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Forscher: Medienerziehung nicht erst in Schulzeit beginnen

03.06.2015

miniKIM-Studie 2014

Fernsehen und Bücher ja, Computer und Internet eher weniger. So lässt sich vereinfacht der Medienkonsum von Vorschulkindern zusammenfassen. Forscher haben ihn gerade vermessen. Sie sagen: Medienerziehung sollte nicht erst in der Schulzeit ansetzen. 

Das ist ein Fazit, das der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) in seiner jetzt erschienenen miniKIM-Studie 2014 zieht. Die Forscher haben für die Untersuchung die Haupterzieher zum Medienumgang ihrer zwei- bis fünfjährigen Kinder befragt. Rund 600 von ihnen gaben Auskunft.

Kritisch gaben sich die Befragten vor allem gegenüber dem Internet. Zwar nutzten praktisch alle von ihnen selbst das Netz. Als Medium für Kinder erachten sie es eher nicht: Sie fürchten, dass es Einfluss auf die Gewaltbereitschaft hat, ihre Kinder mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert oder sie zu „Stubenhockern“ macht. 

Fernsehen, Videos oder DVDs bergen nach Ansicht der Eltern zwar ähnliche Gefahren. Für ihre Kinder seien sie aber dennoch wichtig, damit sie im Freundeskreis mitreden können. Die Vier- bis Fünfjährigen schauen der Erhebung zufolge bereits knapp eine Stunde Fern pro Tag. 

Für die Forscher ist es auch deswegen klar, dass Medienerziehung „nicht erst mit dem Schuleintritt Beachtung finden“ sollte, sondern „idealerweise schon in der frühen Kindheit“ ansetzt. Denn auch wenn Vorschulkinder noch nicht alle Medien intensiv nutzten, kämen sie dennoch über die Eltern in Kontakt mit ihnen  – und das auch mit dem eher kritisch gesehenen Internet.

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