bei Freunden statt bei Eltern (Quelle: "Junge Verbraucher in Europa. Konsum- und Umweltverhalten von Kindern und Jugendlichen im 15-Länder-Vergleich", Julia Fauth, Lehrstuhl für Wirtschaftssoziologie, Uni Bonn, 1999). Das Geld wird immer seltener zurückbezahlt. Bei den älteren Jugendlichen fließen Einkünfte in Handys, in den Pkw und den eigenen Haushalt. Finanziell werden die Jugendlichen mit schnellen Krediten von Sparkassen und Banken unterstützt, denn ein Kredit ist für Geldinstitute eine gute Möglichkeit, Neukunden an sich zu binden. Das wiederum kann Jugendliche noch weiter in die Schuldenfalle hineinführen.
Nach Umfragen hat jeder Siebte unter den 14- bis 24-Jährigen schon einmal in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt. Rund 11 Prozent der befragten 18- bis 24-Jährigen haben angegeben, schon einmal einen Kredit bei einer Bank aufgenommen zu haben, und rund 25 Prozent der Befragten haben bereits Ratenkäufe getätigt. Zwischen 1999 und 2002 erhöhte sich die Zahl der 20- bis 24-Jährigen, die beim Schuldenregister Schufa als zahlungsunfähig gemeldet waren, um fast ein Drittel auf 174.000. (Quelle: Bundesverband der deutschen Banken (BdB), Jugendstudie 2003: Wirtschaftsverständnis und Finanzkultur) In den meisten Fällen wächst der Schuldenberg bei Kindern und Jugendlichen langsam an. Meist sind es nicht die großen Anschaffungen, die zu Schulden führen, sondern viele kleine Rechnungen, die in der Summe nicht mehr bewältigt werden können. Oftmals sind Handys der Einstieg in die Schuldenfalle, gerade weil sie noch immer ganz oben auf der Wunschliste stehen. Die komplizierten Tarifstrukturen und Kosten für das Herunterladen von Klingeltönen und Logos sind vor allem für Kinder nur schwer zu durchschauen.
Ein bewusster Umgang mit Werbung, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kaufverhalten und eine realistische Einschätzung der eigenen finanziellen Möglichkeiten helfen, Geldprobleme zu vermeiden. Des Weiteren sollten Eltern, Erzieher und Lehrer frühzeitig darauf Einfluss nehmen, dass Geld zur Realisierung von Konsumwünschen angespart wird, um auf diese Weise eine verantwortungsbewusste Kaufentscheidung sicher zu stellen. Denn, wer spart ist auf der sicheren Seite und kann vielleicht noch etwas Besseres oder Günstigeres erwerben. Dafür muss man zwar Geduld aufbringen, hat aber länger Vorfreude und lernt seine Kaufwünsche bewusst zu steuern.
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