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Digitale Bildung in Schulen: Strategie für Bayern liegt vor

09.03.2016

Bildungspläne und Fortbildungen im Visier

Der Freistaat Bayern hat jetzt eine „Digitale Bildungsstrategie“. Sie soll jungen Menschen dabei helfen, mit den Veränderungen durch die Digitalisierung offen und flexibel umzugehen. In ihrem Mittelpunkt steht der „selbstbestimmte und verantwortungsvolle Nutzer“.

Das erklärte der bayerische Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Vorstellung der Strategie im Januar. Sie dokumentiert auf knapp 50 Seiten, was im Freistaat in Sachen digitaler Bildung bereits an Schulen, Hochschulen und Kultur passiert und was für die nächsten Jahre geplant ist. Ins Visier nimmt das Papier dabei unter anderem die Bildungspläne des Landes und Fortbildungen für Lehrkräfte.

Zu den Lehrplänen heißt es etwa, sie sollten künftig einen stärkeren Fokus auf den kritischen und produktiven Umgang mit digitalen Medien legen. Dazu zählten insbesondere „Kompetenzen wie 10-Finger-Tastschreiben, Textverarbeitung, Präsentation, Tabellenkalkulation und Informationsverarbeitung“. Schülerinnen und Schüler sollten lernen, digitale Medien und Geräte nicht nur zu nutzen, sondern auch selbst mit zu gestalten und zu entwickeln. 

Außerdem will die Landesregierung sich für den Einsatz sogenannter „Open  Educational Resources“ (OER) einsetzen. Das sind kostenlos angebotene Unterrichtsmaterialien, die sich frei verändern oder erweitern lassen. Auch digitale Schulbücher sollen künftig öfter in den Klassenzimmern auftauchen. Als Einstieg bieten sich dem Papier zufolge die anstehenden Neufassungen der Lehrpläne an, in deren Zuge die Schulbücher im Freistaat neu verfasst werden müssten. 

Mehr Medienbildung soll es nach dem Willen der Landesregierung auch in der Ausbildung von Lehrkräften geben. In dem Strategiepapier heißt es dazu, eine „Verstärkung und Erhöhung der Nachhaltigkeit dieser Inhalte wird angestrebt.“ Das soll zum einen schon im Studium passieren. Zum anderem im Vorbereitungsdienst angehender Lehrerinnen und Lehrer. Der Umgang mit digitalen Medien und deren Einsatz sollen hier „verpflichtend geübt werden“.

Auch bereits unterrichtende Lehrkräfte nimmt die Strategie ins Visier. Sie sollen sich über pädagogische Tage und Fachsitzungen weiterbilden. Das könne eine „systematische Medienerziehung noch weiter fördern“, heißt es in dem Papier dazu. Zudem fordert die Landesregierung die Führungskräfte an Schulen auf, ihrer Vorbildfunktion nachzukommen – zum Beispiel durch eine positive Haltung digitalen Medien gegenüber.

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