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Die große Lebensmittelverschwendung

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11.11.2013

Ursachen, Folgen, Aktionsideen

Geschätzte 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr in der Mülltonne, obwohl sie eigentlich zum Verzehr taugten. Die große Verschwendung ist nicht nur ein ethisches Problem. Sie belastet auch die Umwelt und das Klima. Wie das kommt und was Lebensmittelhändler, Küchenchefs und jeder Einzelne dagegen tun kann, zeigt das aktuelle Material der Woche. Es wirbt für nachhaltige Lebensstile und den Umwelt- und Ressourcenschutz.

Das von der Hamburger Nichtregierungsorganisation Agrar Koordination in der Reihe „KonsUmwelt“ herausgegebene Bildungsmaterial richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Es bietet Hintergrundinformationen, Arbeits- und Aktionsvorschläge rund um die Themen Nahrungsmittelproduktion und -verschwendung und wurde von unabhängigen Bildungsexperten, die das Material im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands vzbv auf den inhaltlich-didaktischen Prüfstand gestellt haben, mit „gut“ bewertet.

Die Themen der Bildungsmappe

Das aktuelle Material der Woche führt in die Themen Ressourcenknappheit und Klimawandel ein und erläutert, wie diese mit unserer Ernährungsweise und der Art der Nahrungsmittelproduktion zusammenhängen – nachgezeichnet anhand der Beispiele Fleisch und Tomaten. Daneben widmet sich die Bildungsmappe der Lebensmittelverschwendung: Beleuchtet werden deren Ursachen und Folgen, sowohl in reichen als auch in armen Ländern. Außerdem geht es um die Fragen, warum Lebensmittel in Deutschland so billig sind, was das Mindesthaltbarkeitsdatum mit der Verschwendung von Lebensmitteln zu tun hat oder wie sie sich die Verschwendung hierzulande auf die Menschen in ärmeren Weltregionen auswirkt.

Ideen für Aktionen und Arbeitsvorschläge für den Unterricht

Flankiert werden diese Sachinformationen durch kleinere und größere Aktionsvorschläge und Ideen für den Unterricht sowie Tipps für weiterführende Recherchen. Anregungen gibt es etwa zur Ermittlung der CO2-Bilanz eines typischen Mittagessens oder zur Kalkulation des eigenen ökologischen Fußabdrucks. Die Schülerinnen und Schüler werden daneben aufgefordert, bestimmte Aspekte der Lebensmittelproduktion und -verschwendung genauer zu recherchieren oder selbst Buch darüber zu führen, wie viele Lebensmittel zuhause in einer Woche im Müll landen und warum. Außerdem finden sich in dem Material Beispielfragen für Interviews mit Händlern, Produzenten und Konsumenten zur Verschwendung von Nahrungsmitteln und Möglichkeiten, diese einzudämmen.

Methodisch-didaktische Hinweise

Das aktuelle Material der Woche orientiert sich an den Leitlinien der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und will Jugendlichen Wege zum nachhaltigen Denken und Handeln eröffnen. Es lässt viel Raum für weiterführende Recherchen und bietet Hinweise auf thematisch passende Filme, Bücher und Kampagnen. Eingesetzt werden kann die Bildungsmappe unter anderem in den Fächern Erdkunde, Hauswirtschaft oder Verbraucherbildung, ebenso taugt sie für Projekttage oder -wochen.