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Talk-Show zum Thema Computerspiele

Mit den games-kompakt-Unterrichtsmaterialien „Talk-Show zum Thema Computerspielen“ liegt eine Unterrichtseinheit zum Thema „Computerspiele, Jugendkultur, Jugendmedienschutz“ vor.

Ziel dieser Unterrichtseinheit ist, eigenes Mediennutzungsverhalten und Spielpräferenzen zu reflektieren und sich im Sinne des Jugendmedienschutzes mit Gewalt in Computerspielen sowie Werten und Normen zur Beurteilung von Games zu befassen.

Während zweier Unterrichtsstunden erarbeiten SchülerInnen ab der 5. Klasse in Gruppenarbeit Grundlagenwissen zu Computerspielen und Jugendmedienschutz, bewerten Computerspiele nach Maßgaben der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“ (USK), versetzen sich in die Rolle von SpielerIn / Eltern / LehrerIn / JugendschützerIn / Spieleindustrie und sammeln für eine die Unterrichtseinheit abschließende Talkshow Argumente. Als Unterrichtsfächer werden Deutsch, Religion und Sozialkunde angegeben sowie die Angabe „fächerübergreifend“ gemacht. Die Vorbereitungszeit für die Lehrkraft ist mit 45-60 Minuten beziffert.

Die Unterrichtseinheit ist als PDF kostenlos verfügbar. Sie umfasst 13 Seiten. Neben inhaltlichen und organisatorischen Hinweisen auf der ersten Seite finden sich im weiteren Verlauf die Lernziele, Erläuterungen zum Unterrichtsablauf, Bearbeitung der Arbeitsblätter, Lösungen zu den Aufgaben, Beispiele für Tafelbilder und Diskussionsfragen. Das PDF-Dokument schließt mit dem Ablaufplan der beiden Unterrichtstunden, Links zu den benötigten Arbeitsmaterialien (online als Download verfügbar, teils als Klassensatz bestellbar) sowie den drei benötigten Arbeitsblättern. Neben der obligatorischen Tafel sind Laptop oder Computer plus Beamer als Arbeitsmittel optional.

Wer schnell und unkompliziert zwei Unterrichtseinheiten zu Computerspielen und Jugendmedienschutz realisieren möchte, kann sich getrost auf die vorliegende Einheit stützen. Die Vorbereitungszeit ist überschaubar, das Thema recht risikolos zu behandeln, der Einsatz von PC oder Laptop im Unterricht ist nicht zwingend gefragt und die abschließende Diskussionsrunde dient der kritischen Reflexion des Gelernten und der Mediennutzung der Lernenden. Dennoch ist vorab zu klären, für welche Altersstufe die Beispiele auf den angehängten Arbeitsblättern sind, um zu junge SchülerInnen nicht mit für sie ungeeignetem Material zu konfrontieren.

Der modulare Aufbau würde die Ausweitung der Thematik zulassen, verschiedene Sozialformen beim Erarbeiten der Aufgaben sind denkbar. Der gezielte Einsatz von Computerspielen im Sinne einer Vorführung oder das Abspielen der Spiele-Trailer im Unterricht würde die Einheit bereichern, ist aber nicht notwendig.

Indikatoren
Einzelbewertung
Balken
Fachlicher Inhalt:
Sehr gut
Methodik-Didaktik:
Sehr gut
Formale Gestaltung:
Gut
Gesamtbewertung:
Sehr gut
Ausführliche Bewertung
Die 13-seitige Unterrichtseinheit zum Thema „Computerspiele, Jugendkultur, Jugendmedienschutz“ erscheint als PDF-Datei im schlichten und offensichtlich selbst erstellten Design.Das Material richtet sich an Lehrende, die mithilfe der vorliegenden Datei mit einer Vorbereitungszeit von 45-60 Minuten zwei Unterrichtsstunden mit insgesamt 90 Minuten füllen können.Das Lernziel ist mit der Reflexion des eigenen Mediennutzungsverhaltens und der eigenen Spielepräferenzen sowie der Einordnung von Gewaltdarstellungen und der Diskussion von Werten und Normen angegeben. Damit bewegt sich die Unterrichtseinheit im Bereich der kritisch-reflexiven Medienkompetenz und thematisiert mit der Bewertung von Computerspielen nach Vorgaben der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“ (USK) explizit den Jugendmedienschutz. Die Unterrichtseinheit ist für SchülerInnen ab der 5. Jahrgangsstufe gedacht, jedoch mit der Einschränkung, dass für die Erarbeitung eines der Arbeitsblätter bei jüngeren SchülerInnen die Lehrkraft Hilfestellung leisten muss.Wichtig: Die Erfahrungen mit Computerspielen werden angenommen oder vorausgesetzt. Wo sie nicht (in dem notwendigen Umfang) vorhanden sind, können kurze Videos der Spiele Abhilfe schaffen. Dabei muss jedoch muss bedacht werden, dass einige der Spiele ggf. nicht für die jüngeren SchülerInnen freigegen sind und somit auch die online verfügbaren Trailer nicht gezeigt werden dürfen. Eine solide Vorbereitung inklusive Sichtung der Spielbeispiele durch die Lehrkraft ist hier unabdingbar.Der Unterrichtsablauf ist auf sechs Seiten ausführlich beschrieben. Das umfasst auch Hinweise zu den Arbeitsblättern, Arbeitsformen und Links zu Materialien. Am Ende der Datei finden sich Links zu Arbeitsmaterialien sowie die benötigten Arbeitsblätter. Die Verwendung eines PCs oder Laptops ist als optional angegeben; eine Tafel würde für die Durchführung ausreichen.Die Unterrichtseinheit wird durch Gruppenarbeitsphasen und Input durch die Lehrkraft strukturiert. Am Ende der 90 Minuten steht eine Talkshow, in der in Form eines Rollenspiels die vorab erarbeiteten Themen gemeinsam, kritisch und kontrovers diskutiert werden sollen. Kritische Medienkompetenz wird hier in einem spielerischen Format angeeignet, Bezüge zum Alltag der Lernenden sind gegeben und dies lässt vermutlich viele der Lernenden als Experten in dem Bereich Computerspiele erscheinen, die kompetent über das Thema sprechen können.Die PDF-Datei kommt optisch ein wenig unzeitgemäß daher, was aber inhaltlich und fachlich keine Einbuße darstellt.Insgesamt ist die Unterrichtseinheit gut geeignet, um mit wenig Vorbereitungsaufwand kritische Medienkompetenz zu schulen und die SchülerInnen in den Bereich des Jugendmedienschutzes einzuführen.
Herausgeber
Erscheinungsjahr
Autor/in
Jürgen Sleegers
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