„Nachhaltige Schülerfirmen“: Multiplikatorenfortbildung für Lehrer ausgeschrieben
„Schülerfirmen“ erlebten an Deutschlands Schulen in den vergangenen Jahren einen kleinen Boom. Sie gelten als guter Weg, Schülerinnen und Schüler praxisnah an das Wirtschaftsleben heranzuführen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) findet dieses Prinzip gut, meint aber, Schülerfirmen müssen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial korrekt geführt werden, als „Nachhaltige Schülerfirmen“ eben. Um dieses Unternehmensleitbild an Schulen bekannter zu machen, bildet die Stiftung jetzt bundesweit bis zu hundert interessierte Lehrerinnen und Lehrer weiter. Sie sollen Multiplikatoren werden und später selbst Fortbildungen anbieten.
Die Multiplikatorenschulung selbst wird vom Institut für Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung an der Freien Universität (FU) Berlin durchgeführt. Deren Leiter, der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Gerhard de Haan, sagt, in Schülerfirmen könnten „auch lernschwächere Schüler ihre persönlichen Stärken“ einbringen. Ihren Blick auf das Leitbild nachhaltige Entwicklung könne man so schärfen, über gängige Kanäle erreichte man sie kaum dafür. Nachhaltigkeit, so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde, sei aber nur möglich, „wenn die bisherigen Produktions- und Konsummuster auch in der jungen Generation überdacht werden“.
Die DBU fördert die Schulung mit 350.000 Euro. Um einen der freien Plätze bewerben können sich neben Lehrerinnen und Lehrern auch Dozenten aus der Umweltbildung. Ihnen werden in der 18-monatigen, berufsbegleitenden Fortbildung betriebswirtschaftliche und juristische Grundkenntnisse vermittelt, außerdem Qualitätsstandards zur Nachhaltigkeit. Die Schulung wird von den Kultusministerien der Länder unterstützt und schließt mit einem Zertifikat der FU Berlin ab. Weitere Informationen können Interessenten unter Telefon 030/83855085 oder per E-Mail unter plesse@transfer-21.de erfragen.
Wer erstmal wissen will, was eine Schülerfirma überhaupt ist und wie sie funktioniert, dem hilft seit Kurzem ein eigenes Beratungsportal, aufgelegt von der Schüler- und Juniorfirmen Beratungsstelle, einer Einrichtung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das Angebot richtet sich zwar in erster Linie an Schulen und Jugendliche in Baden-Württemberg, leistet aber auch Einsteigern in das Thema gute Hilfestellung. Checklisten für die Vorbereitung der Firmengründung finden sich hier ebenso wie ein Anforderungsprofil für schulische Betreuer oder Tipps zur Finanzierung einer Schülerfirma.
Dieser Artikel gibt den Sachstand Juni 2010 wieder.
Die Multiplikatorenschulung selbst wird vom Institut für Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung an der Freien Universität (FU) Berlin durchgeführt. Deren Leiter, der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Gerhard de Haan, sagt, in Schülerfirmen könnten „auch lernschwächere Schüler ihre persönlichen Stärken“ einbringen. Ihren Blick auf das Leitbild nachhaltige Entwicklung könne man so schärfen, über gängige Kanäle erreichte man sie kaum dafür. Nachhaltigkeit, so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde, sei aber nur möglich, „wenn die bisherigen Produktions- und Konsummuster auch in der jungen Generation überdacht werden“.
Die DBU fördert die Schulung mit 350.000 Euro. Um einen der freien Plätze bewerben können sich neben Lehrerinnen und Lehrern auch Dozenten aus der Umweltbildung. Ihnen werden in der 18-monatigen, berufsbegleitenden Fortbildung betriebswirtschaftliche und juristische Grundkenntnisse vermittelt, außerdem Qualitätsstandards zur Nachhaltigkeit. Die Schulung wird von den Kultusministerien der Länder unterstützt und schließt mit einem Zertifikat der FU Berlin ab. Weitere Informationen können Interessenten unter Telefon 030/83855085 oder per E-Mail unter plesse@transfer-21.de erfragen.
Wer erstmal wissen will, was eine Schülerfirma überhaupt ist und wie sie funktioniert, dem hilft seit Kurzem ein eigenes Beratungsportal, aufgelegt von der Schüler- und Juniorfirmen Beratungsstelle, einer Einrichtung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das Angebot richtet sich zwar in erster Linie an Schulen und Jugendliche in Baden-Württemberg, leistet aber auch Einsteigern in das Thema gute Hilfestellung. Checklisten für die Vorbereitung der Firmengründung finden sich hier ebenso wie ein Anforderungsprofil für schulische Betreuer oder Tipps zur Finanzierung einer Schülerfirma.
Dieser Artikel gibt den Sachstand Juni 2010 wieder.