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Die Schule auf CO2-Diät setzen

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(c) classroom - shannonmatthew - pixabay CC0 Public Domain

10.09.2014

Unterrichtstipps für eine „grünere“ Schule

Die Schule startet, der Herbst naht. Überall werden die Heizungen hochgedreht, auch in Deutschlands Klassenzimmern. Schlecht nur, wenn das zulasten der Umwelt geht  – und der ökologische Fußabdruck des Schulgebäudes durch hohen Energieverbrauch wächst und wächst. Es geht auch anders, klimafreundlicher und ohne Komfortverlust. Wer seine Schülerinnen und Schüler dafür gewinnen möchte, findet im Materialkompass des Verbraucherzentrale Bundesverbands vzbv gute Unterrichtsideen, um die eigene Schule auf CO2-Diät zu setzen. 

Ökologischen Fußabdruck der eigenen Schule berechnen

Wer etwas sparen will, muss erst wissen, was er verbraucht. Für das Messen des Umweltverbrauchs taugt der Maßstab „Ökologischer Fußabdruck“. Wie der funktioniert und sich für das eigene Schulgebäude ermitteln lässt, zeigt das Unterrichts-material „Fair Future“, das im Zuge der gleichnamigen Schulkampagne entstanden ist. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 12, die zunächst recherchieren, wie hoch zum Beispiel der Wärmeenergieverbrauch der Schule ist oder wie sich das Schulessen auf die Größe des Fußabdruckes auswirkt. Anschließend überlegen sie, wie sie ihre Schule auf „grünere“ Füße stellen können und welche konkreten Maßnahmen dafür in Frage kommen. Das im Materialkompass mit der Gesamtnote „gut“ bewerte Material bietet Lehrerinnen und Lehrern neben etlichen Hintergrundinformationen eine detaillierte Verlaufsplanung und zahlreiche kopierbare Arbeitsblätter zur Unterrichtsgestaltung. 

Mit einem Energiesparkonto zur CO2-freien Schule 

Für den Unterricht in den Klassen 5 bis 10 wiederum eignet sich das „Schulpaket CO2-frei zum Energiesparkonto für Schulen“. Es wurde vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen entwickelt, ebenfalls mit der Gesamtnote „gut“ bewertet und motiviert zum verantwortungsvollen Umgang mit Energie. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Material unter anderem, Energieverschwender mithilfe von Messgeräten aufzuspüren und richten ein Online-Energiesparkonto für die eigene Schule ein. Dafür müssen sie sich zuvor die Energiedaten ihrer Schule besorgen, Zählerstände ablesen oder die Abrechnung des Energieversorgers der Schule entschlüsseln. Anschließend entwickeln sie für verschiedene Schulräume Energie-sparmaßnahmen und werben unter ihren Mitschülern für deren Umsetzung. Für die insgesamt vier Module des Materials wurden zahlreiche Arbeitsblätter und Unterrichtsideen für den naturwissenschaftlichen und fächerübergreifenden Unterricht zusammengetragen. Lehrkräfte finden zudem etliche Tipps, in welchen Fächern sich das Thema Energie einbinden lässt. 

Mobilität und unser CO2-Budget 

Dass sich der ökologische Fußabdruck in der Schule nicht nur durch Energiesparen in Klassenräumen senken lässt, sondern zum Beispiel auch durch umwelt-freundlichere Klassenfahrten, zeigt das vom hep-Verlag herausgegebene Material „Die Mobilität und unser CO2-Budget“. Die mit „sehr gut“ bewertete Planungshilfe für zukunftsfähige (Klassen-) Reisen greift Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 2 dabei unter die Arme, ihr persönliches CO2-Budget einzuschätzen und die Klimabilanz verschiedener Verkehrsmittel zu vergleichen, indem sie Reisezeiten, Emissionen und Kosten gegenüberstellen. Das Material besteht aus einem Schülerdossier mit Aufgaben für den Unterricht sowie einem Lehrerdossier, das die Lösungen dazu, ergänzende Hintergrundinformationen und didaktische Hinweise enthält. Außerdem finden Lehrkräfte eine Folienauswahl zur Unterrichtsvorbereitung, Vordrucke für den Vergleich verschiedener Verkehrsmittel und Excel-Tabellen zur Auswertung recherchierter Daten.

Weitere Unterrichtsmaterialien zum Ökologischen Fußabdruck 

Nicht nur der Verbrauch von Energie, auch der Konsum von Lebensmitteln oder unsere Mobilität kosten natürliche Ressourcen. Wie hoch der eigene Umweltverbrauch ist, lässt sich mit dem „Ökologischen Fußabdruck“ kalkulieren. Zahlreiche Unterrichtsmaterialien erklären, wie seine Berechnung funktioniert, was dieser Maßstab nutzt und wo er an Grenzen stößt. Besonders gelungene Materialien hat das Team des Materialkompass’ auf einer eigenen Seite zusammengestellt.