Wer wir sind
Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. vertritt die Interessen der Verbraucher gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit: die Stimme der Verbraucher. Er ist die Dachorganisation von 16 Verbraucherzentralen und 26 weiteren Verbänden. Ein Referat des Bundesverbandes ist für die Fortbildung der Angehörigen unserer Mitgliedsverbände zuständig, gleichzeitig aber auch für die Stärkung der Verbraucherbildung in der Öffentlichkeit.
Unser Verständnis von Verbraucherbildung
Ein immer komplexer werdender Konsumalltag fordert den Verbrauchern stetig steigende Konsumkompetenzen ab. Fehlen diese Kompetenzen, sind sie nur lückenhaft oder veraltet, hat dies gravierende individuelle, soziale und gesamtwirschaftliche Folgen. Die Zahl der Konsumenten/innen nimmt zu, denen es nicht gelingt, sich selbstbewusst und selbstbestimmt am Markt zu bewegen. Insbesondere bildungsferne Familien oder Familien mit Migrationshintergrund sind hiervon betroffen.
Beispiele für eine mangelnde Bewältigung des (Konsum-) Alltags gibt es genug: Fehlendes Wissen über Handyverträge, Internetangebote oder verlockende Angebote von Versandhäusern führen viele Jugendliche in die Schuldenfalle, mangelndes Wissen über gesunde Lebensmittel begünstigt Fehlernährung und somit das Risiko ernsthafter Erkrankungen, die Orientierung an Werbebotschaften verstellt häufig den Blick auf zukunftsfähige Lebensmuster.
Um diesen Herausforderungen des Konsumalltags gerecht zu werden, müssen Konsumkompetenzen möglichst breit und vor allem möglichst frühzeitig vermittelt werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. setzt hier mit seinem Online-Angebot auf dieser Website an, junge Menschen rechtzeitig zu unterstützen, sich selbstbewusst und selbstbestimmt im Konsumalltag zurecht zu finden, (junge) Konsumenten durch Wissen zu stärken, Zusammenhänge zu verdeutlichen und Verhaltensänderungen zu unterstützen - das entspricht unserem Verständnis von Verbraucherbildung.
Verbraucherbildung an Schulen - unsere Forderungen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband setzt sich zudem stark für mehr Verbraucherbildung an den Schulen ein. Die schulische Verbraucherbildung, so fordert der vzbv, soll ihren Schwerpunkt auf die Vermittlung alltagsbezogener Kompetenzen zur Bewältigung der Lebensführung legen. Dafür ist es erforderlich, Unterrichtsfächer mit einer curricularen Verpflichtung zu den Themen der Verbaucherbildung, der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und allgemein zur ökonomischen Bildung einzurichten. Außerdem müssen auf Initiative der Kultusministerkonferenz länderübergreifende Mindeststandards für die Alltags- und Verbraucherbildung entwickelt werden, die dann auch in den Lehrplänen umgesetzt werden. Der vzbv fordert auch die Schulbuchverlage auf, Unterrichtsmaterialien und Aufgabestellungen zur Verbraucherbildung mit in ihre Bücher aufzunehmen.
Denn erst wenn die Inhalte der Verbraucherbildung bei den Schülerinnen und Schülern ankommt, kann sie von diesen im Alltag umgesetzt werden und ihnen helfen, den (Konsum-) Alltag kompetent zu bewältigen.
Weitere Infos
Das vollständige Positionspapier mit der Stellungnahme des vzbv und den Foderungen finden Sie hier.
Es gibt außerdem einen Brennpunkt zum Thema Bildung anlässlich des Bildungsgipfels der Kanzlerin Merkel im Oktober 2008, der sich ausführlich mit dem Thema Verbraucherbildung auseinandersetzt.