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Computer sind für Kinder fester Bestandteil des Alltags – nur nicht in der Schule

03.04.2017

KIM-Studie 2016 veröffentlicht

Smartphones, Tablets, Computer: Kinder nutzen diese Geräte nicht nur zum Chatten und Spielen, sondern auch ganz selbstverständlich, um sich auf die Schule vorzubereiten. Drei Viertel der Sechs- bis 13-Jährigen recherchieren für die Hausaufgaben im Internet, zwei Drittel schreiben regelmäßig Texte für die Schule am Computer und gut jeder Zweite nutzt wöchentlich zu Hause Lernprogramme.


Diese Zahlen lassen sich aus der Ende Februar veröffentlichten Studie „Kinder, Information, (Multi-)Media“, kurz: KIM-Studie 2016, entnehmen, für die 1.200 Kinder zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt wurden. Insgesamt 77 Prozent aller Schüler nutzen nach eigener Angabe zumindest gelegentlich einen Computer oder Laptop – allerdings vor allem zu Hause oder bei Freunden. Nur etwa zwei Fünftel der Befragten arbeiten auch in der Schule am Computer, wobei der Einsatz an weiterführenden Schulen deutlich höher liegt (Haupt-/Realschule: 53 Prozent, Gymnasium: 56 Prozent) als an Grundschulen (27 Prozent).


Die Autoren der Studie stimmt das besorgt: Denn mit dem aktuellen Papier „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz (KMK) sei auch im Grundschulbereich der Einsatz digitaler Medien als eine Vorgabe definiert worden – und zwar nicht nur als Zusatzthema. Doch obwohl Computer auch für jüngere Schüler heute fester Bestandteil ihres Alltags sind (knapp 60 Prozent der Grundschüler zählen sich grundsätzlich zu den Computernutzern), kommen sie in der Schule nur sporadisch zum Einsatz. „In der Schule wird der PC dann vor allem in einem speziellen Unterricht für Computer (z.B. ITG/Informationstechnische Grundausbildung) eingesetzt (74%)“, schreiben die Forscher. Dabei würden die Computer in erster Linie als „Schreibmaschine“ verwendet, da neun von zehn Kindern vor allem digital Texte verfassen. An zweiter Stelle der schulischen Tätigkeiten am Computer kommt die Nutzung des Internets: Drei Viertel gehen wöchentlich in der Schule ins Internet, um etwas nachzulesen oder zu suchen.


Auch hier zeigt sich der Unterschied zum Alltag der Kinder: Bei der Computernutzung zu Hause steht das Recherchieren im Internet an erster Stelle, erst danach kommt das Schreiben von Texten. Bei der Recherche stellen für die Schüler YouTube-Videos eine wichtige Quelle dar. Der KIM-Studie zufolge gibt jedes vierte Kind an, dass es auf der Plattform wöchentlich Videos zu Schulthemen anschaut.

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