Häufige Fragen (F.A.Q.)

Wer kann mir bei Fragen weiterhelfen? Warum sollte ich mich im Netzwerk Verbraucherschule anmelden? Und was ist eigentlich eine Verbraucherschule? Wir beantworten Ihre Fragen zur Auszeichnung.

Ihre Frage wurde hier noch nicht beantwortet? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular.

Warum sollte ich mich im Netzwerk Verbraucherschule anmelden?

Wenn Sie Verbraucherbildung aktiv in den Schulalltag und Unterricht integrieren wollen, bietet das Netzwerk vielfältige Unterstützung - von Materialien zu den Themen der Verbraucherbilung, über Beratung bis hin zu Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten. Alle Angebote finden Sie in der Rubrik „Das Netzwerk“.

Alle Schulen, die die Unterstützungsangebote des Netzwerks nutzen möchten oder sich als Verbraucherschule bewerben wollen, müssen sich vorab anmelden.
Erst nach der Anmeldung erhalten sie die Bewerbungsunterlagen und den Zugang zu den Unterstützungsangeboten.

Die Anmeldung und Teilnahme im Netzwerk sind vollkommen kostenfrei und dienen allein der Unterstützung und Betreuung interessierter Schulen. Die Teilnahme kann jederzeit beendet werden, die personenbezogenen Daten werden dann sofort gelöscht.

> Hier können Sie sich für das Netzwerk anmelden

Wie kann sich meine Schule als Verbraucherschule bewerben?

Vor der Bewerbung muss sich jede Schule im Netzwerk Verbraucherschule anmelden – danach erhalten Sie die Bewerbungsunterlagen.
Die Unterlagen für die Auszeichnung müssen dann bis zum Bewerbungsschluss der jeweiligen Auszeichnungsrunde digital eingereicht werden.
Die Kontaktdaten finden Sie im Bewerbungsbogen.

Hilfestellungen für die Bewerbung und die Fristen finden Sie in der Rubrik „Jetzt mitmachen“.

Kann meine Schule Verbraucherschule werden?

Jede staatlich anerkannte, allgemeinbildende oder berufsbildende Schule in Deutschland kann Verbraucherschule werden. Eine Ausnahme gilt für Schulen im Bundesland Bayern (Erläuterungen siehe unten).

Im Download-PDF finden Sie eine ausführliche Aufstellung aller Kriterien.

Was ist eine Verbraucherschule?

Verbraucherschulen setzen sich durch Bildung aktiv für Verbraucherschutz ein: Sie schärfen bei Schülerinnen und Schülern den kritischen Blick auf Konsumentscheidungen und vermitteln Alltagskompetenzen im Klassenzimmer und außerhalb des Unterrichts. Sie beziehen dabei die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen als zentralen Bestandteil ein und behandeln die vier Handlungsfelder der Verbraucherbildung (siehe die Frage: „Welche Themen umfasst Verbraucherbildung?“) Schülerinnen und Schüler führen beispielsweise Marktchecks durch, bewirtschaften den Schulgarten oder informieren als Medienscouts ihre Mitschülerinnen und Mitschüler über Fallstricke bei Online-Einkäufen oder Preisvergleichsportalen.

Welche Vorteile bringt eine Auszeichnung für unsere Schule?

Ihre Schule kann ihr Profil als Verbraucherschule schärfen und sich öffentlichkeitswirksam als Institution positionieren, die sich in besonderer Weise für die Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzt.

Als ausgezeichnete Verbraucherschulen erhalten Sie eine Plakette für das Schulgebäude und Nutzungsrechte des Auszeichnungslogos zum Beispiel für die Schulhomepage und Briefköpfe. Die Auszeichnung bietet eine gute Gelegenheit, sich auch in der lokalen Presse zu präsentieren.

Nicht zuletzt zeigen Sie als ausgezeichnete Verbraucherschule, dass Sie der Vermittlung von Alltagskompetenzen einen gesellschaftlichen Stellenwert beimessen und sich aktiv dafür engagieren.

Warum wurden die Verbraucherschulen ins Leben gerufen?

Bundesweit erkennen immer mehr Schulen, dass Verbraucherbildung für die Entwicklung der Alltagskompetenzen von Kindern und Jugendlichen elementar ist. Sie haben begonnen Verbraucherbildung im Unterricht umzusetzen und in ihren Schulalltag zu integrieren oder sie planen entsprechende Maßnahmen für die kommenden Schuljahre.

Dieses vielfältige Engagement für Verbraucherbildung an Schulen möchte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fördern, würdigen und für eine möglichst große Öffentlichkeit sichtbar machen.

Verbraucherbildung an Schulen hat mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2013 bereits politischen Rückenwind erhalten. Sie findet sich mittlerweile in vielen Lehrplänen der Bundesländer wieder. Auch die Verbraucherschutzministerkonferenz setzte sich mit ihren Beschlüssen aus den Jahren 2013, 2016, 2017 und 2018 für mehr Verbraucherbildung ein. Eine bundesweite Umsetzung in allen Schulformen hat bisher jedoch noch nicht stattgefunden und braucht noch weiteres Engagement.

Das Netzwerk und die Auszeichnung Verbraucherschule sind ein Baustein, um Verbraucherbildung an Schulen zu stärken und Kinder und Jugendliche zu unterstützen, verantwortungsvolle Konsumentscheidungen zu treffen.

Wer entscheidet über die Auszeichnung?

Ob eine Schule als Verbraucherschule ausgezeichnet wird, entscheidet unsere kompetente und unabhängige Jury.
Sie setzt sich aus Experten der Verbraucherbildung zusammen und begutachtet die Bewerbungen anhand spezifischer Kriterien.

Informationen zu den Kriterien und zur Jury finden Sie in der Rubrik „die Auszeichnung".

Wer steckt hinter Verbraucherschule?

Die Auszeichnung Verbraucherschule wird vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) entwickelt und vergeben. Der vzbv ist die starke Stimme von mehr als 80 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland. Der Verband setzt sich für eine gerechte und nachhaltige Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung ein, in der die Bedürfnisse der Verbraucher im Mittelpunkt stehen. Im Austausch mit der Politik, Unternehmen und Verbänden tritt der vzbv für die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher ein. Der Verein ist demokratisch, parteipolitisch neutral, überkonfessionell und unabhängig (§3 Absatz 1 der Satzung). Weitere Informationen auf der Website: https://www.vzbv.de/ueber-uns.

Das Projekt wird vom 1. April 2019 bis 31. März 2021 durch:

das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

 

(die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages)

und die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz (DSV).

Was ist Verbraucherbildung?

Verbraucherbildung ist nichts anderes als theoretisches und angewandtes Alltagswissen.

Kinder und Jugendliche stehen in ihrem Alltag einer Fülle von Konsumgütern gegenüber. Wo und unter welchen Bedingungen diese hergestellt wurden oder ob diese für ihr Alter geeignet sind, entzieht sich oft ihrer Kenntnis.
Verbraucherbildung fördert die Alltags- und Konsumkompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Verbraucherbildung ermöglicht Kindern und Jugendlichen, ihr Leben verantwortungsbewusst für sich und andere zu gestalten – auch in der komplexen und sich kontinuierlich verändernden Konsumgesellschaft.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre „Fürs Leben lernen: Verbraucherbildung ist Zukunft“.

Welche Themen umfasst Verbraucherbildung?

Die Einbeziehung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ist zentraler Bestandteil von schulischer Verbraucherbildung. Als Querschnittsthema kann Verbraucherbildung in alle Fächern integriert werden und umfasst vier Handlungsfelder. Unten aufgelistet finden sie die vier Handlungsfelder und entsprechende Themenbeispiele:

Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht
•    Verträge, AGBs etc.
•    Altersvorsorge
•    Versicherungen
•    Geldanlagen und Sparen
•    Budgetplanung und Haushaltsführung
•    Kreditwesen
•    Preisentstehung
•    Werbung / Marketing
•    Schuldenprävention
•    …

Ernährungs- und Gesundheitsbildung
•    Lebensmittel: Nährwerte, Inhaltsstoffe, Kennzeichnung
•    Essenszubereitung
•    Gesunde Lebensführung
•    Bewegung
•    Lebensmittelmarketing
•    Pestizide, Chemikalien, genveränderte und biologische Lebensmittel
•    Lebensmittelproduktion
•    …

Medien und Information
•    Datensicherheit und Passwörter
•    Informationsbeschaffung und -bewertung
•    Urheberrechte
•    Marketingstrategien
•    Verträge im Internet / AGB / Nutzungsbedingungen
•    Cybermobbing
•    Soziale Netzwerke
•    …

Nachhaltiger Konsum und Globalisierung
•    Nachhaltige Lebensführung
•    Globalisierung und fairer Handel
•    Klima und Energie
•    Bio- und andere Siegel
•    Ökologischer Fußabdruck
•    Mobilitätsmöglichkeiten
•    Produktionsketten
•    …

Hinweis für Bayerische Schulen

Bayerische Schulen können sich als Partnerschule Verbraucherbildung Bayern über den VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. auszeichnen lassen: www.partnerschule-bayern.de.
Die Auszeichnung wird in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vergeben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützt dieses Anliegen.

Die Partnerschule Verbraucherbildung Bayern ist für den aktuellen Auszeichnungszeitraum der Auszeichnung Verbraucherschule Silber des vzbv gleichgesetzt. Eine gesonderte Auszeichnung durch den vzbv findet in Bayern nicht statt.
Bayerische Schulen, die Zugriff auf die Unterstützungsangebote der Auszeichnung Verbraucherschule erhalten möchten, können sich im Netzwerk Verbraucherschule anmelden.

Seit wann gibt es die Verbraucherschulen?

Der vzbv hat die Verbraucherschulen in 2015 auf den Weg gebracht und gemeinsam mit Experten die Kriterien und Kommunikationsmittel entwickelt.

In 2016 wurden die ersten Schulen ausgezeichnet.

In 2017 wurde das Netzwerk Verbraucherschule ins Leben gerufen und fand der zweite Auszeichnungszyklus statt.

In 2019 wird der dritte Auszeichnungszyklus durchgefürht.

Wie viele Verbraucherschulen wurden bisher ausgezeichnet?

Insgesamt 42 Schulen haben bereits die Auszeichnung als Verbraucherschule erhalten. Einige dieser Schulen konnten sich bereits rezertifizieren lassen oder haben Ihren Status von Silber auf Gold verbessert.

Im ersten Auszeichnungszyklus (2016) wurden 14 Schulen ausgezeichnet - davon sieben als Verbraucherschule Silber und sieben als Verbraucherschule Gold.

Im zweiten Auszeichnungszyklus (2017) wurden insgesamt 32 Schulen (inklusive der Rezertifizierungen) ausgezeichnet – davon 27 als Verbraucherschule Silber und fünf als Verbraucherschule Gold.

Berichte zu den Auszeichnungsverantaltungen und die Schulporträts finden Sie in der Rubrik "Ausgezeichnete Schulen".

Was steht in den Beschlüssen der KMK und VSMK

Die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) haben in ihren Beschlüssen seit 2013 die Stärkung von Verbraucherbildung vorangetrieben:

KMK-Beschluss „Verbraucherbildung an Schulen“ vom 12.09.2013: www.tinyurl.com/KMK-Verbraucherbildung2013

VSMK-Beschluss zur Stärkung der Verbraucherbildung (ab S. 30), vom 17.05.2013: www.tinyurl.com/VSMK-Verbraucherbildung2013x

VSMK-Beschluss zur Stärkung der Verbraucherbildung (ab S. 104), vom 22.04.2016: www.tinyurl.com/VSMK-Verbraucherbildung2016x

VSMK-Beschluss zur Stärkung der Verbraucherbildung (ab S. 20), vom 28.04.2017: www.tinyurl.com/VSMK-Verbraucherbildung2017

VSMK-Beschluss zur Stärkung der Verbraucherbildung (ab S. 20), vom 15.06.2018: www.tinyurl.com/VSMK-Verbraucherbildung2018