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Nachhaltiger Konsumieren: so kann's klappen

03.11.2014

Tipps für den Unterricht

Umweltfreundlich konsumieren – geht das überhaupt? Kann das gute „grüne“ Leben gelingen, ohne Askese oder Verzicht zu üben?  Und bringt das überhaupt etwas, für die Umwelt, das Klima, für einen selbst? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zahllose Unterrichtsmaterialien. Besonders pfiffige führt der Materialkompass des Verbraucherzentrale Bundesverbandes vzbv. Sie wurden von unabhängigen Bildungsexperten auf Herz und Nieren geprüft und taugen für den Unterricht in verschiedenen Fächern. Eine Auswahl.

Umweltfreundlich konsumieren

Zu einer Reise durch die Welt des täglichen Konsums lädt das Bundesumweltministerium mit seinem Unterrichtsmaterial „Umweltfreundlich konsumieren“ ein. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe und zeigt ihnen, wie ein nachhaltiger Tagesablauf aussehen kann. Die Jugendlichen untersuchen zum Bei-spiel den Produktionsweg eines Joghurts oder eines Handys im Hinblick auf deren Ökobilanz, nehmen den Produktions- und Lieferprozess einer Jeans unter die Lupe oder entwickeln eigenständig Kriterien für ein nachhaltiges Textilsiegel.  Außerdem beschäftigen sie sich mit der Frage, ob Besitz wirklich glücklich macht. Das im Materialkompass des vzbv mit „gut“ bewertete Unterrichtsmaterial besteht aus einem rund 50 Seiten starken Schülerarbeitsheft, das sich an den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung orientiert, sowie einer Lehrerhandreichung, die durch die unterschiedlichen Kapitel führt und neben Hintergrundinformationen Anleitungen für die Unterrichtsstunden liefert.

Nachhaltigkeit im Einkaufskorb

An Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 wendet sich das Unterrichtsma-terial „Nachhaltigkeit im Einkaufskorb“, das vom aid-infodienst  und dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau entwickelt wurde. Das ebenfalls mit „gut“ bewer-te Material unterstützt die Jugendlichen dabei, sich der Folgen ihres Konsum- und Lebensstils bewusst zu werden und macht sie mit nachhaltigen Produkten vertraut. Sie lernen zum Beispiel die ökologischen Vorteile regionaler und saisonaler Produkte kennen, stellen den eigenen Fleischkonsum auf den Nachhaltigkeitsprüfstand und erfahren, warum der biologischen Landwirtschaft und Biolebensmitteln oft eine große Bedeutung auf dem Weg zu „grüneren“ Lebensstilen beigemessen wird. Auf dem Stundenplan stehen außerdem fair gehandelte Produkte und umweltfreundlichere Alternativen zu herkömmlichen Verpackungen. Lehrkräfte finden zudem methodisch-didaktische Hinweise und Tipps zur Durchführung der Unterrichtsvorschläge.

Verantwortungsvoller Konsum - Wir können auch anders!

Auf einen Mix aus Hintergrundinformationen, Aktionsvorschlägen und Arbeitsauf-trägen setzt dieses von der Hamburger Nichtregierungsorganisation Agrar Koordination für die Klassen 10 bis 13 entwickelte Unterrichtsmaterial. Es führt in die Themen Ressourcenknappheit, Klimawandel und ökologischer Fußabdruck ein, erläutert den Zusammenhang zwischen Konsum und Werbung und wirft einen kritischen Blick auf das Wirtschaftwachstum reicher Länder. Als Beispiele für Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit im täglichen Leben werden Textilien und Handys näher beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen deren Produktionswege und die dabei auftauchenden ökologischen und sozialen Probleme sowie Aktionsideen, die zu ihrer Linderung beitragen können – von der Organisation einer Talkshow bis zum Aufruf, Druck auf die Herastellerunternehmen auszuüben. Die Unterrichtsideen sind Teil der Reihe „KonsUmwelt“, in der die Agrar Koordination weitere Materialien zum Umwelt- und Ressourcenschutz veröffentlicht hat.