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„Blauer Engel“ wirbt für Papierwende

blauer engel papierwende

(c) vzbv

18.05.2016

Kampagne zum Schulstart

800.000 Tonnen Kopierpapier verbrauchen die Deutschen im Jahr. Fast so viel, wie die Golden Gate Bridge wiegt. Die Organisationen hinter dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ wollen das ändern und werben für eine „Papierwende“. Gerade in Schulen sehen sie gute Möglichkeiten, die einzuläuten. 

Dabei helfen soll die Kampagne „Schulstart mit dem Blauen Engel“, die für den Einsatz von Recyclingpapier wirbt. Sie wird vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, der Jury Umweltzeichen und der RAL gGmbH getragen und will Schülerinnen und Schüler zum umweltfreundlicheren Konsum von Papierprodukten bewegen. 

Den Angaben der Organisationen zufolge werden in Deutschland jedes Jahr allein in Schulen über 200 Millionen Schulhefte verbraucht. Davon sei nur jedes zehnte aus Recyclingpapier, obwohl dieses mit Abstand am besten abschneide, wenn es um Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz gehe. Mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnetes Recyclingpapier verbraucht demnach in der Herstellung rund 60 Prozent weniger Energie und 70 Prozent weniger Wasser als Frischfaserpapier. 

Damit Recyclingpapier künftig öfter den Vorzug bekommt, ruft die Kampagne zu Mitmachaktionen und Marktchecks auf: Schulklassen oder Umweltgruppen, die in den Geschäften ihrer Stadt nachforschen, ob diese Recyclingpapier führen und ihnen andernfalls die „Blaue Karte“ zeigen. Einen Leitfaden dazu und weiteres Info- und Aktionsmaterialien gibt es auf der Website zur Kampagne. 

Volker Teichert von der Jury Umweltzeichen sagt, wer in der Schule etwas über Nachhaltigkeit lerne, handle auch eher danach. Deshalb wende die Kampagne sich gezielt an Schulen. Um sie über die Umweltvorteile von Recyclingpapier zu informieren – „und um mit uns die Papierwende in Gang zu setzen.“

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