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Tag der Schulverpflegung: bundesweit Aktionen für gutes Schulessen

Eine Gruppe Kinder kocht gemeinsam. Sie schälen Möhren und schneiden Radieschen und Paprika in kleine Stücke.
24.09.2019

Alle Beteiligten sind gefordert

Deutlich mehr Schülerinnen und Schüler haben mittlerweile die Möglichkeit, in der Schule eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen, doch viele nutzen dieses Angebot nicht. Das zeigt die Ernährungsstudie ESKIMO II des Robert Koch-Instituts. Der jährliche Tag der Schulverpflegung bietet die Chance, Kinder und Jugendliche das Schulessen schmackhaft zu machen.

Unter dem Motto „Vielfalt schmecken und entdecken“ organisieren die Vernetzungsstellen Schulverpflegung der Länder rund um den 23. September bundesweit Aktionstage. Dabei engagieren sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Cateringunternehmen jeweils für besseres Schulessen. 2019 steht zudem das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

„Klimaschutz snackt!“ lautet beispielsweise der Wettbewerb, zu dem das hessische Netzwerk Schulverpflegung aufgerufen hat. In Sachsen-Anhalt stellt die Vernetzungsstelle den Cateringunternehmen eine Sammlung vegetarischer Rezepte zur Verfügung, die Kinder und Jugendliche als gut befunden haben. 

Der Tag der Schulverpflegung ermöglicht über verschiedene Projekte und Aktionen, dass Thema Ernährung in den Schullalltag zu integrieren. Gleichzeitig bietet er die Chance, Schülerinnen und Schüler vom Schulessen zu überzeugen, indem sie sich im Rahmen der Aktion mit dem Speisenangebot auseinandersetzen. Bislang nutzen Kinder und Jugendliche das bestehende Angebot nämlich nur zurückhaltend. 

Studie zeigt Verbesserungsbedarf

43,7 Prozent der Sechs- bis Elfjährigen und 68 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen verzichten darauf, ein warmes Mittagessen in der Schule zu sich zu nehmen. Das geht aus der ESKIMO II-Studie zum Ernährungsverhalten der Sechs- bis 17-Jährigen hervor, die das Robert Koch-Institut (RKI) von 2015 bis 2017 durchgeführt hat. Unabhängig vom Alter war einer der Hauptgründe, dass bereits zu Hause eine warme Mahlzeit wartet. Die mangelnde Qualität des Essens und Rahmenbedingungen wie ein zu hoher Preis oder zu kurze Pausen waren jedoch ebenfalls ausschlaggebend. 

Die für die Ernährungsstudie verantwortlichen Wissenschaftlerinnen empfehlen, das Speisenangebot und die Rahmenbedingungen an die Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Eine angemessene Mahlzeit anzubieten, ist laut Autoren der Studie eine Aufgabe von Schule, da sie neben der Familie das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen am meisten präge. Diese Aufgabe zu bewältigen, liegt jedoch in der Verantwortung aller Beteiligten. Darauf weist auch der Ergebnisbericht zur ESKIMO II-Studie hin.

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