Eine Methode, um zu einer Problemsituation eine Lösung zu finden.
Geeignet für die Einzelarbeit und die Arbeit im Plenum.
Materialien Verlauf
Zettel (u.U. mit Faltmarkierungen)
Die TeilnehmerInnen sitzen im Stuhlkreis und beschreiben auf einen Zettel möglichst knapp eine Aufgabe, eine Problemsituation oder ein kommunikatives Verhalten. Dazu sollte der Nachbar eine Lösung oder eine Reaktion finden. Der Zettel mit dieser Aufgabe wird also weitergereicht und eine erste Lösung wird unter die Aufgabe geschrieben. Der Nachbar faltet nun das Blatt so, dass beim erneuten Weiterreichen wiederum nur die Aufgabe, nicht aber seine Lösung sichtbar wird. Dieser Vorgang wird maximal dreimal wiederholt. Nach dem dritten Weitergeben liest der letzte Empfänger die Aufgabenstellung und die drei gefundenen Lösungen vor. Diese können verglichen und in ihrer Qualität diskutiert werden.
Kommentar: Bei großen Gruppen muss der Vorgang auf zweimaliges oder sogar nur einmaliges Weiterreichen beschränkt werden. Gerade im Bereich pädagogischer Problemstellungen wird bei dem Kreisbrief oft deutlich, dass es nicht nur eine richtige Lösung gibt. Oft wird die Frage auch unterschiedlich verstanden und entsprechend, dem durch die Aufgabe vorgegebenen Kontext, interpretiert.
Beispiel: Ein Teilnehmer stellt eine Aufgabe zum Thema 'Gesundheitsernährung': Welche Lebensmittel können heutzutage bedenkenlos nach gesundheitlichen Aspekten konsumiert werden?
1. Antwort: "Keine, denn durch die neuen Lebensmittelskandale sind selbst Bioprodukte zweifelhaft geworden."
2. Antwort: "Alle Erzeugnisse, die direkt vom Erzeuger stammen und lange Transportwege und Zwischenhändler umgehen."
3. Antwort: "Ich denke, in erster Linie Obstprodukte, dann Milch und nach wie vor Bioprodukte."
frei nach Landesinstitut für Schule und Weiterbildung: Anregungen und Beispiele für die Moderation. Soest, 1996.
