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Digitale Bildung in der Schule: was geht, was nicht?

18.02.2015

didacta-Fachforum

Google klärt über Datenschutz auf, Microsoft über Internetbetrüger. In Sachen digitaler Bildung haben kapitalstarke Konzerne längst auch Schulen im Visier: mit kostenlosen Unterrichtsmaterialien und allerlei Wettbewerben. Ist das statthaft? Oder eine Gefahr für die Unabhängigkeit von Schule? Darüber diskutieren Fachleute am 25. Februar auf der Bildungsmesse didacta in Hannover. 

Veranstalter des Fachforums „Digitale Bildung in der Schule: Spielwiese für jedermann?“ ist der Verband Bildungsmedien aus Frankfurt am Main. Mit dem Forum will er unter anderem klären, wo die Grenze zwischen sinnvoller Kooperation und unzulässiger Kommerzialisierung gezogen werden kann und was der Staat tun kann, um die Unabhängigkeit von Schulen zu schützen.

Mit auf dem Podium sitzen wird Vera Fricke vom Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv). Die Referentin für Verbraucherkompetenz sieht in der Vermittlung digitaler Kompetenzen eine wichtige Aufgabe von Schule. Nur friste sie dort noch zu oft ein stiefmütterliches Dasein. „Im internationalen Vergleich“, so Fricke, „liegen deutsche Schülerinnen und Schüler mit ihren Computer- und Internetkenntnissen nur im Mittelfeld.“

Aktuelle Untersuchungen wie die internationale Vergleichsstudie ICILS belegten, dass PC und Internet in hiesigen Klassenzimmern noch zu selten genutzt würden. Gleichzeitig beobachte man, dass Unternehmen oder private Initiativen zunehmend versuchten, mit eigenen Unterrichtsmaterialien in die Schulen zu stoßen. „Wir brauchen hier dringend eine unabhängige Instanz, die die Qualität dieser Materialien unter die Lupe nimmt“, so Fricke. Andernfalls öffne man tendenziösen oder kommerziellen Inhalten Tür und Tor. 

Was daneben noch getan werden kann, um die digitale Bildung in der Schule nicht zur Spielwiese für jedermann verkommen zu lassen, darüber wird Fricke unter anderem mit Frank Bolten vom Elektronikkonzern Samsung diskutieren. Ihr Kommen zugesagt haben außerdem Ilka Hoffmann, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Ludger Pieper vom Schulausschuss der Kultusministerkonferenz sowie Tilo Knoche vom Ernst Klett Verlag.

Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, dem 25. Februar 2015, in der Zeit von 11:00 bis 12:15 Uhr in Halle 16, Stand E20 statt. 

Im Gespräch:

Vera Fricke

Dr. Vera Fricke / vzbv
Dr.
Vera
Fricke

Dr. Vera Fricke arbeitet beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Als Referentin für Verbraucherkompetenz engagiert sie sich unter anderem für die bundesweite Verankerung der Verbraucherbildung in den Lehrplänen.

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